15.000 Wagen in die Werkstätten
Volkswagen startet Golf-Rückruf

Bei der schrittweisen Beseitigung der Mängel an vom Abgas-Skandal betroffenen Fahrzeugen zieht Volkswagen die Modelle der Golf-Reihe vor. Die Umrüstung der 2-Liter TDI startet kommende Woche.

WolfsburgEigentlich wäre nun der Passat an der Reihe, doch bei Beseitigung der Mängel an vom Abgas-Skandal betroffenen Fahrzeugen zieht Volkswagen die Modelle der Golf-Reihe vor. Wie das Unternehmen am Donnerstag in Wolfsburg mitteilte, startet in der kommenden Woche die Umrüstung des Golf TDI Blue Motion Technology (BMT) mit Zwei-Liter-Motor. Europaweit würden 15.000 dieser Modelle mit Schaltgetriebe in die Werkstätten gerufen.

VW muss auf Anweisung des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) alle betroffenen Fahrzeuge so nachrüsten, dass sie die Abgaswerte einhalten. Dies soll schrittweise geschehen, das KBA kontrolliert und genehmigt jede Teilmaßnahme. Entsprechend gab VW den Beginn des Rückrufs für den Golf mit dem Motortyp EA 189 am Donnerstag erst bekannt, nachdem die Aufsichtsbehörde das Vorhaben nach einer eingehenden technischen Beurteilung freigegeben hatte.

Ursprünglich hatte Volkswagen geplant, als nächstes Modelle des Typs Passat zurückzurufen. Es hatte sich aber bereits abgezeichnet, dass sich die Reihenfolge verschieben könnte. Je nach Modell und Typenkonfiguration sind unterschiedliche Maßnahmen erforderlich, um die Mängel zu beseitigen. In vielen Fällen reicht laut VW ein Update der Motorsteuerungssoftware.

Erklärtes Ziel sei es, die Nachbesserungen ohne Auswirkungen auf Verbrauch oder Leistungswerte zu erreichen. Für den Golf TDI Blue Motion Technology habe das KBA dies "vollumfänglich" bestätigt, erklärten die Wolfsburger.

Der logistisch aufwändige Rückrufprozess für die Millionen vom Abgas-Skandal betroffenen Modelle wird schrittweise organisiert. Den Anfang machte im Januar die Amarok-Modellreihe, auch bei den Konzernmarken Audi und Seat lief die Umrüstung bereits an.

Weitere Modelle der Kernmarke VW-Pkw würden "in Kürze" folgen, teilte der Autobauer mit. Vorstandschef Matthias Müller erklärte am Donnerstag bei der Jahrespressekonferenz in Wolfsburg, der Autobauer halte trotz der Verschiebungen des Passat-Rückrufs zunächst an dem Ziel fest, die Rückrufaktionen bis Ende 2016 abzuschließen.

Die betroffenen Kunden werden von VW angeschrieben und gebeten, einen Werkstatttermin zu vereinbaren. Dieser ist kostenlos. Die Lösung der Probleme an den Fahrzeugen sei für VW die "unverändert wichtigste Aufgabe", sagte Müller. Der Konzern wolle "mit ganzer Kraft" verlorenes Vertrauen zurückgewinnen.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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