VW Transporter T6 Ziemlich neue Teile

Wie der neue VW-Transporter aussieht, verrät der Hersteller noch nicht, dafür aber was drin ist. Davon kommt einem einiges bekannt vor.
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VW Transporter T6 - Ziemlich neue Teile Quelle: vw
VW Transporter T6

Mit der Studie Tristar, einem Offroad-Beplankten Pritschenwagen, zeigten die Hannoveraner 2014 auf ihrem Messe-Heimspiel wie die Neuauflage ihres wichtigsten Modells aussehen könnte.

(Foto: vw)

Der erste VW Transporter wurde 1950 produziert, entwickelte sich schnell zum Alleskönner - vom Lastenträger bis zum Weltreisemobil - und seitdem läuft er, und läuft, und läuft….Pünktlich zum 65. Produktionsjubiläum erhält nun die aktuelle fünfte Generation ein umfassendes Facelift. Ende Juni kommt sie unter der Bezeichnung T6 in den Handel.

Die überarbeite äußere Hülle wird zwar erst Mitte April präsentiert, man kann aber davon ausgehen, dass – anders als bei einem komplett neuem Modell – keine großen optischen Veränderungen am Blech vorgenommen werden. Die 2014 vorgestellte, seriennahe Studie Tristar zeigt es bereits. Hier eine paar geschärfte Kanten sowie Veränderungen bei den Scheinwerfern – die auch als LED erhältlich sein werden – und da kleine Korrekturen am Heck. Fertig.

Wie schon beim gerade aufgefrischten Caddy wurde an der Plattform und am Radstand nichts geändert. Der T6 tritt zudem unverändert in den Karosserievarianten Kasten, Kombi, Pritsche, Fahrgestelle sowie Caravelle und in der Pkw-Version Multivan an.

„Diese Wagen werden grob und rücksichtslos behandelt“
Bus + Lieferwagen = Bulli
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Vor 65 Jahren, um ganz genau zu sein, am 8. März 1950, war Produktionsstart des ersten Transporters von Volkswagen, damals noch in Wolfsburg. Ab 1956 wurde er im Volkswagenwerk Hannover-Stöcken gebaut. Schon früh erreichte der sogenannte Typ 2 – Typ 1 war der Käfer – den Kultstatus, den er bis heute bei seinen gewerblichen Nutzern und noch mehr bei seinen privaten Liebhabern erlebt.

Mit den Genen des Käfers
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Gern wird die Geschichte kolportiert, alles habe 1947 mit einer Bleistiftskizze begonnen. Der holländische Autoimporteur Ben Pon soll im Volkswagenwerk einen einfachen Plattenwagen gesehen haben. Dessen Idee nimmt er auf und kritzelt auf einen Notizzettel die Umrisse eines Transporters mit Käfergenen. So weit die Legende.

Robuste Nutztiere sind gefragt
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Zwei Jahre später präsentiert Volkswagenwerk-Geschäftsführer Heinrich Nordhoff vier Prototypen: zwei Kastenwagen, einen Kombi und einen Kleinbus. Einer davon geht an den Parfümhersteller Mülhens (4711) in Köln. Kompromisslos und robust wie der Käfer werde auch der Transporter sein, verspricht Nordhoff: „Diese Wagen werden nicht mit Glacé-Handschuhen angefasst, sondern grob und rücksichtslos behandelt.“

Blick in die Produktion
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Bereits vor dem Produktionsstart im Frühjahr 1950 waren die ersten acht, in Handarbeit gefertigten Fahrzeuge des neuen Transporter, der intern unter dem Kürzel „Typ 29“ läuft, unterwegs gewesen. Die sechs Kastenwagen und zwei Kombis der Prototypen-Serie dienten Präsentationszwecken, sei es zu Kundenbefragung oder zur Pressearbeit.

24 PS müssen reichen
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Die Konstrukteure verwenden Motor und Achsen des Käfers. Statt des Zentralrohrrahmens bekommt der Bus eine selbsttragende Karosserie, die auf einem Leiterrahmen sitzt. Der Motor hat 1.131 ccm Hubraum und leistet 18 kW / 24 PS bei 3.300 Umdrehungen pro Minute.

