Zulassungsstatistik
Deutscher Automarkt bricht ein

Nach einem leichten Plus im Juli haben die Automobilbauer im August deutlich weniger Neuwagen in Deutschland verkauft. Gegenüber dem ohnehin schwachen Vergleichsmonat seien die Neuzulassungen mit 214 400 Wagen um 10,4 Prozent eingebrochen, teilte der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) am Dienstag mit.

HB BAD HOMBURG. Bereinigt um zwei Arbeitstage lag das Minus immer noch bei 1,8 Prozent. Im August 2007 hatten Volkswagen, BMW, Mercedes-Benz und Co. auf dem deutschen Markt mit 241 000 Fahrzeugen 1,5 Prozent weniger Wagen verkauft als ein Jahr zuvor.

Trotz steigender Spritpreise, hoher Inflation, schwacher Kauflaune und Rätselraten über die künftige Pkw-Besteuerung hatten die Automobilhersteller im Juli diesen Jahres deutschlandweit noch 1,5 Prozent mehr Neuwagen an die Kundschaft gebracht.

Die Branche klagt jedoch seit Monaten über die Kaufzurückhaltung der Kunden. Die schwachen August-Zahlen ließen das bisherige Absatzplus zusammenschmelzen. Von Januar bis Ende August lagen die Neuzulassungen bundesweit nur noch 1,7 Prozent im Plus. Bis Jahresende rechnet die Branche mit 3,2 Millionen Pkw-Verkäufen in Deutschland.

2007 war der Automarkt nach der Mehrwertsteuererhöhung auf das niedrigste Niveau seit der Wiedervereinigung eingebrochen. "Die rückläufigen realen Nettolöhne pro Kopf wirken sich deutlich auf die privaten Pkw-Käufe aus", sagte VDIK-Chef Volker Lange.

Neu auf den Markt gekommen sind im August nach aktuellen Informationen des Kraftfahrtbundesamtes Pkw mit Euro 5. Bei den jüngsten Zulassungen erfüllten 610 Pkw diese hohen Emissionsanforderungen. 93,4 Prozent der fabrikneuen Pkw erreichten die Einstufung gemäß Euro 4. 6,2 Prozent der Neufahrzeuge erfüllten Euro 3. Der durchschnittliche CO2-Wert lag im August bei 163 g/km. Der Anteil der dieselbetriebenen Pkw fiel auf 40,4 Prozent zurück.

Die Zulassungszahlen unterstreichen den Trend zu kleinen sparsamen Fahrzeugen: Das Mini-Segment legte laut KBA weiter zu (plus 18,7 Prozent). Die Kompakt-Klasse ist nach wie vor mit einem Anteil von 27 Prozent am stärksten vertreten, büßte jedoch 10,4 Prozent ein. Mit einem Minus von 20,3 Prozent gingen die Geländewagen in die Statistik ein.

Bis auf Ford (plus 3,1 Prozent) weisen alle deutschen Hersteller rückläufige Zulassungszahlen auf. Bei den Importmarken sieht es ähnlich aus. Eine positive Augustbilanz erzielten Renault (plus 6,0 Prozent), Skoda (plus 5,9 Prozent) und Fiat (plus 4,5 Prozent) unter den volumenstarken Herstellern. Insgesamt wurden 258.339 Kraftfahrzeuge neu in den Verkehr gebracht, 9,5 Prozent weniger als vor einem Jahr.

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