Wertverlust Autofahren wird immer teurer

Wer einen Neuwagen wiederverkauft, der macht heute deutlich höhere Verluste als früher. Deswegen wird das Autofahren immer teurer. Hohe Ölpreise oder Werkstattkosten sind hingegen eher gefühlte Belastungen.
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Immer mehr Geld aus der Gesamtkasse für das Autofahren fließt an die Hersteller. Verlierer sind vor allem die Werkstätten. Quelle: dpa

Immer mehr Geld aus der Gesamtkasse für das Autofahren fließt an die Hersteller. Verlierer sind vor allem die Werkstätten.

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HamburgAutofahren wird immer teurer, weil die Kunden beim Wiederverkauf der Neuwagen deutlich höhere Wertverluste wegstecken müssen. Angebliche Abzocke der Ölmultis oder horrende Werkstattrechnungen sind dagegen eher gefühlte Belastungen als, als dass sie in nackten Zahlen nachzuweisen wären.

Das hat eine umfassende Berechnung der sogenannten Vollkosten des Autofahrens von 1980 bis heute ergeben, die am Montag von der Unternehmensberatung Progenium veröffentlicht wurde. Im Kern sagt die Untersuchung: Immer mehr Geld aus der Gesamtkasse für das Autofahren fließt an die Hersteller. Verlierer sind vor allem die Werkstätten.

Die auf die Autobranche spezialisierten Berater haben sich drei Klassiker der deutschen Fahrzeugindustrie genauer angesehen: Den Kleinwagen VW Polo, den 3er BMW in der Mittelklasse und die S-Klasse im obersten Segment. Ergebnis: Die sogenannten Vollkosten eines VW Polo stiegen seit 1980 inflationsbereinigt um 9 Prozent, das Fahren des 3ers wurde 34 Prozent teurer und die Vollkosten einer Mercedes S-Klasse stiegen um 98 Prozent.

Die Münchener Berater haben alle Kosten des durchschnittlichen Autobetriebs von der Anschaffung über Steuern, Versicherung, Benzin, Reparaturen bis zur Straßenkarte über 32 Jahre ermittelt und mit den jeweiligen Nettohaushaltseinkommen der Jahre verglichen.

Ergebnis: Die Hauptlast ist nicht wie oft angenommen die Tankrechnung, sondern der Wertverlust. Weniger Geld als früher fließt dagegen an Werkstätten und die Reifenbranche, während die Kosten für Benzin, Schmieröl und Ähnliches weitgehend gleich geblieben sind.

„Den Automobilkonzernen ist es gelungen ihren Anteil am Kuchen der Ausgaben der Autofahrer deutlich zu steigern“, stellte Progenium-Geschäftsführer Kilian Frühauf fest. Allerdings bekommen die Kunden dafür auch bessere Autos als noch 1980: Die Autobauer haben „über Sprit sparende Technologien sowie bessere Qualität der Fahrzeuge die Kosten für Betrieb, Werkstatt und Reifen“ verringert, sagte Frühauf.

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7 Kommentare zu "Wertverlust: Autofahren wird immer teurer"

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  • Einen Polo von heute kann man wohl eher mit dem Golf von vor 30 Jahren vergleichen. Wenn die Autos zuverlässiger und sparsamer werden, sinken natürlich die Verbrauchs- und Wartungskosten. So betrachtet erzählt der Artikel nur Trivialitäten.

    Ich frage mich immer wieder, warum irgend jemand mehr als 20.000 EUR für einen PKW ausgibt - sicher nicht, um von A nach B kommen zu können. Was Größeres braucht vielleicht eine Familie mit mehr als zwei Kindern - aber wo gibt's die noch? Ich sehe auf der Autobahn aber massenweise 2,5-Tonner, in denen eine einzige Person sitzt.

    Ich fahre jedenfalls mit Vollkosten von weniger als 25 ct/km, wovon 8ct/km Wertverlust sind und ich gut 5 l Diesel auf 100 km brauche. OK, ich fahre zwischen 30.000 und 40.000 km/a.

  • Ich glaube Sie haben keine VW, oder?? wir haben auch eine VW in der Firma und der hat bei jeder Inspektion bisher die Volvo-Preise problemlos übertroffen..

    Die Inspektion kann ich mir schon noch leisten auch die 10 Liter Verbrauch, ABER: die Hersteller dürfen sich doch nicht wundern, wenn kein Privater mehr ihre Dienste in Anspruch nimmt. Übertragen auf den PC Markt würde das heißen: nur Firmen kaufen PC´s und Private kaufen ihnen dann 3-4 Jahre alte PC`s ab..unvorstellbar, oder?

    Für mich ziehe ich den Schluss daraus: da werden riesige Spannen gefahren..sei es drum..

  • "wegen der deutlich höheren Qualität sind die Wagen aber deutlich besser in Schuss als Gebrauchtwagen es früher waren."

    Ah ja? Und deshalb denkt Politik also jetzt an jährlichen TÜV für Autos ab 7 Jahren? Weil die Gebrauchtwagen heute doch besser in Schuss sind als früher?

  • Traue keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast...

  • Früher (zu DM Zeiten) wären Preisschwankungen von 3 Pfennig undenkbar gewesen (ca. 1,5 cent heute!).
    Wir sind zu tollerant.

  • Wenn man sich ein Volvo XC90 leisten kann, dann ist das nicht viel. Kauf dir ein Golf und es würde dich dann nur vielleicht 500 kosten.

  • Ich fahre jetzt mit meinem Volvo XC90 zur Inspektion...180tkm hat die Kiste drauf. Inspektionskosten (ohne Verschleissteiel) 1150 brutto, da der Zahmriehmenwechsel ansteht. Welche Privatperson kann sich das leisten?

    weiterhin: ich bin jtzt 18 Tage in Canada unterwegs gewesen. Wie kann es sein, das sich dort nur 3x in der ganzen Zeit der Preis für Benzin geändert hat? Sprit kostet dort bei allen Anbietern gleich viel..unterschiede gibt es erst, wenn man Distanzen von 200-300zurückgelegt hat?

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