Blick in einen ausgebauten Transporter
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Bis zu 750 Kilogramm Zuladung sind möglich im 4,6 Kubikmeter großen Laderaum des Transporters. Der ist anfangs nur über zwei Klapptüren auf der rechten Seite zugänglich, ab Juni 1951 optional auch über ein zusätzliches Paar von links. Erst 1955, als das Reserverad ein Versteck hinter den Vordersitzen findet, und die Motorklappe um die Hälfte schrumpft, ermöglicht eine zusätzliche Klappe mit Fenster über dem Motorraum Zugriff zum Laderaum auch von hinten.

Er gehörte zum Straßenbild
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Der Bus befördert bis zu acht Personen. Mit ein paar Handgriffen lassen sich die beiden hinteren Sitzreihen ausbauen, um rund 750 Kilogramm Nutzlast zu befördern. „Demgemäß“, schwärmte Alfred Haesner, von 1948 bis 1952 Leiter der Technischen Entwicklung der Volkswagenwerk GmbH, „ist dieser Nutz-Lieferwagen-Typ verwendbar für alle Geschäftszweige, Eiltransporte und Speditionszwecke, zum Beispiel als Kleinomnibus, als Sonderfahrzeug, als Postwagen, als Krankenwagen, als fliegende Station.“

Veränderungen standen allerdings bei den Triebwerken an. Die VW-Ingenieure haben die Motoren überarbeitet. Alle Aggregate erfüllen nun die Abgasnorm Euro 6. Zudem wurden sie hinsichtlich ihres Verbrauchs optimiert. Start-Stopp gehört nun zum Serienumfang. Durchschnittlich sind sie im Vergleich zum T5 um bis zu 15 Prozent sparsamer geworden. Die Leistungsspanne der angebotenen Triebwerke reicht von 62 kW/84 PS bis zu 150 kW/204 PS.

Die Leistung des bisherigen 2.0 TDI mit 103 kW/140 PS wurde auf 110 kW/150 PS angehoben, der Bi-Turbo schafft nun 150 kW/204 PS statt bislang 132 kW/180 PS. Für die Kraftübertragung stehen je nach Motor weiterhin Fünf-oder Sechsgang-Schalter sowie Siebengang-DSG zur Verfügung. Allrad ist optional erhältlich. Ende des Jahres ergänzt VW das Motorenangebot um zwei BlueMotion-Versionen. Diese Spritspar-Varianten wird es für die beiden Dieselaggregate mit 75 kW/102 PS und 110 kW/150 PS geben.

Erstmals im Angebot: die adaptive Fahrwerksabstimmung DCC. Der Fahrer kann per Knopfdruck die Fahrwerkseinstellung zwischen den drei Modi normal, komfortabel und sportlich wählen. Nachgebessert wurde bei den Assistenzsystemen. Auf Wunsch können nun bekannte Helfer wie adaptive Geschwindigkeitsregelanlage, City-Notfallbrems-, Fernlicht-oder Bergabfahrassistenten geordert werden.

Außerdem bietet VW eine Müdigkeitserkennung sowie einen Parkpilot an. Den Spurhalte-Helfer gab es bislang schon. Ab Werk zählt nun die Multikollisionsbremse, die den T6 bei Auslösung eines Airbags automatisch zum Stillstand bringt, zum Serienstandard.

Das sind die neusten Kleintransporter
Eine neue Klasse für Transporter
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Die wahrscheinlich wichtigste Premiere im Transporter-Segment kommt bei der 2014er IAA von Mercedes. Ein halbes Jahr nach der neuen V-Klasse zeigt der schwäbische Hersteller nun den Vito. Wie das Unternehmen mitteilte, kommt die gewerbliche Version der Großraumlimousine bereits kurz nach der Messepremiere in den Handel und soll dann mindestens 21.400 Euro kosten ...

Hohe Variantenvielfalt ist im Transportersegment selbstverständlich
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Wo es bei Pkw nur Limousine und Kombi und vielleicht noch Coupé oder Cabrio gibt, ist die Variantenvielfalt bei den Nutzfahrzeugen viel größer. Der Vito wird in zwei Radständen, drei Längen und vier Gewichtsvarianten von 2,5 bis 3,2 Tonnen Gesamtgewicht als reiner Kastenwagen, als Mixto mit Doppelkabine und großem Laderaum sowie als Tourer für den Personentransport gebaut.

