Wachstum mit neuen Modellen Opel will zehn Prozent Marktanteil

27 neue Modelle und 17 neue Motoren sollen Opel helfen, künftig wieder Geld zu verdienen, und zu VW aufzuschließen. Die Rüsselsheimer setzen dabei auch auf das SUV-Segment. Aber nicht ausschließlich.
Update: 06.06.2014 - 10:46 Uhr 3 Kommentare
Fahrzeugmodelle von Opel auf der Leipziger Automesse AMI. Quelle: dpa

Fahrzeugmodelle von Opel auf der Leipziger Automesse AMI.

(Foto: dpa)

DüsseldorfOpel will mit neuen Modellen wachsen. Bis 2018 sollen insgesamt 27 Pkw und Nutzfahrzeuge auf den Markt kommen. Neben gelifteten und erneuerten Fahrzeugen gibt es auch ein paar richtige Neuzugänge in der Angebotspalette. Das geht aus der jüngsten Konkretisierung des Strategieprogramms "Drive 2022" hervor, in dem sich die deutsche GM-Tochter fünf große Ziele setzt.

So will das Unternehmen bis zum Jahr 2022 gemeinsam mit der britischen Schwestermarke Vauxhall einen Marktanteil von acht Prozent in Europa erreichen. Dabei setzt Opel auf profitables Wachstum: Für die Gewinn-Marge wird, gemessen am Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT), ein Wert von fünf Prozent angestrebt. Gleichzeitig will das Management die Qualität der Produkte sowie die Zufriedenheit von Kunden und Mitarbeitern weiter steigern.

Die strategische Prioritäten lauten: Modelle, Marken und eine verbesserte Marktdurchdringung. In den Jahren 2014 bis 2018 sind insgesamt 27 neue Modelle und 17 Motoren geplant. Den Start macht zum Jahreswechsel zunächst das in Europa wichtigste Modell der Marke – der Kleinwagen Corsa, der vor allem sparsamer und sicherer werden soll.

Ein Jahr später feiert das zweite wichtige Volumenmodell der Marke – der kompakte Astra – seine Messepremiere auf der IAA. Der Marktstart erfolgt kurz danach.

Zeitnah dürfte zudem der neue Einstiegs-Kleinstwagen kommen, der als preiswerte Alternative zum Lifestyle-Modell Adam positioniert wird und wohl den gemeinsam mit Suzuki gebauten Agila ersetzt.

2016 soll der Mini-Van Meriva neu aufgelegt werden, bevor 2017 das Mittelklassemodell Insignia in die zweite Runde geht.

Aber auch ganz neue Modelle sind geplant. So soll es erstmals ein richtiges Kompakt-SUV nach Tiguan-Zuschnitt geben. Auch ein großes SUV ist geplant, das dann unter anderem gegen den bereits von Konkurrent Ford angekündigten Edge antritt.

Nicht zuletzt überlegt man, mit einem luxuriösen Coupé wieder einen Angriff auf die gehobene Mittelklasse starten. Stilistisches Vorbild ist die Monza-Studie von der IAA 2013.

Opel träumt wieder von der Oberklasse
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Opel präsentiert auf der IAA mit dem Monza Concept seine Zukunfstvision. Motorisiert mit dem neuen Dreizylinder 1.0 SIDI Turbo, der in Frankfurt ebenfalls neu vorgestellt wird, soll der mit CNG-Range-Extender (Reichweitenverlängerer mit Erdgas) ausgerüstete und von einem Elektromotor angetriebene Monza eine gute CO2-Bilanz vorlegen.

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Die Außenmaße von 4,69 Meter Länge und 1,31 Meter Höhe sprechen eine dynamische Sprache, die mit 500 Litern Kofferraumvolumen nicht zu Lasten der Alltagstauglichkeit geht. Den Zugang erleichtern Flügeltüren, die bis zum Fond reichen. Das Konzept ist modular aufgebaut und lässt Freiraum bei der Antriebswahl.

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Die Monza-typische Bügelfalte, die vom 1986er Modell bekannt ist, kommt auch beim aktuellen Konzept Verwendung. Stromlinienförmig konzipiert knüpft er an die Designentwicklung der Insignia-Ära an.

