Weniger störanfällig
Mehr Elektronik macht Autos zuverlässiger

dpa/tmn LANDSBERG. Autos sind durch die Zunahme der elektronischen Steuerung von Fahrzeugkomponenten nicht unzuverlässiger geworden. „Die Fahrzeuge sind heute so zuverlässig wie noch nie“, sagt Magnus Geißler vom ADAC-Technikzentrum im bayrische Landsberg.

Ein Totalausfall der Bordelektronik, wie er sich in der Nacht zum Donnerstag (2. August) auf der A 31 nahe Dorsten in Nordrhein-Westfalen ereignet hatte, sei eine extrem seltene Ausnahme. „Ich habe noch nie von einem ähnlichen Fall gehört“, sagt Geißler.

Problematisch sei jedoch, dass die Bordelektronik von Autos im Gegensatz zu Flugzeugen nicht doppelt abgesichert ist. Eine Störung könne sich deshalb sehr unangenehm für den Fahrer auswirken, erklärt Geißler. So lassen sich zum Beispiel manche Wagen bei einem Ausfall der Elektronik nicht mehr von innen entriegeln. Der störungsanfälligste Teil der Bordelektronik bleibe aber mit Abstand die Batterie, erklärt der Fahrzeugtechniker. Neben Reifenschäden sei eine defekte Batterie die häufigste Pannenursache.

Das verbreitete Vorurteil, durch die Zunahme der Elektronik habe die Störungsanfälligkeit zugenommen, führt Geißler darauf zurück, dass es heute kaum noch Bereiche gibt, die unabhängig von Elektronik sind. Somit werde jedes Problem mit ihr in Verbindung gebracht. Zudem sei es nicht mehr wie früher möglich, kleinere Schäden selbst zu reparieren. Die Ursachen von Problemen müssten bei modernen Wagen in der Regel systematisch gesucht werden.

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