Wirtschaftswoche
Nissan-Luxusmarke startet 2008 in Westeuropa

Die vorrangig in den USA erfolgreiche Luxusmarke Infiniti des japanischen Autoherstellers Nissan soll voraussichtlich 2008 in Westeuropa eingeführt werden und damit nach Informationen der WirtschaftsWoche verstärkt der Luxusmarke Lexus von Toyota Konkurrenz machen.

DÜSSELDORF. "Noch ist nichts entschieden, aber ich hoffe, dass wir 2008 mit Infiniti auf den westeuropäischen Markt kommen können. Dann ist der jetzige Dreijahresplan abgeschlossen, und dann sollten auch die Dieselmotoren verfügbar sein, die wir dafür dringend brauchen", sagt Nissan-Europachef Brian Carolin der WirtschaftsWoche.

Verkauft werden sollen die Autos über ein separates Händlernetz. Bereits von 2006 an werden die Japaner ihre Luxusmarke in Russland anbieten. "Russland ist ein sehr guter Markt für Autos mit Benzinantrieb, außerdem verkaufen wir dort über freie Importeure bereits beachtliche Stückzahlen", sagt Carolin.

Nissan hatte in dieser Woche bereits bekannt gegeben, dass die planmäßige Einführung von Infiniti auf dem ukrainischen Markt auf Ende 2007 festgesetzt wurde. Damit wird die Ukraine nach Russland das zweite osteuropäische Land sein, in dem die Nissan-Premiummarke offiziell vertrieben wird.

Gegenwärtig ist Nissan Motor Ukraine, die im April 2005 gegründet wurde, auf der Suche nach möglichen Infiniti-Partnern. Die erste Dependance des ukrainischen Händlernetzes soll im Großraum Kiew eröffnet werden.

1989 in den USA gegründet, entwickelte sich Infiniti in den vergangenen Jahren eigenen Angaben zufolge zu einer der am schnellsten wachsenden Premiummarken. Nachdem in Taiwan und im Mittleren Osten schon seit einigen Jahren Infiniti-Fahrzeuge verkauft werden, folgte im August 2005 die Markteinführung in Korea. Neben den bevorstehenden Gründungen der russischen und ukrainischen Vertriebszentren steht ebenfalls fest, dass in naher Zukunft die Märkte China und Japan erschlossen werden.

Nissan in Europa auf Rekordkurs

Der japanische Renault-Partner Nissan befindet sich in diesem Jahr in Europa auf Rekordkurs. Mit Ausnahme von Deutschland seien alle Märkte rentabel, sagte der Chef von Nissan Europe, Dominique Thormann, kürzlich der Pariser Finanzzeitung „La Tribune“. Erst 2002 hatte der Autokonzern erstmals in Europa Geld verdient. Der Absatz werde 2005 von 540 000 auf 553 000 Fahrzeuge steigen, sagte Thormann. Vor allem in Mittel- und Osteuropa samt Russland brummt das Geschäft. Schwächen zeigt der Absatz nur in Deutschland und Italien, wo ebenfalls kaum Gewinne gemacht werden. Renault ist an Nissan mit 44 Prozent beteiligt.

Link:
»www.infiniti.com

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