Versicherer
Kampf um die Autofahrer tobt

Der Wettbewerb in der Autoversicherung verschärft sich. Rund zweieinhalb Monate vor dem regulären Kündigungstermin am 30. November bringen die Unternehmen eine Vielzahl von echten oder vermeintlichen Neuheiten auf den Markt, mit denen sie beim Kunden punkten wollen. Auf den ersten Blick wird der Wettbewerb dabei weniger über den Preis geführt. Marktführer Allianz und der Branchenzweite Huk Coburg hatten mehrfach angekündigt, dass sie keine großen Preisänderungen erwarten.

KÖLN. Diesen Trend sieht auch die Münchener Rückversicherung. Die Durchschnittsprämien seien seit 2005 zwar deutlich zurückgegangen, sagte der Kraftfahrtexperte der Münchener Rück, Alfred Haas, kürzlich. Nun erwartet er aber eine Stagnation. Gleichwohl wird der Markt nach Beobachtung der Münchener Rück immer enger: Der Wettbewerb wird über neue Vermarktungsformen und Vertriebswege sowie differenziertere Produkte ausgetragen.

So setzen die Autoversicherer nach der ersten verflogenen Euphorie nun wieder gezielter auf das Internet – allen voran die Zurich-Gruppe mit ihrer bislang einmaligen europaweiten Plattform. Der Direktversicherer Hannoversche Leben will ab Oktober unter der Marke „Hannoversche Direkt“ ins KFZ-Direktversicherungsgeschäft einsteigen. Zielgruppe seien die rund 800 000 Lebensversicherungs-Kunden, die bereits Erfahrung im Direktvertrieb hätten. Zudem vermarkten immer mehr Gesellschaften ihre Policen über den Einzelhandel – etwa Direct Line über Karstadt und Bertelsmann oder Zurich über C&A – oder über Kooperationen mit den Autoherstellern – etwa Victoria mit BMW, Allianz mit Daimler und VW.

Im vergangenen Jahr hatte die Axa mit einem Frühbucherrabatt aufgetrumpft, was ihr rund 30 000 zusätzliche Kunden brachte. Auch in diesem Jahr setzt die Axa wieder auf diesen aus der Reisebranche bekannten Preisnachlass von zehn Prozent – und hat Nachahmer gefunden. So läutete jetzt auch DA Direkt die Wechselzeit bereits im Spätsommer ein. Dabei erhebt der zur Zurich gehörende Direktversicherer die Prämien seit 2006 nicht mehr nach Regionalklassen, sondern nach Postleitzahlen. Innerhalb von großen und von ihrem Schadenaufkommen sehr unterschiedlichen Gebieten kann dies sowohl von Vor- wie auch von Nachteil für die Kunden sein. Auf jeden Fall bringt es dem Versicherer eine stärkere Risikoauswahl.

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