Wenn das Auto die Waschmaschine antreibt
Mitsubishi E-Autos als Stromspeicher

Elektroautos sollen nicht nur umweltfreundlich fahren, sondern auch als Stromspeicher fungieren. Wissenschaftler haben hierfür eine Lösung gefunden.
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Ein Elektroauto, das einen Haushalt mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgt – dieser Vision von Energie-Experten sind Wissenschaftler der Hochschule Würzburg-Schweinfurt nun einen Schritt näher gekommen. Sie haben den Prototyp einer Powerbox entwickelt, der ein E-Auto bidirektional an das Stromnetz eines Hauses anbindet. Die Energieübertragung kann also in beide Richtungen erfolgen: Das Auto, im Versuch ein E-Mobil von Mitsubishi, kann normal aufgeladen werden; es kann aber auch Energie zurückspeisen und so als Stromspeicher fungieren.

Blickt man mit den Augen eines Experten für erneuerbare Energien auf Elektroautos, so sind sie nicht nur eine umweltfreundliche Mobilitätsalternative, sondern immer auch eine Möglichkeit Strom zu speichern. Kann doch erneuerbare Energie nur zu bestimmten Zeiten produziert werden – dann zum Beispiel, wenn der Wind weht oder die Sonne scheint -, was aber nicht zwingend mit den so genannten Lastspitzen im Netz zusammen fällt.

Autos wie der Elektro-Kleinstwagen Mitsubishi Electric Vehicle (früher: i-MiEV) und das SUV Outlander Plug-in-Hybrid können bereits serienmäßig bidirektional laden. Bisher fehlte nur die Schnittstelle, die diese Fahrzeuge effektiv in intelligente Stromnetze (sogenannte Smart Grids) einbindet. Der Prototyp der FH Würzburg-Schweinfurt ermöglicht nun erstmals das gesteuerte Laden und Entladen der Elektrofahrzeuge.

Das hat zum Beispiel ganz konkret für Privatleute mit einer Photovoltaik-Anlage den Vorteil, dass sie ihren bei Sonnenschein produzierten Strom im Auto zwischenspeichern können und bei Bedarf wieder einspeisen. Theoretisch könnte der Akku eines Mitsubishi Electric Vehicle einen Haushalt ein bis zwei Tage komplett mit Strom versorgen, so der Hersteller. In einem größeren Maßstab betrachtet könnten Elektroautos deutschlandweit als Pufferspeicher für erneuerbare Energien dienen, so die Vision, die immer wieder im Zusammenhang mit den von der Bundesregierung angestrebten Million Elektroautos bis zum Jahr 2020 zitiert wird.

In Japan bietet Mitsubishi bereits seit knapp zwei Jahren ein ähnliches Gerät für die dortigen Energienetze an, dort kostet die Powerbox umgerechnet gut 1.000 Euro. Für den hiesigen Markt müsste sich laut Mitsubishi noch ein Unternehmen finden, das den Prototyp in Serie umsetzt.

Kommentare zu " Wenn das Auto die Waschmaschine antreibt: Mitsubishi E-Autos als Stromspeicher"

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  • @Holger29
    Ihre Informationen sind veraltet.
    Die Kosten belaufen sich momentan auf 400 EUR/kWh (für den Tesla; s. http://www.heise.de/tp/artikel/40/40312/1.html) und es werden ca. 5000 Zyklen garantiert. Jetzt rechnen Sie bitte noch einmal.

  • Li-Ionen Batterien mit der Speicherkapazität von 1 kWh kosten ca. 1000$. Bleibatterien sind günstiger, sind aber aufgrund des Gewichts weniger für Autos geeignet.

    Gem. diverser Angaben von Herstellern beträgt die Lebensdauer einer Li-Ionen Batterie ca. 2000 Zyklen bei hälftiger Entladung. Gem. einer Studie zu den Tesla Batterien erreichen diese eine Lebensdauer von durchschnittlich 600 Zyklen.

    Damit ergeben sich Speicherkosten von vorsichtig geschätzt 60c/kWh.

    Wenn man dies mit den Kosten "Erneuerbarer Energien", den Verlusten für die Gleich/Wechselrichtung, Herunter-/Hochtransformation addiert erhält man einen sehr ökologischen Strompreis.

    Es handelt sich um einen Oekowohlfühlbericht für Politiker von politischen Oekowissenschaftlern die bei Bedarf auch Waldsterben, Klimawandel, "Erneuerbare Energien" und andere erfrischende Erkenntnisse generieren.

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