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Versicherungsschutz trotz verschwiegener Kfz-Vorschäden

Das Verschweigen eines Vorschadens in einer Kfz-Schadensanzeige kostet nicht zwangsläufig den Versicherungsschutz. Das berichtet die „Monatsschrift für Deutsches Recht“.

dpa/gms OLDENBURG. Das Verschweigen eines Vorschadens in einer Kfz-Schadensanzeige kostet nicht zwangsläufig den Versicherungsschutz. Das berichtet die „Monatsschrift für Deutsches Recht“.

Nach einem Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Oldenburg bleibt die Versicherung leistungspflichtig, wenn ihr der Vorschaden bekannt war (Az.: drei U 43/04). Durch das Verschweigen habe sie dann keinen Nachteil erlitten, heißt es zur Begründung in dem in der Zeitschrift veröffentlichten Urteil.

Das Gericht gab der Zahlungsklage eines Fahrzeughalters gegen seine Vollkaskoversicherung statt. Der Kläger hatte einen Unfallschaden mit einem angeblichen Reparaturaufwand von knapp 4 000 Euro geltend gemacht. In der Schadensanzeige hatte er jedoch verschwiegen, dass der Wagen bereits einen Vorschaden hatte.

Die Versicherung meinte daher, sie sei leistungsfrei geworden. Dem widersprach das OLG. Zwar müsse eine Versicherung nicht ihre Archive durchforsten. Wenn aber, etwa aufgrund gespeicherter Daten, alle Vorschäden ohne weiteres feststellbar seien, führe deren Verschweigen nicht zwangsläufig zur Leistungsfreiheit.

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