Wie Volvo C30
Pariser Salon zeigt Neuheiten der Kompaktklasse

dpa/gms PARIS. Visionäre Studien, glamouröse Luxuslimousinen und spektakuläre Sportwagen stehen bei jeder Automesse im Mittelpunkt. Doch ihren Umsatz machen die Hersteller meist nicht in den teuren und exotischen Nischen, sondern in den so genannten Volumensegmenten.

Das gilt vor allem für die „Golf-Klasse“. Kein Wunder also, dass auf dem Pariser Automobilsalon viele Anbieter Neuheiten für die Kompaktklasse präsentieren. Während die deutschen Marken und ihre französischen Wettbewerber nahezu unverändert ins neue Modelljahr gehen, rücken vor allem Außenseiter und Neueinsteiger mit ihren Entwürfen nach.

Dazu gehört zum Beispiel Volvo. Der neue C30 soll künftig die Modellpalette nach unten abrunden. Den „schwedischen Bruder“ des Ford Focus gibt es ausschließlich als sportlichen Zweitürer mit vier Sitzen, der mit einem steilen Heck und einer großen Glasklappe stilistische Anleihen am legendären „Schneewittchensarg“ nimmt. Der C30 ist laut Volvo gut 20 Zentimeter kürzer als das bisher kleinste Volvo-Modell S40 und wird zu Preisen ab 18 600 Euro angeboten.

Während Volvo in diesem Segment ganz neu ist, plant in Italien Lancia ein Comeback in der Kompaktklasse. Eine Vorstellung von einem möglichen Serienmodell ermöglicht die vor wenigen Wochen erstmals enthüllte Studie Delta HPE mit vier Türen und steilem Heck. Während dieses zum 100. Geburtstag der Marke vorgestellte Schaustück noch keine endgültige Produktionsfreigabe hat, bereitet die Konzernmutter Fiat definitiv den Modellwechsel in der „Golf-Klasse“ vor und legt letzte Hand an den Nachfolger des Stilo. Dieses Modell soll wie der Vorvorgänger wieder den Namen Bravo tragen und nach heutigem Stand Ende des Jahres auf der Motorshow in Bologna präsentiert werden.

Einen neuen Anlauf in der „Golf-Klasse“ nimmt auch Nissan, wo in diesem Herbst der Qashqai den Almera beerbt. Das neue Modell rückt dem Hersteller zufolge optisch in die Nähe eines Geländewagens und soll sich mit erhöhter Sitzposition und neuem Design vom konventionellen Steilheck abheben. Auf Wunsch soll es den Wagen auch mit Allradantrieb geben. Die Preise beginnen nach Angaben der Deutschlandzentrale in Brühl bei Köln bei rund 19 000 Euro.

Ebenfalls noch in diesem Jahr will Kia den C'eed auf den Markt bringen. Zunächst soll es das in Europa entworfene und gebaute Kompaktmodell der Koreaner ausschließlich als Fünftürer geben. In Paris steht jedoch bereits ein seriennaher Kombi für die zweite Hälfte des kommenden Jahres. Die gezeigte Studie eines sportlichen Dreitürers soll ebenfalls in Serie gehen. Preise für den C'eed gibt es noch nicht. Immerhin hat Kia aber bereits die Garantieleistungen bekannt gegeben: Mit einer Laufzeit von sieben Jahren oder 150 000 Kilometern übertreffen diese die Werte der Konkurrenten.

Mit einem neuen Modell im Format des C'eed wird auch Hyundai im Jahr 2007 antreten. Einen ersten Ausblick auf das Fahrzeug stellt in Paris die Studie Arnejs dar. Angeboten werden soll zunächst ein Fünftürer, später sind aber auch ein Kombi und erstmals ein Cabrio- Coupé angedacht.

Die wohl wichtigste Kompaktklasse-Neuheit des Salons steht aber auf dem Toyota-Stand. Dort feiern die Japaner die Premiere des 4,23 Meter langen Auris, der 2007 den Corolla beerben soll. Die seriennahe Studie nimmt optisch einige Anleihen beim „kleinen Bruder“ Yaris und wird nach Informationen aus Unternehmenskreisen zunächst als Drei- und Fünftürer starten. Alle weiteren Details zu ihrem neuen Hoffnungsträger haben die Japaner aber offensichtlich dort gelassen, wo sie vor der Premiere des in Gold lackierten Showcars mitten auf der Bühne auch das Auto geparkt hatten: in einem großen Tresor.

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