Dann müssen die Autohersteller nachweisen, dass ihre Motoren die Abgasgrenzen auch im Alltag einhalten, was vielen derzeit kaum gelingen dürfte. "Das schaffen sie nur, wenn regelmäßig Harnstoff eingespritzt wird", sagt Reinhard Kolke, Chef des ADAC-Technikzentrums in Landsberg am Lech. Dann müssen die Autofahrer auch die leeren Harnstofftanks bei jedem zweiten oder dritten Tankstopp auffüllen. Auch für Kolke ist daher klar: „Der Siegeszug des Diesel ist vorüber.“
Wie sehr ein Auto die Luft verpestet, hängt davon ab, was unter der Haube steckt. Denn je nach Motor stößt ein Wagen unterschiedlich viele Feinstaub-Partikel (PM) und Stickstoffdioxide (NO2) aus. Hier ein Überblick über das Abgasverhalten verschiedener Motoren.
Moderne Benzinmotoren werden durch Direkteinspritzung zwar sparsamer gegenüber der Vergaser-Technik - und damit wird auch ihr CO2-Ausstoß gesenkt. Doch haben die Einspritzmotoren oft einen höheren Feinstaub-Ausstoß. Nach einer Untersuchung der Deutschen Umwelthilfe stoßen sie eine sehr hohe Zahl an ultrafeinen Partikeln aus, die massive gesundheitliche Folgen für die Atemwege und das Herz-Kreislauf-System haben können. In der Untersuchung kam heraus: Benzinfahrzeuge überschritten den aktuellen Grenzwert für Dieselfahrzeuge teils um das Sechsfache.
Trotz Rußpartikelfilter - Selbstzünder sind laut Verkehrsclub Deutschland (VCD) die weniger sauberen. Der Grund: Ihr aktueller Grenzwert nach Euro-5-Norm ist beim Ausstoß von Stickoxiden (NOx) dreimal höher als bei Ottomotoren. Demnach dürfen Diesel bis zu 180 mg/km an Stickoxiden ausstoßen, während der Vergleichswert bei Benzinern bei 60 mg/km liegt. Bei den Feinstaubpartikeln liegen beide Verbrennungsprinzipien mit erlaubten 5 mg/km gleichauf. Diesel-Pkw können die aktuelle Euro-5-Norm nur mit Hilfe eines Partikelfilters erreichen.
Erdgas gilt unter den fossilen Treibstoffen in der Expertenwelt als der sauberste. So stoßen Fahrzeuge, die CNG (Compressed Natural Gas) tanken, noch weniger Stickoxide aus als Benziner. Der TÜV Süd nennt gegenüber Benzinern eine Reduktion um bis zu 60 Prozent, bei LPG seien bis zu 15 Prozent weniger möglich. Erdgasautos emittieren zudem fast gar keine Rußpartikel.
Auch Hybridfahrzeuge müssen die Abgasnormen der EU einhalten. Generell lässt sich dem VCD zufolge sagen, dass Dieselhybride, wie sie neuerdings angeboten werden, mehr Schadstoffe ausstoßen als Benzinhybride. Fahren sie im rein elektrischen Modus, stoßen sie keine Schadstoffe aus - doch liegt die Reichweite für den E-Modus meist nur bei wenigen Kilometern. Dann springt der Verbrenner an. Elektroautos stoßen während der Fahrt zwar keinerlei Schadstoffe aus. Doch bei ihrer industriellen Fertigung und bei der Stromerzeugung werden ebenfalls Rußpartikel und Stickoxide erzeugt.
Dieselfahrzeuge verkaufen sich überall dort gut, wo Staaten ihn mit Steuernachlässen auf den Kraftstoff subventionieren. Fast jedes zweite neue Auto in Deutschland, Österreich, Frankreich und den Niederlanden ist daher ein Diesel. In Belgien haben gar drei von vier neuen Autos einen Dieselantrieb. Dass dies ein künstlicher Boom ist, zeigt der Blick in die Schweiz oder nach Großbritannien, wo die Kraftstoffe gleich besteuert werden: Hier liegt der Dieselanteil unter 30 Prozent.
Dabei gibt es für Steuernachlässe keinen Grund. Diesel stößt wegen seines höheren Energiegehalts sogar mehr CO 2 aus als Benzin. Der litauische EU-Steuerkommissar Algirdas Semeta machte sich daher für eine europaweit einheitliche Besteuerung für Diesel und Benzin stark. Damit legte er sich gleich mit zwei mächtigen Lobbygruppen an: den Autoherstellern und den Autofahrern. „Abzocke“ war noch die harmloseste Beschimpfung, die er für den Vorschlag kassierte.
Semetas Vorstoß, die Steuern für Diesel bis zum Jahr 2023 anzuheben, scheiterte daher Mitte April vorerst im EU-Parlament. Vom Tisch ist das Thema damit aber nicht. "Der Vorschlag kommt wieder", glaubt der selbstständige Berliner Technologieberater Peter Wandt. Denn an der Besteuerung von Energie nach ihrer Umweltfreundlichkeit führe mittelfristig kein Weg vorbei.
„Dieselmotoren bis 1,6 Liter Hubraum verschwinden mittelfristig vom Markt“, sagt Burkhard Göschel, Chef-Techniker beim kanadisch-österreichischen Zulieferer Magna und einst Chef-Entwickler bei BMW. Die Konkurrenz ist zu groß.

