Versicherungsstatistik
Alt-Autos bei Dieben beliebter als Neuwagen

Ältere Autos werden einer Statistik zufolge häufiger als Neuwagen gestohlen.

ap BERLIN. Das höchste Diebstahlrisiko haben Autos, die zehn Jahre und älter sind, wie aus einer aktuellen Untersuchung des Versicherungsverbandes GDV hervorgeht. Begründung: Bei den älteren Modellen kann die Sicherungstechnik leichter überwunden werden. So gehörten beispielsweise erst seit 1998 elektronische Wegfahrsperren zur Pflicht-Ausstattung bei Neuwagen. Insgesamt seien im vergangenen Jahr 16.502 Pkw gestohlen worden. Das seien 13 Prozent weniger als 2006, teilte der GDV am Dienstag in Berlin mit.

1993 wurden noch über 105.000 Fahrzeuge als gestohlen gemeldet. Seitdem ist die Zahl rückläufig. Am beliebtesten bei den Dieben ist den Angaben zufolge der VW Caravelle Multivan 2.5 TDI, dies allerdings ein neues Auto.

Insgesamt seien elf von 1.000 versicherten Fahrzeugen gestohlen worden. Auf Platz zwei und drei folgten der BMW X5 3.0D und der Porsche Cayenne 4.5. Auf den folgenden Rängen hätten sich der Mercedes E 250 D und der BMW 725 TDS platziert.

Das größte Diebstahlrisiko liegt der Statistik zufolge in Berlin und Hamburg. Die Klaurate pro 1.000 Pkw lag in Berlin bei 2,5, in Hamburg bei 1,4, in Brandenburg bei 1,0 und in Bremen bei 0,9. "Schlusslichter" bei diesem Wert sind Bayern und Baden-Württemberg mit einer Rate von je 0,2.

Versicherungen: Mehr Mofas weg

In Deutschland werden zwar insgesamt immer weniger Autos gestohlen - häufiger hatten es Diebe nach Angaben der Versicherungen aber zuletzt auf Mofas abgesehen. Im vergangenen Jahr wurden rund 16 500 Pkw als geklaut registriert und damit 13 Prozent weniger als 2006, so die GDV-Statistik.

Die Zahl der gestohlenen Mofas und Mopeds stieg gegen den allgemeinen Trend um 6,9 Prozent auf 10 860. Insgesamt gingen die Kraftfahrzeugdiebstähle von Zweirädern bis zu Lastwagen laut GDV-Statistik um 6,8 Prozent auf 38 800 zurück. Die Versicherungen mussten rund 275 Millionen Euro an Entschädigungen zahlen, das waren 13,6 Prozent weniger als im Jahr zuvor.

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