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Versicherung zahlt nach Unfall nicht immer den Mietwagen

Nach einem Autounfall zahlt die Versicherung des Schuldigen nicht immer einen Mietwagen für den Unfallgegner. Das geht aus einem Urteil des Landgerichts München (Az.: 17 S 20 753/04) hervor, auf das die Verbraucherzentrale Berlin hinweist.

dpa/gms MüNCHEN/BERLIN. Nach einem Autounfall zahlt die Versicherung des Schuldigen nicht immer einen Mietwagen für den Unfallgegner. Das geht aus einem Urteil des Landgerichts München (Az.: 17 S 20 753/04) hervor, auf das die Verbraucherzentrale Berlin hinweist.

Die Kosten werden nur dann übernommen, wenn das Ersatzfahrzeug tatsächlich notwendig war. Fährt der Geschädigte nur wenig Auto, kann es wirtschaftlicher sein, ein Taxi zu nehmen. Nur diese Kosten muss die gegnerische Versicherung dann auch übernehmen.

Im verhandelten Fall hatte ein Geschädigter nach einem Unfall, an dem er keine Schuld trug, für vier Tage einen Mietwagen zum Preis von insgesamt 1 200 Euro gebucht. In der Zeit war er aber nur 72 Kilometer gefahren. Das hätte mit dem Taxi nur 144 Euro gekostet. Nach Ansicht des Gerichtes hätte kein wirtschaftlich denkender Mensch die teure Mietwagen-Variante gewählt. Es sprach dem Geschädigten lediglich die Taxikosten zu, die Differenz zum Rechnungsbetrag für den Mietwagen müsse er selbst tragen.

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