Verlust des Führerscheins möglich
Handy am Steuer wird teuer

Manche halten es für beruflich zwingend geboten, andere finden es schlicht schick: Auto fahren und gleichzeitig per Handy telefonieren. Doch Vorsicht, Gerichtsurteile zeigen: Die Kombination „Eine Hand am Steuer, eine am Ohr“ kann zu mehr führen als nur einem Knöllchen. Unter Umständen ist auch der Führerschein weg – oder sogar der Versicherungsschutz.

HB/wf DÜSSELDORF. Seit Dezember 2000 steht es im Gesetz: Wer einen Wagen steuert, darf nicht gleichzeitig einen Telefonhörer in der Hand halten. Tut Mann oder Frau es doch, ist eine Geldbuße fällig.

Spätere „Erklärungen“, etwa man habe das Handy nicht zum Telefonieren benutzt, helfen weder gegenüber der Polizei noch vor Gericht weiter. Ausweislich der Gesetzesmaterialien umfasst das Verbot „sämtliche Bedienfunktionen wie das Anwählen, die Versendung von Kurznachrichten oder das Abrufen von Daten im Internet etc.“

Diese juristische Nachhilfe kostete einen BMW-Fahrer aus Westfalen 30 Euro Bußgeld zuzüglich Anwalts- und Gerichtskosten. Von der Polizei in flagranti mit Mobiltelefon am Steuer erwischt, hatte sich der Fahrer damit verteidigt, er habe nicht telefoniert, sondern lediglich eine am Vortag gespeicherte Kurznotiz als Gedächtnisstütze abgerufen.

Egal, urteilten die Richter am Oberlandesgericht Hamm. Dass während des Handygebrauchs nicht beide Hände am Lenkrad waren, reiche für eine Ordnungswidrigkeit aus.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Eine Nummer härter traf es einen Mobil-Freak aus Celle.

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