Die maximale Nutzlast liegt bei 1369 Kilogramm, es gibt bis zu neun Sitzplätze in drei Reihen und ein Ladevolumen bis zu 6,6 Kubikmetern.

Deutsch-französische Zwillinge
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Opel und Renault haben zum Herbst gemeinsam einen neuen Transporter auf die Räder gestellt, der bei der Marke aus Rüsselsheim wieder Vivaro heißt, auch der Trafic hält an seinem Namen fest. In Hannover wird es die Zwillinge Opel zufolge erstmals auch als Kombi für den Personentransport zu sehen geben.

Auch beim Antrieb sind die Varianten zahlreich
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Es gibt die Autos in zwei Längen mit etwa 5 und 5,40 Metern sowie mit zwei Dachhöhen und einer Palette neuer Dieselmotoren mit 1,6 Liter Hubraum: Mit einem Turbolader kommen die Aggregate auf 66 kW/90 PS und 85 kW/115 PS, als Biturbo leisten sie 88 kW/120 PS und 103 kW/140 PS.

Gegenüber dem Vorgänger sinke der Verbrauch um mehr als einen Liter auf bestenfalls weniger als sechs Liter.

Eine Nummer kleiner: Ford legt neben dem Bus Transit auch den Lieferwagen Courier neu auf.
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Bei Ford sind die jüngsten Neuzugänge im Segment der handliche Courier für den innerstädtischen Liefer- und Verteilerverkehr und die größere Spielart des Transit, die einen Nutzlastbereich bis zu zwei Tonnen abdeckt. Beide Fahrzeuge wird es in Hannover zu sehen geben.

Der Tristar ist ein Blick in die Zukunft des Bulli
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Mit der Studie Tristar Concept gibt VW auf der Nutzfahrzeug IAA 2014 einen Ausblick auf die sechste "Bulli"-Generation, die 2015 auf den Markt kommen soll.

Auch im Innenraum regiert der Luxus
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Innenansicht des Tristar Concept: Ambiente und Interieur der sechsten VW-Transporter-Generation, mit drehbaren Sitzen, viel Leder und schwenkbarem Multimedia-Tablet-Tisch, lassen sogar manche PKW ganz schön alt aussehen.

Nicht nur bei den Assistenten durften sich die Nutzfahrzeugingenieure im konzerneigenen modularen Querbaukasten-Zubehörprogramm bedienen. Bei der Neugestaltung der Armaturenbretter für Transporter und Multivan griffen sie auf bekannte Bedienelemente wie Drehregler, Schaltgriffe, Lüftungsdüsen aber auch auf unterschiedlichen Kunststoffqualitäten zurück.

Doch nicht nur gut sichtbare Elemente stammen aus dem großen Konzernfundus. Auch der Beifahrerairbag, der nun in den oberen Bereich des Armaturenbretts positioniert wurde, stammt daher. Neben dem Kostenvorteil durch große Stückzahlen ergibt sich für die Transporter-Kunden noch ein weiterer Vorteil: Mehr Ablagen konnten im Armaturenbrett realisiert werden.

Ebenfalls nachgelegt haben die VW-Macher bei den Sitzen. Diese wurden verbessert, ihre Einstellmöglichkeiten erweitert. Die optionalen Armlehnen sind höhenverstellbar. Erstmals steht ein elektrischer 12-Wege-Sitz für den Fahrer in den Aufpreislisten. In diesen findet man zudem ganz neu unter anderem Optionen wie die beheizbare Frontscheibe, elektrisch zu öffnende Heckklappe sowie neue, moderne Multimediasysteme.

Zu den Preisen macht VW noch keine Angaben. Eine Erhöhung dürfte sich allerdings angesichts des harten Wettbewerbsumfelds mit Mercedes Vito, Ford Transit Custom oder Opel Vivaro/Renault Traffic in Grenzen halten. Bislang kostete der T5 Kasten ab 23.375 Euro netto (30.196 Euro brutto), der Multivan startete ab 34.337 Euro.

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