Versicherer der Genossenschaftsbanken: R+V gewinnt Autofahrer als Kunden

Versicherer der Genossenschaftsbanken
R+V gewinnt Autofahrer als Kunden

Im Wettbewerb um Kunden in der Autoversicherung hat die zum genossenschaftlichen Finanzverbund gehörende R+V-Versicherung deutlich zugelegt. Unter dem Strich gewannen die Wiesbadener nach eigenen Angaben 90 000 neue Kunden.

cd DÜSSELDORF. Die Beiträge sanken 2005 dennoch um 0,4 Prozent auf 1,4 Mrd. Euro, weil der Versicherer die Preise gesenkt hat. Andere Anbieter gingen noch weiter herunter, was branchenweit zu in einem Beitragsrückgang von 2,8 Prozent führte.

Im Herbst hatte die Allianz mit einem Zweittarif, der Autokunden abgespeckte Leistungen zu einem günstigen Preis bietet, den gesamten Markt in Bewegung gebracht. Insgesamt wechselten im laufenden Jahr nach einer Studie der Unternehmensberatung Simon-Kucher & Partners rund vier Millionen Autofahrer den Versicherer. Das entspricht etwa acht Prozent des Marktes.

In der Auto-Versicherung gab es in den vergangenen Jahren heftige Preisschwankungen. Zuletzt hatten die Unternehmen hohe Gewinne eingefahren, davor gab es jedoch lange Zeiten mit roten Zahlen. Insgesamt konnte die R+V, die ihre Produkte vor allem über die Volks- und Raiffeisenbanken verkauft, in einem stagnierenden Schaden- und Unfallversicherungsmarkt um 2,5 Prozent auf 3,1 Mrd. Euro wachsen.

Relativ hoch war das Wachstum mit 11,4 Prozent in der Lebensversicherung. Gegenüber dem Ausnahmejahr 2004 – damals galt letztmals das Steuerprivileg – sank der Absatz aber um ein Fünftel. Gegenüber dem normalen Geschäftsjahr 2003 stieg er dagegen um knapp ein Drittel. Das Unternehmen profitierten wie die gesamte Branche vom Geschäft mit Einmalbeiträgen. Dabei zahlt der Kunde, meist für eine private Rentenversicherung, auf einen Schlag eine hohe Summe ein, was das Prämienvolumen des Versicherers aufbläht. Dieser Effekt trat in der ganzen Branche ein, die zugleich einen Einbruch bei Lebensversicherungen mit regelmäßigen Beträgen verkraften musste.

R+V-Chef Jürgen Förterer rechnet für sein Haus mit einem „deutlich gestiegenen Ergebnis“ für 2005. Im Vorjahr hatte er ein Ergebnis von 95 Mill. Euro gemeldet.

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