Welche Farbe ist verkaufsfördernd?
Autolack: Weiß wird überbewertet

Rund 48 Prozent der Autofahrer unterschätzen die Rolle der Fahrzeugfarbe beim Wiederverkauf - während andere zur Überschätzung neigen. Laut dem Gebrauchtwagenportal mobile.de kann aber allein die Wagenfarbe Preisunterschiede von bis zu 3 000 Euro beim Wiederverkauf ausmachen.

fgh KLEINMACHNOW-DREILINDEN/FLENSBURG. Von den 49,6 Prozent der insgesamt 1.060 Befragten, die der Farbe tatsächlich eine Bedeutung im Hinblick auf den Preis einräumten, überschätzten viele den Wert der Farbe ihres Fahrzeugs: So hoffte jeder dritte Halter eines Wagens in der Trendfarbe Weiß auf einen höheren Verkaufspreis. Laut "mobile.de" wird jedoch der überwiegende Anteil weißer Autos unter dem ermittelten Durchschnittspreis angeboten.

Eher verkaufsfördernd wirken sich silberne oder schwarze Lacke aus. So wird zum Beispiel ein schwarzer VW Passat aus den Baujahren 2000 bis 2005 für 3 000 Euro mehr als ein weißes Fahrzeug angeboten. Auch blauer Lack oder seltene Farben wie Lila können sich eher negativ auf den Preis auswirken. Nur elf Prozent der Befragten nahmen allerdings an, dass die Farbe ihres Wagens den Wert mindern könnte.

Trösten dürfte diejenigen, die sich gerade erst ein weißes Auto gekauft haben, dass die Umfrage natürlich nicht wiedergeben kann, ob Weiß nicht in drei bis vier Jahren die bisherigen Favoriten Silber und Schwarz abgelöst haben wird.

Denn die Farbvorlieben der Autofahrer haben sich über die Jahre immer wieder verändert. So waren nach den Statistiken des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) in Flensburg im Jahr 1996 noch fast 20 Prozent der Neuwagen in einem Grünton lackiert. Heute dümpelt der Grün-Anteil unter der Marke von fünf Prozent.

Rot wiederum kratzte noch 1992 fast an der 30-Prozent-Grenze. Seitdem allerdings ging es ständig bergab - seit 2002 hat sich auch diese Lackfarbe bei fünf Prozent eingependelt.

Ganz anders sieht es bei Schwarz aus: 1991 war ein schwarzes Auto die absolute Ausnahme, nicht einmal drei Prozent der Neuwagen waren so lackiert. Danach ging es stetig bergauf. 2005 konnte der schwarze Lack die 25-Prozent-Marke beim Anteil an den Neuwagen-Lackierungen überschreiten. Noch weiter schaffte es allein die Farbgruppe Grau, zu der neben dunklen Grautönen vor allem Metallicfarben wie Silber gehören. 2004 wurde hier ein Anteil von mehr als 45 Prozent erreicht.

Auch im Jahr 2008 waren Silber und Schwarz noch die bestimmenden Themen in Sachen Lackfarben. Von den 2 110 089 zwischen Januar und August neu zugelassenen Fahrzeugen waren 791 225 in einer Farbe aus der Gruppe Grau lackiert, 660 302 waren Schwarz. Auf den Plätzen folgen mit großem Abstand Blau (284 368), Rot (121 046) und das seit einiger Zeit wieder trendige Weiß (118 034). Nur 3 518 Käufer hatten dagegen den Mut, ihrem Wagen in Lila oder Violett zu bestellen.

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