Brandgefährliche Pedelec-Batterien Warum explodieren E-Bike-Akkus?

Lithium-Ionen-Akkus von Pedelecs sind nicht nur leistungsstark, sie können bei falscher Handhabung auch Brände auslösen. Wichtig ist deshalb ein fachgerechter Umgang mit den Stromspeichern.
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Ratgeber: Brandgefahr Pedelec-Batterie - Warum explodieren E-Bike-Akkus? Quelle: Bosch
Ratgeber: Brandgefahr bei Pedelec-Batterien

Der Lithium-Ionen-Akku ist keine tickende Zeitbombe, sondern reagiert meist auf unsachgemäße Handhabung. Gefragt ist Umsicht im Umgang mit den Batterien.

Leistungsstarke Lithium-Ionen-Batterien machen den großen Erfolg von Pedelecs erst möglich. Allerdings sind die eigentlich praktischen Akkus nicht ganz unproblematisch, da Materialien im Innern reaktiv und brennbar sind. Ob Dreamliner, Samsung-Handys oder E-Fahrräder – Geschichten über Explosionen und verheerende Feuer gibt es mittlerweile einige.

Angesichts der vielen Milliarden im Umlauf befindlichen Lithium-Ionen-Batterien sind das allerdings seltene Einzelfälle. Doch ein wenig Vorsicht beim Umgang kann nicht schaden, vor allem mit den großen Pedelec-Batterien,

Laut Tamara Winograd, Leiterin Marketing und Kommunikation von Bosch eBike Systems, können verschiedene Faktoren Brände bei Akkus auslösen. Dabei sind nicht die Produkte an sich das Problem, sondern der falsche Umgang mit ihnen.

“Unter anderem können Manipulationen wie durch eine unsachgemäße Reparatur zu einer solchen Reaktion führen. Ein batterie-externer Kurzschluss kann entstehen, wenn der Akku beispielsweise mit einem falschen oder defekten Ladegerät aufgeladen wird“, erläutert Winograd. „Ist der Akku starker äußerer Hitzeeinwirkung ausgesetzt, zum Beispiel durch einen anderen Brandherd, kann es auch im Inneren zu starker Hitzeentwicklung kommen. Ein batterie-interner Kurzschluss kann auch durch sehr seltene, unentdeckte Ursachen im Herstellprozess oder durch eine äußere Einwirkung, zum Beispiel beim Fall oder der Quetschung eines Akkus, vorkommen“.

Diese E-Bikes werden von Experten empfohlen
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Testsieger: Centurion E-Fire Sport 408

Details: 2.149 Euro, Getriebenabe, Mittelmotor, 24,4 Kilo.

Sehr ergonomischer und bequemer Rahmen. Dank hoher Rahmensteifigkeit läuft das Rad ruhig und spurstabil. Der starre Hinterbau schränkt den Fahrkomfort etwas ein. Federgabel und Tektro-Scheibenbremsen verrichten ihre Arbeit sehr gut. Ein Pedelec, das viel Spaß macht!

Antrieb: Bosch Active Line 400 Wh

Quelle/Getestet in: E-Bike 2/15, Note: 1,6

Kategorie: Citybike
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Testsieger: Meridia E-spresso Sport 400

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Antrieb: Bosch Active Line 400 Wh

Sauber verarbeiteter Rahmen mit kompakter Geometrie. Die Sitzposition ist leicht sportlich, der Schwerpunkt liegt angenehm zentral. Das Fahrverhalten ist ausgewogen und gut kontrollierbar - ein echtes Spaßbike. Der kräftige Bosch-Performance-Motor und die stufenlose Nuvinci-Getriebenabe passen zum sportlichen Charakter des Testsiegers.

Quelle/Getestet in: E-Bike 1/15, Note: 1,5

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Testsieger: Bergamont E-Ville C-N360

Details: 2.999 Euro, Getriebenabe, Mittelmotor, 26,5 Kilo.

Neu definierter Tiefeinsteiger mit sportlichen Genen. Mustergültiges Fahrverhalten durch den sehr steifen Rahmen, aber der Komfort könnte höher sein. Die Antriebskombination aus kräftigem Motor und stufenloser Nuvinci-Nabe arbeitet einwandfrei. Ansprechendes Design, toll verarbeitet, hochwertig ausgestattet.