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Im Innenraum ist Klassik nicht zu finden. Sprachsteuerung und Lenkrad-Fernbedienung sollen den Fahrer alles im Griff haben lassen. Eine von Tür zu Tür laufende Instrumententafel wird als Projektionsfläche genutzt und informiert zukunftsweisend und individuell. Mit LED-Projektoren – 18 Stück an der Zahl – wird ein Multifunktionsdisplay in 3-D aufgefahren. Die Optik und das Layout sind individuell anpassbar.

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Die Vernetzung über Smartphone ist ein zentraler Teil des Bedienkonzeptes. Der Benutzer kann den Kontakt zur Internet-Community halten und mit Freunden und Familie während der Fahrt in Kontakt bleiben. In drei von Opel konzipierten Erlebniswelten (Me, Us und All) kann das Kommunikationskonzept angepasst werden.

So kann der Fahrer sich entweder auf seine eigene Fahrt konzentrieren und die Verbindung zur Außenwelt weitgehend kappen (Me), mit einem bestimmten Personenkreis in Kontakt bleiben (Us) oder zum Beispiel die Routenplanung online mitteilen und austauschen, sowie Mitfahrgelegenheiten online bereitstellen (All) und so während der Fahrt Personen, die Teil der Car-Sharing-Community sind, spontan einsteigen lassen.

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Die für den Monza Concept verantwortlichen Designer im Team von Mark Adams (hier im Bild) setzen auf die Weiterentwicklung der aktuellen Designsprache, wie sie beispielsweise der Insignia verwendet. Die neuen Linien und Formen für die Zukunft sollen verdeutlichen, dass Opel keinesfalls gedenkt, als graue Maus des Massenherstellers aufzutreten. "Dies ist der nächste, selbstbewusste Schritt auf unserem Weg in die Zukunft", beschreibt Opel-Designchef Mark Adams.

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Die Zukunft Opels hängt von erfolgreichen Großserienprodukten sowie von überzeugenden Nischen-Produkten ab. Ein Coupé der Oberklasse scheint auf den ersten Blick weniger zukunftsweisend. Doch die Mission der Studie Monza Concept lautet: Image schaffen und neue Vokabeln für die künftige Desingsprache der Marke pauken. Schließlich haben Coupés aus Rüsselsheim jahrzehntelang in allen Klassen Trends gesetzt

Eine weitere strategische Priorität ist die Stärkung des Images als „emotionale“, „nahbare“ und deutsche Marke. Die Werte sollen unter anderem über technische Innovationen, deutsche Ingenieurskunst und ein gutes Preis-Wert-Verhältnis zur Geltung kommen. Für technische Innovationen steht beispielsweise Opel Onstar, die nächste Stufe der Fahrzeugvernetzung, mit der das Auto ab 2015 zum Knotenpunkt im Internet wird.

2022 Nummer zwei hinter VW?
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3 Kommentare zu "Wachstum mit neuen Modellen: Opel will zehn Prozent Marktanteil"

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  • Mit seinen Modellen kann Opel das schaffen. Mit seinen Händlern und dem dazugehörigem Service sicher nicht:
    Corsa D, 4 Jahre alt, 90.000km gefahren. Hinterer Radlauf rostet, Kostenübernahme für 70% der Lackierung. Alles andere müsste ich selber zahlen!? So nicht (mehr)!

  • Ein VW für 50.000 Euro.

    Das sind 100.000 Mark.

    Da fehlen mir einfach die Worte

    Ich weiß nicht, wenn ich kritisieren soll. Sie oder die Firma VW..

  • mh... ich denke, dass Opel mit seinen autos das potential dazu hat, es scheitert m.E. an den Händlern. Ich wollte vor zwei Monaten einen Zafira Tourer bestellen (Barzahlung, 41.000€ Listenpreis) und einen 3,5 jahre alten golf in zahlung geben.
    bei zwei opel händlern gewesen: totalausfall!

    am ende haben wir einen VW sharan für 50.000€ bestellt; und das lag im Endeffekt nicht am auto, sondern an der gesamterfahrung Auto-Händler!!
    sorry opel!

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