Welcher Autokonzern ist am innovativsten?
Schnellbremser und Selbstparker

Chauvis werden sagen: Darauf hat die Frauenwelt gewartet. Der VW Touran verfügt über einen Parkassistenten, der den Wagen automatisch rückwärts in die Lücke fährt. Das System verwendet Kameras und Computerberechnung. Technische Neuerungen wie dieser Parkassistent machen Volkswagen zum innovativsten Autokonzern des vergangenen Jahres.

Das ist zumindest das Ergebnis eines Rankings des Centers of Automotive an der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach. Die Wissenschaftler haben 330 Innovationen der 17 großen Autokonzerne untersucht und nach den Kriterien Menge, Bedeutung und Praxisreife bewertet.

Im Vorjahresranking hatte VW noch Platz drei belegt.

Toyota überwacht Verkehr

VW verdrängt damit Daimler-Chrysler von Platz eins. Der schwäbische Autohersteller rangiert nur noch auf Platz drei. Den zweiten Rang belegt, wie schon im Vorjahr, Toyota, auf Platz vier liegt BMW. Am Ende der Vergleichstabelle steht neben Hyundai, Suzuki, Fiat und Subaru auch eine deutsche Auto-Ikone: Porsche. Die Studie bescheinigt dem Sportwagenhersteller, ebenso wie den anderen Herstellern auf den hinteren Plätzen, eine „sehr geringe Innovationsstärke“.

Punkte sammelte Spitzenreiter Volkswagen auch mit dem Geländewagen Touareg. Der ist mit einem „Gelände-ABS“ ausgestattet, bei dem die Verzögerungsenergie genutzt wird, die aus Häufchen aus Stein oder Sand entsteht, die sich vor den bremsenden Rädern bilden. Punkte gab es auch für ein 1000-Watt-Musiksystem, das VWs Edeltochter Audi zusammen mit dem Hifi-Spezialisten Bang und Olufsen anbietet.

Weniger der Unterhaltung als der Sicherheit gilt eine der 16 Weltneuheiten, die die Nummer zwei im Ranking, Toyota, im vergangenen Jahr eingeführt hat: Die Japaner entwickelten ein System, das den rückwärtigen Verkehr überwacht und bei Gefahr eines Heckaufpralls automatisch Vorsorgemaßnahmen in die Wege leitet, in dem etwa die Gurte gestrafft werden.

Die Japaner punkten überdies mit dem Estima Hybrid, dem ersten Van mit weiterentwickeltem Hybridantrieb, der ihn zum Sparsamsten seiner Klasse macht.

Zwar hat Toyota den Sprung an die Spitze des Rankings verpasst, doch zumindest in einem Bereich liegt der bald weltgrößte Autohersteller schon jetzt klar vorne: Rund 50.000 Patente hat Toyota zwischen 2000 und 2006 veröffentlicht und damit so viele wie Daimler-Chrysler, Volkswagen und BMW zusammen.

Die Bayern punkteten unter anderem mit dem„Turbosteamer“. Dieses System verwendet die Reibungshitze des Motors, die normalerweise ungenutzt verpufft oder allenfalls für die Auto-Heizung genutzt wird. Beim „Turbosteamer“ wird dem Motor ein Hochtemperatur-Kreislauf hinzugefügt, dessen moderne Dampfmaschine die Reibungshitze für den Antrieb des Hauptaggregats verwendet.

Ford hat Rückbank im Blick

Der Oberklasse-Konkurrent Mercedes bekam von den Bergisch Gladbacher Forschern unter anderem Lob und Punkte für das Bluetec- System, den saubersten Diesel der Welt, der in der E-Klasse zum Einsatz kommt, sowie für die Pre-Safe- Bremse, die im Gefahrenfall automatisch das Tempo verringert.

Um Unfälle auf der Rückbank zu vermeiden, etwa bei Kleinkindern, bietet Ford die so genannte „Reflex Camera“ an. Diese am Rückspiegel befestigte Kamera behält den hinteren Fahrgastraum im Blick, das Bild sieht der Fahrer auf einem Monitor im Armaturenbrett.

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