Antrieb: Bosch Performance Line 400 Wh

Quelle/Getestet in: E-Bike 1/15, Note: 1,5

Kategorie: Tiefeinsteiger
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Testsieger: Falter E 8.8 Wave

Details: 2.399 Euro, Getriebenabe, Mittelmotor, 25,3 Kilo.

Zuverlässiger, sauber verarbeiteter Tiefeinsteiger, der spurtreu geradeaus rollt, dafür aber nicht maximal wendig ist. Die Kombination aus Antrieb und elektrisch schaltbarer Nexus-Getriebenabe funktioniert tadellos. Das Pedelec ist aufgeräumt und sauber verarbeitet.

Antrieb: Shimano Steps 418 Wh

Quelle/Getestet in: E-Bike 2/15, Note: 1,7

Kategorie: Tiefeinsteiger
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Preis-Leistungs-Tipp: Corratec E-Power 2

Details: 2.399 Euro, Getriebenabe, Mittelmotor, 24,9 Kilo.

Wendiger 26-Zöller mit tadellosen Fahreigenschaften. Bei Federgabel und Sattelstütze wurde zu sehr gespart: der Komfort leidet unter der wenig sensibel Gabel, auch wenn die 47 Millimeter breiten Reifen etwas von der Härte schlucken. Tadellos verarbeitet und alltagstauglich ausgestattet.

Antrieb: Bosch Active Line 400 Wh

Quelle/Getestet in: E-Bike 1/15, Note: 1,8

Kategorie: Tourenräder
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Testsieger: Bergamont E-Line C XT Nyon

Details: 3.199 Euro, Kettenschaltung, Mittelmotor, 22,7 Kilo.

Dank des sehr steifen Rahmens wird die Kraft von Fahrer und Motor gut in Vortrieb umgesetzt. Trotz schmaler Reifen, aber dank toller Federgabel und entspannter Sitzposition, fährt sich das Rad komfortabel, das Fahrverhalten ist tadellos. Das Nyon-Display von Bosch bietet neben den üblichen Infos ein vollwertiger Navigationssystem und Fitnessfunktionen.

Antrieb: Bosch Performance Line 400 Wh

Quelle/Getestet in: E-Bike 1/15, Note: 1,6

Kategorie: Tourenräder
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Testsieger: Conway EMC 327

Details: 2.299 Euro, Kettenschaltung, Mittelmotor, 23 Kilo.

Komfortabler Tourer mit äußerst steifem Rahmen und Stollenreifen im 25,7-Zoll-Mountainbike-Format für Ausflüge ins leichte Gelände. Sehr gut arbeitende Federgabel, hochwertige Scheibenbremse und zuverlässiger Antrieb. Das Rad fährt sich sicher und wendig, die Dämpfung überzeugt.

Antrieb: Bosch Active Line 400 Wh

Quelle/Getestet in: E-Bike 2/15, Note: 1,7

Der Lithium-Ionen-Akku ist also keine tickende Zeitbombe, sondern reagiert zumeist auf unsachgemäße Handhabung empfindlich. Gefragt ist eine gewisse Umsicht im Umgang mit den Batterien, so wie etwa mit einem Kanister Benzin, den man ja auch nicht offen und randvoll mit Sprit neben dem Kamin lagert.

Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte deshalb Pedelec-Batterien zum Beispiel nicht in der Nähe von leicht brennbaren Materialien laden. Kommt es zu einem der seltenen Akkubrände, könnte er neben dem Altpapierhaufen eben leichter ein großes Feuer entfachen. Auf einem Boden mit Fließen ist die Gefahr für ein umgreifendes Feuer geringer.

Außerdem sollte man die Batterie nicht über Nacht und damit vollkommen unbeaufsichtigt an den Strom anschließen. Wo geladen wird, sollte ein Rauchmelder sein. Gerät ein Akku in Brand, löscht man nicht mit Wasser, sondern dämmt das Feuer mit Sand oder einer Decke.

Die kommen, die Pedelecs
Start der Eurobike am Bodensee
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In deutschen Privathaushalten ist die Zahl der Fahrräder mit Elektromotor erneut deutlich gestiegen. Rund zwei Millionen E-Bikes standen zum Jahresbeginn in Kellern und Garagen von Privatleuten, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das waren rund 400.000 Räder mehr als ein Jahr zuvor, ein Zuwachs von 25 Prozent – den sicherlich auch die Veranstalter der Fachmesse Eurobike in Friedrichshafen freuen dürfte.

