Autobahn-Baustellen
Versetzt fahren senkt Gefahr

Autobahnbaustellen bergen enorme Unfallrisiken: Die Autoclubs kritisieren die engen linken Fahrstreifen und fordern die Verkehrspolitiker. Doch Autofahrer können jetzt schon selbst etwas für ihre Sicherheit tun.
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StuttgartEnge linke Fahrstreifen an Autobahnbaustellen sind der Horror vieler Autofahrer. Wenn rechts Lastwagen über den Mittelstreifen ragen, und von hinten Wagen mit überhöhter Geschwindigkeit drängeln, sinkt manch einem das Herz in die Hose. Ein Autoclub dringt auf Abhilfe. Die engen linken Fahrstreifen an Autobahnbaustellen sind aus Sicht des Autoclubs Europa "tückische Crash-Fallen". "Jede entschärfte Baustelle ist ein Plus an Verkehrssicherheit", mahnt ACE-Sprecher Rainer Hillgärtner. Auch zum Schutz der Beschäftigten im Straßenbau müsse eine Richtlinie endlich in Kraft gesetzt werden, die eine Verbreiterung der Spur einschließlich Pufferzone um 50 Zentimeter auf drei Meter vorsieht.

Der ACE wies darauf hin, dass die amtlichen Fahrzeugpapiere bei der Angabe der Breite des Fahrzeugs die Seitenrückspiegel nicht berücksichtigten. Wenn jemand also mit einem Wagen, der durch Spiegel noch breiter ist, auf dem linken Fahrstreifen fährt, könnte er streng genommen mit einem Bußgeld von 20 Euro bestraft werden.

Wenn es eng wird, sollten Autofahrer versetzt fahren. Das heißt: Auf ein Auto auf der linken Spur folgt ein Wagen auf der rechten. Denn es erhöhe das Unfallrisiko, an solchen Stellen nebeneinander zu fahren oder zu überholen, sagte Rainer Hillgärtner vom ACE. Durch versetztes Fahren könnten insbesondere "prekäre Situationen" entschärft werden, in denen ein LKW auf der rechten Spur ist. Dabei müsse auch beim versetzten Fahren der nötige Sicherheitsabstand zum Vordermann eingehalten werden, wenn dessen Fahrzeug so breit ist, dass es auf die andere Spur ragt.

Generell rät der ACE zu erhöhter Vorsicht an Autobahnbaustellen, da jederzeit auch Baumaschinen unterwegs sein könnten und auf verschmutzter Fahrbahn aufwirbelnder Dreck die Sicht behindern könne. Besonders gefährlich werde es an Beginn und Ende von Baustellen: "Dort macht die Fahrbahn einen Schwenk, und es geht oft noch über Schwellen", so Hillgärtner. "Deshalb sollten Tempolimits und Überholverbote besonders ernst genommen werden." Die linke Spur an Autobahnbaustellen ist in vielen Fällen auf 2,5 Meter Breite verengt und darf nur von Fahrzeugen befahren werden, die nicht breiter als zwei Meter sind.

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  • Was ich mich selber nicht traue, darf natürlich auch kein anderer........
    Hat es denn noch niemand gemerkt ? es ist das erklärte Ziel, daß jeder mindestens 3 Fahrzeuge kauft aber alle sollen in der Garage stehen, denn Autofahren, ist eine der letzen Freiheiten. Und Freiheiten sind nicht für Deutsche, genausowenig wie Volksabstimmungen nichts für Deutsche ist. Und weil wir Deutschen ja "vernünftiger" sind als der Rest der Welt, beschränken wir uns selbst wo es nur geht. Und erlauben natürlichen dem Gleichen unter den Geleichen auch nicht aus der Reihe zu tanzen. So funktioniert eben der Mob.........

  • Ja. Wer nicht überholen kann oder möchte, soll rechts bleiben. Aber auch wirklich rechts fahren und nicht irgendwie.

  • Ist doch logisch: Ein vorsichtiger Deutscher, der sich nicht traut zu überholen, traut dieses natürlich auch keinem anderen zu. Er fühlt sich förmlich dazu verpflichtet, andere am Überholen zu hindern.

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