Viele Autos vertragen geplanten Biosprit nicht
E-10-Problem betrifft Millionen Autofahrer

Mindestens drei Millionen Autos und 700 000 Motorräder vertragen nach einer Analyse des ADAC den Biosprit nicht, den die Regierung ursprünglich 2009 einführen wollte.

rtr BERLIN. „Drei Millionen Autofahrer aktuell - bei fünf Millionen ist es noch gar nicht geklärt, ob sie E-10 vertragen können oder nicht“, beschrieb ADAC-Sprecherin Maxi Hartung die Zahl der Betroffenen am Freitag im Sender N24. Bei der Benzinsorte E-10 handelt es sich um Kraftstoff mit einem Anteil von zehn Prozent Bioethanol. Das Vorhaben, E-10 im nächsten Jahr einzuführen, liegt derzeit wegen der ungeklärten technischen Folgen aber auf Eis. Zu den genannten Zahlen kämen noch eine Million Oldtimer und 700 000 Autofahrer hinzu, sagte Hartung. Die müssten, wenn E-10 eingeführt wird, teureres Super-Plus-Benzin tanken.

Aber auch alle anderen Autofahrer, deren Fahrzeuge mit dem Biosprit betrieben werden können, müssten laut ADAC tiefer in die Tasche greifen. Durch die zehnprozentige Beimischung werde nämlich auch normaler Sprit teurer. Bioethanol verursache bei dieser Beimischungsquote einen um etwa drei Prozent höheren Verbrauch. Das bedeute, „dass ich öfter tanken und mehr bezahlen muss“, beschrieb die ADAC-Sprecherin.

„Wenn jetzt tatsächlich E-10 zum Jahr 2009 eingeführt werden sollte, muss man sich schon fragen, in welchem Interesse die Politik handelt“, kritisierte Hartung. Im Interesse der Bürger wie der Umwelt könne das nämlich nicht sein, den die Gesamtklimabilanz dieses Schrittes sei noch nicht geklärt. „Es kann ja nicht sein, dass man eine Maßnahme zum Umweltschutz macht, die dann gar nicht der Umwelt nützt“, monierte sie.

Der ADAC will am Freitag seine Studie zu den Folgen der Einführung des neuen Biosprits veröffentlichen.

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