Vorbereitungen für Kapitalerhöhung im Plan
Mitsubishi Motors revidiert Absatzziel

Der angeschlagene japanische Autobauer Mitsubishi Motors (MMC) wird sein weltweites Absatzziel in diesem Jahr möglicherweise verfehlen. Chairman und CEO Yoichiro Okazaki sagte am Mittwoch, der Autobauer könnte die angepeilten 1,45 Millionen Fahrzeuge in diesem Jahr eventuell leicht unterschreiten.

bas TOKIO. MMC rechne mittlerweile mit 1,4 bis 1,45 Millionen Autos, davon 1,2 Millionen im Ausland. Der Autokonzern leidet weiter vor allem im Inland schwer an den Folgen eines Skandals um die Vertuschung von Qualitätsmängeln. Im August sanken die Verkäufe in Japan um 45,2 Prozent zum Vorjahr. Diesen Rückgang konnten der 3,7-prozentige Anstieg der Exporte nicht ausgleichen. In Märkten wie Russland oder Europa legen die Japaner derzeit auch dank des Kompaktwagens Colt zu.

Derweil hat sich das Unternehmen für die Folgen seiner milliardenschweren Kapitalerhöhung gerüstet. Seit August können die ersten Vorzugsaktien aus der Kapitalerhöhung in Stammaktien umgetauscht werden. Im kommenden Jahr ist dies auch bei den restlichen Aktien möglich. Dann jedoch könnte es nötig werden, dass MMC mehr Stammaktien ausgeben muss, als bisher von den Aktionären genehmigt. Das Unternehmen hatte für 85 Prozent der Kapitalspritze von 496 Mrd. Yen oder 3,7 Mrd. Euro Vorzugsaktien ausgegeben.

Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung schaffte sich der Autobauer nun Luft und ließ sich statt bisher 5,9 Milliarden Stammaktien die Ausgabe von 9,9 Milliarden Aktien genehmigen. Eine neue Kapitalerhöhung sei aber nicht geplant, betonte ein Sprecher. Es gehe nur darum, sich auf den Umtausch der Vorzugsaktien in Stammaktien vorzubereiten. Erste Vorzugsaktien seien bereits getauscht worden, bei einigen wird dies erst im kommenden Jahr möglich.

Mit dem Umtausch der Aktien wird der Anteil von Daimler-Chrysler an MMC weiter sinken. Die Stuttgarter hatten sich als damaliger Haupteigner nicht an der nötigen Rettungsaktion im Frühjahr beteiligt. Derzeit ist Daimler-Chrysler mit knapp 25 Prozent noch zweitgrößter Einzelaktionär nach Phoenix Capital.

Die Anhebung des genehmigten Stammkapitals auf die jetzige Höhe war erst nach der Kapitalspritze möglich geworden, weil die Höchstgrenze in Japan nur auf das Vierfache der ausgegebenen Stammaktien angehoben werden kann. Die Ausgabe von Stammaktien an den heutigen Haupteigner, der Investmentfirma Phoenix Capital, im Zuge der Kapitalerhöhung erhöht die Ausgangssumme.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%