Winterreifen
Handelsverband rechnet mit Lieferengpässen

Wird der Winter 2010/2011 so hart wie der vergangene, drohen deutschen Autofahrern Lieferengpässe bei der Beschaffung der Witterung entsprechender Bereifung. Laut Hans-Jürgen Drechsler, Geschäftsführer des Bundesverbandes Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk, zeichneten sich bereits jetzt Schwierigkeiten ab.
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HB BONN/BERLIN. Winterreifen könnten nach Verbandsmeinung in Deutschland knapp werden. „Es zeichnen sich schon jetzt Engpässe für den Fall ab, dass wir wie 2009 einen intensiven und langanhaltenden Winter bekommen“, sagte Hans-Jürgen Drechsler, Geschäftsführer des Bundesverbandes Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk, der Zeitung „Automobilwoche“ (Montag). Europas größter Reifenhersteller Continental rechnet ebenfalls mit starker Nachfrage.

„Wir gehen davon aus, dass in Deutschland insgesamt rund 350 000 Winterreifen mehr in die Lager geliefert wurden als im letzten Winter“, sagte Conti-Vorstand Nikolai Setzer der „Automobilwoche“.

Die Gesamtnachfrage werde voraussichtlich bei rund 24,1 Mio. Winterreifen liegen. Preiserhöhungen bei Winterreifen seien nicht geplant. Continental hatte kürzlich bekanntgegeben, die Listenpreise für Sommerreifen zum 1. Januar 2011 um durchschnittlich fünf Prozent zu erhöhen.

Angesichts der geplanten neue Winterreifen-Pflicht werde die Nachfrage weiter wachsen, sagte auch Rainer Binder, Chef des Internet-Reifenhändlers Delticom: „Es werden wohl während der laufenden Saison nicht mehr alle Marken und Profile in jeder Größe verfügbar sein“, sagte er der Zeitung.

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