Auto-Pflegetipps für die Herbstsaison
Laub raubt der Klimaanlage den Atem

Schnell beschlagende Scheiben oder ein modriger Geruch deuten darauf hin, dass sich zu viel Feuchtigkeit im Auto befindet. Der TÜV Süd erklärt, was die Ursache sein und was man dagegen tun kann.
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DüsseldorfWenn die Bäume ihre Blätter abwerfen, landen diese auch auf parkenden Autos und das kann auch zu unerwünschter Feuchtigkeit im Innenraum führen, wenn das Laub in den Einlassöffnungen die Lüftung verstopft. Dies hat zur Folge, dass sich im sogenannten Luftberuhigungskasten oder der Heizung Wasser sammelt, das früher oder später in den Innenraum leckt und zu beschlagenen Scheiben oder zu Rost führen kann.

Wasser an der falschen Stelle

Befinden sich Blätter auf dem Auto, sollten diese am besten direkt entfernt werden, zum Beispiel mit einem Handbesen. In den Scheibenwischern verhaktes Laub oder kleine Äste müssen von Hand entfernt werden, denn sie können die Wischer im schlimmsten Fall unbrauchbar machen. Für eine gründlichere Reinigung sollte ab und an das Einlassgitter der Lüftung abgesaugt werden. Die Reinigung bietet sich laut TÜV Süd anlässlich der Ölkontrolle oder vor einer Wagenwäsche an. Darauf achten, dass das Auto trocken ist. Manche Profis nehmen einen starken Staubsauger für eine besonders gründliche Säuberung. Wichtig ist diese an den Abflüssen, die sich rechts und links jenes Teils befinden, in dem die Lufteinlässe unterhalb der Windschutzscheibe sitzen. Gute Betriebsanleitungen zeigen die entsprechenden Stellen.

Beschlagen die Scheiben bei einem Auto ungewöhnlich schnell, ist das ein weiterer Hinweis auf eine kleine Überschwemmung. Bildet sich der Beschlag schon bei geparktem Auto und Sonnenschein, ist auf jeden Fall eine Menge Wasser an der falschen Stelle.

Ein weiterer Hinweis darauf, dass sich zu viel Feuchtigkeit im Autoinnern befindet, ist beispielsweise ein modriger Geruch. Beim Aufspüren der Feuchtigkeit sollte man die Fußmatten anheben und auf den Teppich drücken. Ist es hier feucht, muss das Fahrzeug dringend trocken gelegt werden. Hierbei lohnt sich auch ein Blick unter die Vordersitze oder in den Fußraum der hinteren Plätze. Ein Indiz für einen verstopften Ablauf kann auch die Klimaanlage liefern. Und zwar dann, wenn sie bei Trockenheit feuchte Luft versprüht, die sie der Außenluft entzogen hat und die nicht ablaufen kann.

Innenfilter checken

Sind die Abflussöffnungen erst einmal verstopft und gelangt Wasser in den Innenraum, führt kein Weg an der Werkstatt vorbei. Sie wird die Lüftungsanlage freilegen und reinigen. Diese Arbeit ist nach Einschätzung von Norbert Ollek von der TÜV Süd-Tochter APZ (Auto Pflege Zentrum Darmstadt) etwas für Profis. Einzig beim Austrocknen des Innenraums kann der Autofahrer helfen, beispielsweise indem er Gummimatten vorübergehend herausnimmt, die Teppiche zurückschlägt und die Fenster bei schönem Wetter einen Spalt geöffnet lässt.

Feuchtigkeit im Auto kann gravierende Folgen haben. Gelangt sie beispielsweise ins Steuergerät, kann sie dort einen Kurzschluss verursachen. Gar nicht selten ist ein Schaden durch Wasser am Gebläsemotor. Und Rost an der Innenseite des Bodenblechs ist eine Folge von Feuchtigkeit, die aber viel zu spät auffällt.

Beschlagene Scheiben und schlechter Geruch hängen nicht immer mit verstopften Abflusslöchern zusammen. Manchmal ist einfach nur der Innenraumfilter dicht. Auch dies kann auf Blätter, Nadeln und Blütenreste zurückzuführen sein, die auf der Oberseite und in den Falten des Filtermaterials schimmeln. Der Austausch ist dann auch für die Gesundheit der Insassen gut.

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