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Der Trend geht zu hochwertigeren Modellen, zu größeren Reichweiten und zu edlen Elektro-Bergziegen. Viele der kommenden Neuheiten kann derzeit auf der Eurobike in Friedrichshafen live erleben ...  

Delite von Riese & Müller
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So etwa die dritte Generation des Delite von Riese & Müller, das künftig unter anderem mit doppelter Reichweite beeindrucken will. Das von einem Bosch-Mittelmotor getriebene Tourenbike wird weiterhin in 25- oder 45-km/h-Versionen zu haben sein. Optional kann künftig ein zweiter 500-Wh-Akku geordert werden, der das Reichweitenpotenzial verdoppelt.

Das Delite wird zudem in fünf Ausstattungsvarianten mit Kettenschaltung, Nabenschaltung oder Automatik angeboten. Das mindestens 23 Kilogramm schwere, vollgefederte E-Bike, bei dem praktischerweise auch der Gepäckträger gefedert ist, soll mindestens 4.800 Euro kosten.

Flyer U-Serie
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Preislich und gewichtstechnisch auf ähnlichem Niveau bewegt sich das völlig neue S-Pedelec der U-Serie von Flyer. Das bis zu 45 km/h schnelle City-Bike soll in der Welt der Zweitwagen wildern.

Als Neuheit bietet es die Flyer Intelligent Technology (FIT), die direkt in den Panasonic-Mittelmotor ein automatisch oder manuell schaltbares Zweiganggetriebe integriert.

Weitere Besonderheiten der U-Serie sind ein 3,5-Zoll-Display am Lenker sowie eine elektrisch gesteuerte Bedieneinheit für die untereinander kommunizierenden Elemente Motor, Getriebe und Licht. Dank Seitenständersensor kann das Hightech-Rad bei Fahrtantritt sogar zum Einklapppen der Standstütze mahnen.

Koga E-Xite
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Deutlich günstiger als die Flyer-Neuheit ist das neue Stadt-Pedelec E-Xite vom holländischen Hersteller Koga, welches in zwei Varianten angeboten wird. Das ungefederte E-Xite bietet eine Karbongabel sowie eine Zehngang-Kettenschaltung, Scheibenbremsen und Boschs zugstarken CX-Motor.

Ab Frühjahr 2017 mit Diamant- oder Mixte-Rahmen ab 3.400 Euro erhältlich.

Koga E-Xite
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Etwas komfortabler ausgelegt ist das E-Xite N8 mit Federgabel, Achtgang-Nabenschaltung, hydraulischen Felgenbremsen sowie dem Active-Line-Antrieb ebenfalls von Bosch.

Ab Frühjahr 2017 mit Diamant- oder Mixte-Rahmen ab 3.400 Euro erhältlich.

Wer gerne tourt und dabei eine entspannte Köperhaltung bevorzugt, sollte sich das neue E-Trike Scorpion von HP Velotechnik näher anschauen.
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Der Clou: Zum Modelljahr 2017 kann man das optional elektrisch angetriebene Liegerad mit Automatikschaltung und Hinterradfederung ordern. Die E-Bike-Variante ist mit einem 250-Watt-Tretlagermotor von Shimano und der elektrischen Achtgang-Nabenschaltung Nexus Di2 ausgestattet.

Mit allen Extras kommt das Fahrrad auf 31 Kilogramm und kostet über 6.000 Euro.

Grundsätzlich empfiehlt es sich zudem, Pedelec-Akkus nicht über einen längeren Zeitraum in eiskalten Räumen zu lagern. Wer also im Winter sein E-Bike in der nichtbeheizten Garage langfristig abstellt, legt besser die Batterie separat im Abstellraum.

„Ist das E-Bike längere Zeit nicht in Gebrauch, sollte der Akku trocken, kühl und mit 30 bis 60 Prozent Ladekapazität gelagert werden“, empfiehlt Tamara Winograd. Vorsicht ist auch bei tiefentladenen Batterien geboten, die längere Zeit nicht genutzt wurden.

Definitiv nicht mehr laden sollte man den Stromspeicher, wenn er leicht aufgebläht ist. Gleiches gilt für Akkus, die heruntergefallen oder gar beschädigt sind. Gerade mechanische Beschädigungen können die Explosionsgefahr deutlich erhöhen.

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