Bußgelder
Zugeschneite „Knöllchen“ sind gültig

Nicht gesehen, nichts geschehen? Von wegen! Auch wenn Autofahrer den Strafzettel wegen einer Schneeschicht auf der Windschutzscheibe nicht sehen, können sie sich nicht vor dem Bußgeld drücken.

dpa/tmn BERLIN. Zurzeit kann es ja durchaus vorkommen, dass das Auto zugeschneit ist und man es tagelang nicht ausgräbt. Wenn das ganze aber im Halte- oder Parkverbot stattfindet, sollte man doch zumindest regelmäßig die Scheibenwischer kontrollieren. Unter ihnen könnet eine unliebsame Überraschung stecken. Denn auch wenn Autofahrer den Strafzettel wegen einer Schneeschicht auf der Windschutzscheibe nicht sehen, können sie sich nicht vor dem Bußgeld drücken.

Denn Autofahrer seien verpflichtet, alle drei Tage nach dem geparkten Fahrzeug zu schauen - auch dann, wenn es zugeschneit ist, erklärt der Verkehrsrechtsexperte Jörg Elsner aus Hagen. Er leitet die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht im Deutschen Anwaltverein (DAV) in Berlin.

Schließlich sei es ja auch möglich, dass die Stadt mobile Halteverbote aufstellt und das ursprünglich legal abgestellte Auto dann im Halteverbot steht. Anders sei die Rechtslage bei zugeschneiten Halteverbotsschildern, sagt Elsner: Ist das Verkehrsschild unter dem Schnee nicht zu erkennen, müsse der Autofahrer es nicht berücksichtigten.

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