Nachrichten

_

VW-Fahrpräsentation: Dieser Golf kann auch Heckantrieb

Grundsätzlich fährt auch der neue Allrad-Golf 4motion mit Frontantrieb. Doch wenn es extrem wird, greift die Elektronik ein und macht selbst Vollgas auf Schnee zum entspannten Erlebnis. Erste Fahreindrücke.

VW Golf 4motion: Nur die Schriftzüge auf dem Blechkleid verraten das Allrad-Modell. Quelle: PR
VW Golf 4motion: Nur die Schriftzüge auf dem Blechkleid verraten das Allrad-Modell. Quelle: PR

Kitzbühl/ ÖsterreichAllradantrieb hat beim VW Golf eine fast 30-jährige Tradition. Kein Wunder, dass auch die neueste Generation des VW Golf diesen Antrieb erhält. Schon wenige Monate nach Markeinführung des Golf VII liefert VW jetzt die Allradversion aus. Wir fuhren die stärkere Version mit zwei Litern Hubraum. Den 150 PS-Allrad-Golf gibt es ab 27.975 Euro.

Anzeige

Optisch unterscheidet sich der Allradler lediglich durch die "4motion"-Schriftzüge von seinen Brüdern. Im Innenraum gibt es keine Unterschiede. Die Sitze bieten exzellenten Komfort, die Instrumente sind übersichtlich angeordnet und leicht ablesbar. Alle Bedienelemente liegen griffgünstig und logisch platziert.

Auch der Innenraum des 4motion entspricht dem der anderen Golfmodelle. Quelle: PR
Auch der Innenraum des 4motion entspricht dem der anderen Golfmodelle. Quelle: PR

Die Unterschiede zum frontangetriebenen Golf finden unsichtbar unter dem Blechkleid statt. Kernstück des permanenten Allradantriebs ist die weiterentwickelte Haldex-Kupplung. Diese Lamellenkupplung verteilt mit Hilfe des Steuergeräts und einer Ölpumpe die Antriebskraft. Für den Fahrer ist die Verteilung der Kraft nicht spürbar. Grundsätzlich fährt der Golf mit Frontantrieb. Je nach Fahrbahnzustand und Fahrweise leitet der Antrieb Kraft an die Hinterachse.

Und damit erklärt sich auch die Überschrift, die natürlich einw enig übertriebn ist: Bei ganz ungünstigen Fahrbedingungen gelangen bis zu 100 Prozent der Motorleistung an die Hinterräder. Das System arbeitet dabei so schnell, dass VW werblich von einem "vorausschauenden Allradantrieb" spricht. Bevor der Motor sein Drehmoment - je nach Gaspedalstellung - aufgebaut hat, reguliert die Elektronik schon die Kraftverteilung zwischen Vorder- und Hinterrädern.

Zudem regeln in das ESP integrierte elektronische Differentialsperren die Antriebskräfte an den beiden Fahrzeugseiten und verteilen die Kraft in Sekundenbruchteilen auf das gegenüberliegende Rad, sollte ein Rad zum Durchdrehen neigen.

Auf glatten Straßen sorgt der intelligente Allradantrieb schnell für die richtige Kraftverteilung an die Räder. Quelle: PR
Auf glatten Straßen sorgt der intelligente Allradantrieb schnell für die richtige Kraftverteilung an die Räder. Quelle: PR

So gerät die erste Testfahrt zu einem völlig entspannten Erlebnis. Der Allrad-Golf schnürt wie auf Schienen über die schneebedeckten Pisten. Geschaltet wird ausschließlich über die manuelle Sechsgang-Schaltbox. Das DSG-Getriebe bleibt zurzeit noch den frontangetriebenen Modellen vorbehalten. Für die Beschleunigung von Null auf 100 km/h gibt VW 8,6 Sekunden an, die Höchstgeschwindigkeit von 211 km/h reicht völlig aus.

  • Die aktuellen Top-Themen
50 Jahre Harley-Davidson Electra Glide : Am Anfang war der kleine weiße Knopf

Am Anfang war der kleine weiße Knopf

Eine Ikone feiert Geburtstag: Vor genau 50 Jahren verpasste Harley-Davidson der Reisemaschine „Duo Glide“ ein entscheidendes Upgrade und machte sie mit einem Knopfdruck deutlich bequemer.

Motorrad-Jubiläum: Harley feiert 50 Jahre Electra Glide

Harley feiert 50 Jahre Electra Glide

Man sagt den Fans von Harley-Davidson gerne besonderen Traditionalismus nach. Doch es war technischer Fortschritt, der die Electra Glide als Flaggschiff der Marke ab 1965 besonders erfolgreich machte.

Seat Leon ST TGI im Fahrbericht: Das Billige ist des Günstigen Feind

Das Billige ist des Günstigen Feind

Die niedrigen Kraftstoffkosten killen das Elektroauto, meint mancher Experte. Noch schlimmer ergeht es aber dem Erdgasmobil. Dabei sind die Fahrzeuge mittlerweile wirklich gut, wie der Seat Leon ST zeigt.