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Vor der Probefahrt vom Interessenten gültige Papiere zeigen lassen

Bevor private Verkäufer ihr Auto einem Interessenten zur Probefahrt überlassen, sollten sie sich den Personalausweis und gültigen Führerschein zeigen lassen. Das rät der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin.

dpa/gms BERLIN. Bevor private Verkäufer ihr Auto einem Interessenten zur Probefahrt überlassen, sollten sie sich den Personalausweis und gültigen Führerschein zeigen lassen. Das rät der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin.

Fährt der Kaufinteressent den Wagen ohne gültige Fahrerlaubnis, verliert der Verkäufer seinen Versicherungsschutz. Bei einem Unfall müsse der Halter dann selbst für den entstandenen Schaden aufkommen.

Kaufinteressenten sollten sich wiederum vergewissern, ob der zum Verkauf stehende Wagen angemeldet und damit haftpflichtversichert ist. Ohne amtliches Kennzeichen sollte das Fahrzeug nicht auf öffentlichen Straßen bewegt werden, warnt der GDV: In diesem Fall bestehe kein Versicherungsschutz. Nur bei zugelassenen Fahrzeugen komme die Kfz-Haftpflicht bei verschuldeten Unfällen für Schäden, die anderen Personen entstanden sind, auf.

Schäden am Fahrzeug selbst zahlt dem Verband zufolge bei Unfällen auf Probefahrten die Vollkaskoversicherung, sofern nicht grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz vorliegt. Ist das Auto nicht vollkaskoversichert, müsse der Kaufinteressent den Schaden bei einem Unfall möglicherweise selbst bezahlen - und zwar bereits bei leichter Fahrlässigkeit. Um Ärger zu vermeiden, sollten Verkäufer und Kaufinteressent vor Antritt der Probefahrt daher vereinbaren, wie die Haftung bei einem Unfall geregelt werden soll.

Bei einem Kauf beim Händler können Interessenten laut GDV in der Regel von einer „stillschweigenden Haftungsfreistellung“ bei Probefahrten zu ihren Gunsten ausgehen. Das heißt, sie können annehmen, dass der Wagen durch den Händler sowohl haftpflicht- als auch vollkaskoversichert ist. Wird nach einem Unfall jedoch grobe Fahrlässigkeit nachgewiesen - zum Beispiel, wenn der Fahrer mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit oder unter Alkoholeinfluss unterwegs war -, muss der Kaufinteressent den Schaden selbst zahlen.

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