Weiteres Zulassungsplus
Branche mit IAA zufrieden

Als vollen Erfolg für die Branche hat die Autoindustrie die am Sonntag zu Ende gegangene Internationale Automobilausstellung (IAA) gewertet.

HB FRANKFURT. Die Besucherresonanz gebe Zuversicht für den weiteren Verlauf der Branchenkonjunktur, bilanzierte der Präsident des deutschen Verbands der Automobilindustrie (VDA), Bernd Gottschalk, in Frankfurt. Mit rund 940 000 Gästen sei die weltgrößte Automesse die zweitbeste IAA überhaupt gewesen. Die Autokonzerne seien mit dem Messeverlauf zufrieden. Ob sich diese positive Grundstimmung in einem nachhaltigen Aufschwung auf dem inländischen Automarkt niederschlage, bleibe abzuwarten.

"Aber klar ist, dass die IAA und die Modellerneuerung dem Automobilmarkt auch im September Rückenwind gegeben haben", zog Gottschalk Bilanz. Es gebe zwar noch keine abschließenden Zahlen zu den Pkw-Neuzulassungen, bislang zeichne sich jedoch wie in den Vormonaten auch ein klarer Zuwachs ab. "Bis heute haben wir ein Absatzplus von über elf Prozent oder 17 000 Pkw gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres erreicht. Für den gesamten September erwarte ich ein Zulassungsplus von mindestens sieben Prozent auf 250 000 Fahrzeuge", sagte Gottschalk. Damit werde in den ersten neun Monaten des Jahres der inländische Pkw-Absatz um etwa drei Prozent auf knapp 2,5 Mill. Fahrzeuge zugelegt haben. "Mit unserer Prognose für das Gesamtjahr von 3,3 Mill. Autos liegen wir damit gut auf Kurs", resümierte er.

Die deutschen Autobauer bauten demnach ihren Marktanteil im September aus. "Ihr Absatz stieg im bisherigen Monatsverlauf überdurchschnittlich um 14 %", sagte Gottschalk. Die Importeure hätten dagegen lediglich fünf Prozent zugelegt. "Diesen Erfolg konnten die deutschen Hersteller sowohl in der Oberklasse als auch im Volumenbereich und im Einstiegssegment erzielen."

Gottschalk bekräftigte, dass auch die deutsche Autoindustrie die Entwicklung sparsamer Fahrzeuge vorantreibe. "Wir lassen diese Option auch als deutsche Automobilindustrie nicht aus", sagte Gottschalk mit Blick auf die neue Hybrid-Technologie, eine Kombination aus klassischem Verbrennungs- und Elektromotor. Dies war, neben den stets gut besuchten Ständen der Hersteller von Sportwagen und Luxuskarossen, ein Schwerpunktthema der IAA. Hier geben allerdings die Japaner, allen voran Toyota, noch den Ton an.

Der VDA nutzte zum Abschluss der IAA die Gelegenheit, erneut Druck auf die Politik auszuüben. Gottschalk drohte zum wiederholten Mal damit, dass die Branche ihre Sparmaßnahmen weiter forcieren werde, wenn die künftige Bundesregierung - gleich welcher Couleur - den Reformprozess in Deutschland nicht vorantreibe. "Wenn sich die Rahmenbedingungen nicht verbessern, wird uns nichts anderes übrig bleiben, als unsere ohnehin schon hohen Anstrengungen zur Kostensenkung noch weiter zu verstärken", sagte er.

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