Vision Efficient Dynamics
BMWs „Öko-Sportwagen“ geht in Serie

Auf der IAA 2009 zeigte BMW die spektakuläre Studie Vision Efficient Dynamics. Das 2+2-Sitzer-Coupé mit Flügeltüren wird von einem sogenannten Plug-In-Hybrid mit zwei Elektromotoren und einem Dreizylinder angetrieben, die zusammen 328 PS leisten. Der Wagen soll nur 3,8 Liter Sprit auf 100 Kilometer verbrauchen - und 2013 tatsächlich auf unseren Straßen rollen.
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HB MÜNCHEN. BMW will von seinem neuen Hybrid-Sportwagen „Vision Efficient Dynamics“ mehr als 1.000 Stück pro Jahr verkaufen. Der Autobauer strebe eine „signifikante Stückzahl“ an, sagte Entwicklungschef Klaus Draeger bei der Präsentation des Autos in Leipzig.

Das Coupé mit Flügeltüren werde die Fahrleistungen eines BMW-M-Modells bieten und so wenig Kraftstoff verbrauchen wie ein Mini. Zur Preiskalkulation für das Auto sagte Draeger: "Fünfstellig wird es nicht gehen."

Der 2+2-Sitzer wird von einem sogenannten Plug-In-Hybrid mit zwei Elektromotoren und einem Dreizylinder angetrieben, die zusammen 241 kW/328 PS leisten. Damit beschleunigt das Auto nach BMW-Angaben in 4,8 Sekunden auf Tempo 100. Die Spitzengeschwindigkeit liegt bei 250 km/h, der Verbrauch bei 3,8 Litern (CO2-Ausstoß: 99 g/km).

Bis zu 50 Kilometer weit soll das Auto rein elektrisch fahren können. Beim Verbrennungsmotor setzt der Hersteller derzeit noch auf einen Diesel. In der Serienproduktion komme aber mit Rücksicht auf wichtige Exportmärkte auch ein Benziner infrage, deutete Draeger an.

Die Aluminium-Bodengruppe des Sportwagens trägt eine Karosserie aus Karbon. Diesen Aufbau teilt sich der bislang namenlose Sportwagen mit dem kommenden BMW "Mega-City-Vehicle" für Großstädte. Das erste BMW-Elektroauto soll von 2013 an im Werk Leipzig gebaut werden.

Auf den Markt kommen soll der Flitzer sowohl in Europa wie auch in den USA und China. Dafür erwäge BMW auch die Umstellung auf einen außerhalb Europas viel gebräuchlicheren Benzinmotor, sagte Draeger.

Der Preis für den Hybrid-Sportwagen solle „nicht ins Unermessliche“ steigen, so der Entwicklungschef. Mit dem Auto will BMW auch Leute ansprechen, die bislang keine BMW-Kunden sind: „Ich erwarte mir eine Anzahl von Eroberungen“, sagte Draeger. Der Münchner Konzern hatte erste Studien für den Sportwagen auf der vergangenen IAA präsentiert.

In der Hybridtechnik arbeitet BMW künftig auch mit dem französischen Hersteller PSA zusammen. Eine Absichtserklärung haben beide Unternehmen bereits unterzeichnet. Die Kooperation werde sich auf Batteriemodule, Leistungselektronik und Elektromotoren erstrecken, sagte Draeger. Aus den gemeinsam entwickelten Komponenten solle sich dann jeder der beiden Hersteller bedienen. „Dadurch teilen wir uns die Entwicklungskosten“, sagte Draeger. Zudem hätten die Autobauer bei der Produktion Mengenvorteile.

Eine weiteres wichtiges Projekt von BMW ist das Elektroauto „Megacity Vehicle“, dass der Konzern ab 2013 in Leipzig in Serie bauen will. Das Auto soll weltweit auf den Markt kommen und einen „wettbewerbsfähigen“ Preis haben, sagte Draeger.

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