Wiederauferstehung der Marke Saab
Teurer Fan-Spaß

Volvo ist nicht mehr der einzige schwedische Autohersteller – Saab ist wieder da. Ab Dezember können Schweden einen 9-3 aus heimischer Produktion kaufen. Allerdings nicht gerade zu einem Schnäppchenpreis.
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Im Saab-Werk im schwedischen Trollhättan ist nach zweieinhalb Jahren Stillstand der erste Serien-Saab vom Band gelaufen. Die Limousine ist eine Wiederauflage des bis zum Konkurs der Firma 2011 gebauten Saab 9-3. Der neue Besitzer National Electric Vehicle Sweden (NEVS) hat für kommendes Frühjahr ein Elektroauto auf dieser Basis angekündigt. Verkauft werden sollen beiden Modelle allerdings nur an einen begrenzten Kundenkreis.

Denn die zehn Limousinen, die derzeit pro Woche vom Band laufen, sind hauptsächlich für den chinesischen Markt vorgesehen. Es handelt sich dabei mit kleinen technischen Updates um den 9-3, der 2002 auf den Markt kam und 2007 ein Facelift erhielt. Er wird angetrieben von einem 162 kW/220 PS starken 2,0-Liter-Turbobenziner.

Eine kleine Anzahl der Autos will NEVS ab dem 10. Dezember in Schweden über das Internet verkaufen. Kostenpunkt: umgerechnet rund 31.400 Euro für das Modell mit Handschaltung, 32.500 mit Automatikgetriebe. Nicht wirklich günstig für ein Fahrzeug, das veraltete Technik nutzt. Zum Vergleich: Ein aktueller VW Passat mit 155 kW/200 PS ist ab rund 33.500 Euro zu haben. Die vergleichbaren Premium-Wettbewerber Audi A4 (165 kW/225 PS) und Volvo S60 (132 kW/180 PS) kosten rund 36.000 beziehungsweise 33.300 Euro.

Die schwedische Traditionsmarke Saab gehörte bis Anfang 2010 zu General Motors und wurde dann vom kleinen niederländischen Sportwagenbauer Spyker übernommen. Ende 2011 musste Saab jedoch Insolvenz beantragen. Im Juni übernahm NEVS, ein chinesisch-japanisches Konsortium, die Marke. Die Elektroversion des Saab 9-3 ist zunächst für den chinesischen Markt vorgesehen. Laut NEVS gibt es bereits eine Bestellung von 200 Stück, die im Frühjahr 2014 ausgeliefert werden sollen.

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