ADAC-Test
Sommerreifen schneiden meist solide ab

Beim aktuellen Sommerreifentest des ADAC schneidet knapp ein Viertel der getesteten Reifen mit dem Urteil „gut“ ab.  
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In einem Test des ADAC haben viele Sommerreifen solide Bewertungen erhalten. Das Gros der Reifen schneidet mit der Note „befriedigend” ab, fast ein Viertel ist „gut”. Hauptverantwortlich dafür ist die durchweg gute Leistung beim Bremsen auf nasser Fahrbahn.

„Auch ein Reifen, der heute mit einem guten „befriedigend” abschneidet, ist in der Regel ein solider Reifen”, sagt Sprecherin Katja Legner. Die Qualität unterscheide sich teilweise nur in Nuancen: „Es wird auch immer ein Zielkonflikt bleiben, etwa zwischen Verschleiß- und Nässeverhalten.” Weil er genau in dieser Kategorie komplett versagt, wurde der Yokohama Geolandar SUV als einziger Reifen aus dem gesamten Testfeld mit der Note „mangelhaft“ bewertet.

Tabelle: Sommerreifen-Testergebnisse Mittelklasse

Insgesamt wurden vom ADAC 31 Modelle getestet, von denen 7 die Note „gut” und 21 die Note „befriedigend” erhielten. Zwei Reifen wurden mit „ausreichend” beurteilt, einer mit „mangelhaft”. Der Autoclub hat zwei typische Reifendimensionen für SUVs (215/65 R16) und Mittelklasseautos (195/65 R 15) unter die Lupe genommen.

Testsieger bei den SUVs ist der „Goodyear EfficientGrip SUV” (Note 2,1, Preis: 108 Euro). Auf dem zweiten Platz folgt der „Cooper Zeon 4XS Sport” (Note 2,5, 89 Euro. Beide Pneus bewiesen laut dem Urteil der ADAC-Tester gute Nässe- und Trockeneigenschaften. Ein Kandidat aus diesem Testbereich landete auf dem letzten Platz mit der Note 5,5, auch weil er sich laut ADAC extrem schlecht bei Nässe zeigt.

Bei der Mittelklassedimension siegte der „Pirelli Cinturato P1 Verde” (Note 2,1, 73 Euro). Auch vier weitere Modelle bekamen ein „gut”, darunter mit dem „Esa-Tecar Spirit 5 HP” (Note 2,5) der günstigste Reifen in diesem Feld mit Reifen zu Stückpreisen von 50 bis 80 Euro.

Tabelle: Sommerreifen-Testergebnisse SUV

Keiner dieser fünf Reifen leistet sich eine gravierende Schwäche, wobei Continental mit einer Spitzenwertung bei Nässe heraussticht. Das Schlusslicht GT Radial Champiro FE1 mit dem Urteil „ausreichend“ verliert vor allem wegen Schwächen auf nasser Fahrbahn. 

Der Autoclub warnt allerdings vor irreführenden Beschriftungen auf SUV-Sommerreifen. Wenn sie eine M+S-Markierung auf der Flanke tragen, dürfe man diese Reifen zwar auch im Winter fahren. Doch die Gummimischung der Sommerreifen sei bei niedrigen Temperaturen weniger elastisch. Dies senke die Eigenschaften bei Matsch und Schnee.

Auch das grobstollige Profil täusche einen besseren Grip nur vor. Wer im Winter keine echten Winterreifen an sein SUV montiere, habe große Sicherheitseinbußen, erläutert der ADAC. Ein Winterreifen für SUVs müsse zusätzlich zum M+S-Symbol das sogenannte Schneeflocken-Symbol („Three-Peak-Mountain-Symbol”) tragen.

„Auch wenn die M+S-Markierung der gesetzlichen Winterreifenpflicht genügt: Wer aus Sparsamkeit auf einen echten Winterreifen bei SUVs verzichtet, nimmt große Sicherheitseinbußen in Kauf“, betont Reinhard Kolke, Leiter des ADAC-Technikzentrums.

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