Zahlen liegen über den Erwartungen
3er-BMW ist in den USA heiß begehrt

Am vergangenen Freitag ist die neue BMW-Autoserie auch in den USA auf den Markt gekommen. Nach einem postiven Start in Deutschland haben auch die aktuellen Vorbestellungszahlen aus Übersee die Erwartungen des Münchner Autoherstellers deutlich übertroffen.

HB MÜNCHEN. "Die Vorbestellungszahlen sind sehr, sehr gut, weit über den Erwartungen", sagte BMW-Finanzvorstand Stefan Krause am Montag der Nachrichtenagentur Reuters am Rande eines Kongresses des Internationalen Controller Vereins in München. Konkrete Zahlen nannte Krause nicht. Die neue 3er-Reihe, die auch in Deutschland seit dem Verkaufsstart Anfang März die Erwartungen übertroffen hat, ist am vergangenen Freitag auch auf den US-Markt gekommen. Für das laufende Jahr bekräftigte Krause, dass BMW im Konzern ein Absatzplus von sechs bis neun Prozent erreichen wolle.

Trotz der Probleme der in den USA heimischen Branchenriesen Ford und General Motors(GM) ist BMW nach den Worten Krauses für den Markt weiter positiv gestimmt. "In den USA gibt es noch enorm Potenzial." Die Probleme von Ford und GM seien vor allem "amerikanische Probleme". "Das sind Themen, die wir nicht haben, weil wir anders strukturiert sind", sagte Krause. Der Premium-Markt habe in Nordamerika noch einen relativ niedrigen Anteil am Gesamtmarkt.

Die USA sind der größte Markt für BMW und machen rund ein Viertel des Umsatzes aus. Für 2005 hat BMW Kursschwankungen des Dollar zu über 50 % durch Hedging-Geschäfte aufgefangen. Es gebe kein Ziel, wie weit dieser Anteil noch steigen solle, sagte Krause. Auf größere, langfristig orientierte Transaktionen verzichte BMW derzeit wegen der ungünstigen Wechselkursrelation. Taktische Kurssicherungsmaßnahmen mache BMW aber "andauernd".

Der Münchener Autobauer hat insgesamt seinen Absatz im April dank der kompakten 1er- sowie der neuen 3er-Reihe deutlich gesteigert und seine vorläufigen Erwartungen damit noch übertroffen. Die Verkäufe der Gruppe seien im vergangenen Monat um 9,7 % auf 111 285 Fahrzeuge geklettert, teilte BMW am Montag mit. Der Absatz der Kernmarke BMW erhöhte sich um 9,1 % auf 92 984 Automobile, vom Mini wurden 13,4 % mehr Fahrzeuge verkauft als im Vorjahresmonat. Von Januar bis April verzeichnete das Unternehmen ein Absatzplus von 8,6 %. BMW hatte am Mittwoch bei der Vorlage der Quartalszahlen noch mitgeteilt, im April etwa sieben Prozent mehr Fahrzeuge verkauft zu haben.

Überdurchschnittliches Wachstum habe BMW im vergangenen Monat mit einem Absatzplus von 16,9 % in Westeuropa verzeichnet, wo der neue 3er seit dem 5. März auf dem Markt ist. „Bereits jetzt - in der Anfangsphase der Markteinführung der neuen BMW 3er Limousine - wird deutlich, dass dieses Automobil im Markt sehr gut aufgenommen wird“, erklärte Vertriebschef Michael Ganal. Von dem neuen 3er wurden per Ende April 17 686 Fahrzeuge verkauft. Der Absatz des 1er lag in den ersten vier Monaten bei 48 216 Einheiten.

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