Verwandtschaft mit dem 911er
Porsche bringt neuen Boxster an den Start

Der Stuttgarter Autobauer Porsche bringt am 27. November die neue Version seines Boxster auf den deutschen Markt. Ab dem 15. Januar soll der Wagen dann auch in Porsches wichtigstem Auslandsmarkt USA verkauft werden.

HB STUTTGART. Am 22. September wird Porsche den neuen Sportwagen auf dem Automobilsalon in Paris präsentieren. Vom bisherigen Boxster-Modell wird sich der neue Sportwagen mit größeren Rädern und einer breiteren Spur abheben. Die neue Front zeige klar „die Verwandtschaft zum 911er“, heißt es in der Ankündigung. Charakteristisch wirke das neue Lichtkonzept mit der Trennung von Hauptscheinwerfer und Bugleuchte. Bisher wurden 160 000 Boxster gebaut. Seit 1996 läuft er in Stuttgart-Zuffenhausen vom Band. Seit 1997 wird er auch bei Valmet in Finnland produziert.

Der 2,7-Liter-Sechszylinder-Motor ist mit 240 PS um zwölf Pferdestärken stärker als das bisherige Boxster-Modell. Auf den Markt kommt zum gleichen Zeitpunkt auch ein Boxster S mit 280 PS. Von null auf 100 km/h schafft es der neue Boxster S in 5,5 Sekunden. Das Basis-Boxster-Modell erreicht Tempo 256 km/h. Die Zulassungszahlen für den Boxster waren in den vergangenen Monaten zurückgegangen. In der Erklärung der Porsche AG heißt es: „Mit einem gesteigerten Fahrvergnügen und noch mehr aktiver und passiver Sicherheit will der Boxster seine Spitzenstellung im Roadster-Segment weiter ausbauen.“

Weltweit als erster Roadster sichert der Boxster nach Angaben von Porsche die Insassen mit einem Kopf-Airbag gegen Seitenkollision. Der Airbag schnelle im Notfall aus der Seitenscheiben-Brüstung der Tür und entfalte eine Schutzwirkung für den Kopf. Der Euro-Grundpreis für den Boxster beträgt 37 000 € beziehungsweise 44 100 € für den Boxster S. In Deutschland liegen die Preise (inklusive Mehrwertsteuer) bei 43 068 € und 51 304 € für den Boxster S. „Ausstattungsbereinigt“ würden die neuen Boxster-Modelle im Vergleich zur Vorgänger-Generation um neun Prozent günstiger angeboten, hieß es.

Porsche plant nach Angaben eines Firmensprechers im Geschäftsjahr 2005/06 einen Absatz von mindestens 15 000 Boxster-Fahrzeugen. 40 Prozent davon solle der Boxster S beisteuern. Ein Absatzziel für das laufende Geschäftsjahr nannte der Sprecher nicht. Seinen bisherigen Absatzhöhepunkt hatte der Boxster im Geschäftsjahr 2000/2001 mit 27 900 verkauften Exemplaren. Zwei Jahre später verkaufte Porsche noch 18.400 Boxter.

Mit dem neuen Boxster und dem bereits seit Juli eingeführten neuen 911er-Modell will Porsche die Flaute bei den Sportwagen überwinden. Zuletzt hatte der Erfolg des Geländewagens „Cayenne“ dem Stuttgarter Autobauer über den Absatzeinbruch im angestammten Sportwagensegment hinweggeholfen. Über eine mögliche vierte Baureihe neben dem 911er, dem Boxster und dem Cayenne wollen die Stuttgarter Anfang nächsten Jahres entscheiden.

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