wasserstoff ist mit sicherheit nicht DIE technology...
Schauen sie sich doch mal die Prozesskette bei der Erzeugung von Wasserstoff an:
erzeugung von H2: Wasserstoffelektrolyse Wirkungsgrad 0,7
Kompression bzw. verflüssigung des H2 um es sinnvoll lager und transportierbar zu machen... 0,7-0,8
Wirkungsgrad der mobilen Brennstoffzelle: 0,4
Wirkungsgrad des Elektromotors: ~0,9
macht am ende einen Gesamtwirkungsgrad von 0,17
da ist jeder drittklassige Benziner besser.
Der Umweg über eine Brennstoffzelle wird langfristig (zumindest im PKW verkehr) keinen Sinn machen, da viel zu teuer.
Die Lebensdauern von Brennstoffzellen sind ebenfalls noch nicht lang genug.
Ich prophezeihe: eh die Brennstoffzelle ihre Marktreife zu sinnvollen Kosten erreicht hat ( 2020?!) ist die batterietechnology soweit fortgeschritten (lithium-Luft technology) das man auf einen Zwischenschritt Brennstoffzelle im Personenverkehr verzichten kann und sich den somit den kompletten neuaufbau einer wasserstoffinfrastruktur sparen kann

Ich stelle mal ein paar Gegenfragen in den Raum:
1. Die Öko-Bilanz eines KFZ, das 1Mio km fahren konnte, bevor es endgültig verbraucht war, ist alo schlechter als die moderner Hih-Tech-Fahrzeuge?
2. Unsere hochgezüchteten PKW, können ausser in Europa oder den Staaten noch in anderen Teilen der Welt gefahren und gewartet werden?
3. Auf den überfüllten deutschen Autobahnen, bzw, den anderen europ. Strassen machen 300PS bzw. Höchstgeschwindigkeiten von mehr als 180 km/h irgendeinen Sinn?
4. Wieso wird in solchen Beiträgen eigentlich immer verschwiegen, dass vor mehr als zwanzig Jahren eine höhere KFZ Steuer für Dieselfahrzeuge eingeführt wurde um gerade diesen Unterschied der Kraftstoffpreise zu kompensieren, der immer beklagt wird. Er zahlt also bereits die Differnz.
4. Der Diesel wurde für eine erhöhte Feinstaubkonzentration in unseren Städten verantwortlich gemacht und der Diesel umgerüstet bzw aus den Innenstädten verbannt. Auf die Überschreitung der Grenzwerte hat das aber keinen Einfluss gehabt obwohl. laut Bundesumweltamt, der Diesel als Hauptverursacher (50%) der Feinstaubkonzentration ermittelt worden war.
5. Wenn, so wie es aussieht, gerade 2 Milliarden Chinesen und eine Milliarde Inder auf die Idee kommen, selbst Autos zu fahren, verfolgt dieser, in eine völlig falsche Richtung laufende Ökowahnsinn, den wir uns da auferlegen, irgendeinen logisches Ziel?

Moin Moin,
wieso Erdgas , Diesel oder Benzin tanken , wenn es Wasserstofftechnik gibt. Über diese Technik wird nicht soviel geschrieben, ist aber nach meiner Meinung die beste Lösung. Wasserstoff mit Alternativen Energie Produzieren und dann an der Tankstelle auftanken.
Gruß
Frank K.
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