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Zehn Jahre Bentley GT: Der Zwölfzylinder-Bestseller

Die USA sind der wichtigste Markt für Bentley. Entsprechend aufwendig ist der Auftritt der VW-Marke in Los Angeles. Deren GT-Baureihe hat in ihrer zehnjährigen Geschichte eine bemerkenswerte Erfolgsstory abgeliefert.

In den zehn Jahren Bentley GT entstanden mehr als 50.000 Exemplare mit Zwölfzylinder-Motoren. Der aktuelle GT Speed feiert seine US-Premiere auf der Autoshow in Los Angeles. Quelle: Pressefoto
In den zehn Jahren Bentley GT entstanden mehr als 50.000 Exemplare mit Zwölfzylinder-Motoren. Der aktuelle GT Speed feiert seine US-Premiere auf der Autoshow in Los Angeles. Quelle: Pressefoto

Crewe/EnglandDie Vereinigten Staaten sind der wichtigste Markt für Bentley. Entsprechend aufwendig plant der englische Hersteller seinen Auftritt auf der Autoshow in Los Angeles (30. November bis 9. Dezember). Die Briten zeigen den GT3 für künftige Renneinsätze, sportliche Derivate der Luxuslimousine Mulsanne und den neuen Continental GT Speed. Die Baureihe hat in ihrer zehnjährigen Geschichte eine bemerkenswerte Erfolgsstory abgeliefert.

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Bentley Continental GT V8 Der Gunter Sachs unter den Sportwagen

Ein wenig altmodisch, nicht sehr nützlich, aber besonders geschmackvoll, sündteuer im Unterhalt, - und sexy. Der Gran Turismo von Bentley hat definitiv was vom Playboy der alten Schule. Meinen auch Beifahrerinnen.

Auf dem Pariser Autosalon präsentierte Bentley 2002 ein aufsehenerregendes Coupé: den Continental GT, ein zweitüriger Gran Turismo der Luxusklasse. Das 4,8 Meter lange und 2 350 Kilo schwere Fahrzeug war mit seinem atemberaubenden Karosseriedesign das erste Produkt, das der britische Traditionsbauer als Tochter des Volkswagen-Konzerns entwickelt hatte. 1998 hatten die Wolfsburger Bentley für 1,44 Milliarden D-Mark (736 Millionen Euro) erworben. Mit seinem Zwölfzylinder in W-Konfiguration, der aus sechs Litern Hubraum 411 kW/560 PS schöpfte, knackte der Continental GT die Marke von 300 km/h.

Bentley Continental GT V8 im Test Reisen statt rasen? Rasen und reisen!

  • Bentley Continental GT V8 im Test: Reisen statt rasen? Rasen und reisen!
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Der Erfolg des Modells war geradezu vorprogrammiert. Zum ersten Mal in der Geschichte des Hauses entstand eine kongeniale Verbindung aus britischen Tugenden bei der Formenfindung und Materialwahl und deutscher Kompetenz bei der technischen Entwicklung und der Fertigungsqualität. Der GT verkauft sich seitdem wie die Sprichwörtlichen "warmen Semmeln". Baute Bentley 2003 insgesamt nur rund 1 000 Fahrzeuge, so kletterte die Marke dank des GT bis 2006 bereits auf 9 200 Autos. Mit einer offenen Version und dem sportlichen Topmodell "GT Speed" entwickelte sich der GT zur kompletten Modellfamilie.

Continental GT3 Bentley plant Motorsport-Comeback

Auf Basis des Bentley Continental plant die VW-Tochter ihr Motorsport-Comeback in der GT3-Serie. Speziell das 24-Stunden-Rennen in Le Mans steht auf dem Plan der Briten. Dort hatte Bentley zuletzt 2003 gewonnen.

Die zweite Genreration kam 2011 mit behutsam überarbeiteter Karosserie und einer milde auf 423 kW/575 PS gesteigerten Motorleistung auf den Markt. Der neue GT Speed tritt nun mit 460 kW/625 PS an und ist mit einer Höchstgeschwindigkeit von 330 km/h das schnellste Straßenfahrzeug, das jemals in Großbritannien entstanden ist.

 

Insgesamt sind in der zehnjährigen Geschichte dieses Modells bereits mehr als 50.000 Fahrzeuge mit Zwölfzylinder-Motor entstanden. Damit avancierte Bentley zum weltweit größten Hersteller von Fahrzeugen mit diesem prestigeträchtigen Motorenkonzept. Für den VW-Vorstandsvorsitzenden Ferdinand Piech sind solche Zahlen Anlass zur besonderen Freude. Einmal weil die Akquise der Briten Ende der Neunziger nicht unumstritten war und weil er zudem allen Kritikern am mangelnden Erfolg seiner Prestige-Limousine "Phaeton" unter dem Emblem von Volkswagen ein weises Lächeln schenken kann.

Der Bentley Continental verdankt seinen Erfolg der kompletten Phaeton-Plattform über die sich seine betörende Karosserie schmiegt, einschließlich Motor, Kraftübertragung, Allradantrieb, Fahrwerk und Sitze. Und mit dem V8, den in seinen Grundzügen Audi für den neuen S8 entwickelt hat, bietet der Continental GT seit 2011 eine zusätzliche Motorvariante, die weitere Erfolgskapitel in der Geschichte des Bentleys garantiert.

Quelle: MID
  • 12.12.2012, 20:06 Uhrboludo2011

    Was im Artikel angedeutet wurde: Der Psycho hat mindestens
    90% zuviel gezahlt und den Continental auf der Plattform/ Architektur des Phaeton aufgebaut. Diese gab es schon in Form des Audi A8, sie ist nur 4 bis 500kg leichter. Was
    mit dem Continental verdient wird, wird mit dem Phaeton verbrannt. Wie kann man ein Auto bauen, bei dem der 12 Zyl.
    vor der Vorderachse liegt? Bei Ferrari, Porsche, BMW liegt er möglichst weit dahinter.

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