Carsharing
Vergleichen der Anbieter lohnt sich

Schon seit den 1980er Jahren gibt es Carsharing in Deutschland, in Mode gekommen ist es allerdings vor wenigen Jahren. Jetzt ist VW als dritter deutscher Hersteller mit einem Projekt in Hannover im Geschäft.
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DüsseldorfDie Grundidee ist eng mit dem Umweltschutz verknüpft, heute gibt es mehr Argumente für das Carsharing, also das gemeinschaftliche Nutzen eines Autos. Was in den 1980er Jahren mit gemeinnützigen und ehrenamtlichen Projekten begann, hat sich zu einem wachsenden Markt entwickelt, in den immer mehr Unternehmen einsteigen. Insgesamt 128 Anbieter gibt es in Deutschland, darunter sind viele kleine, regionale Anbieter, aber auch große Unternehmen wie die Deutsche Bahn, Daimler oder BMW haben ihre eigenen Projekte. Jüngst ist auch VW in das Geschäft eingestiegen.

Europas größter Autobauer will zusammen mit der Stadt Hannover "Quicar" aufbauen. Dazu sollen 200 Fahrzeuge an 50 Standorten im gesamten Stadtgebiet verteilt werden, mittelfristig sollen es 100 werden. Um dem ökologischen Grundgedanken gerecht zu werden, setzt VW den sparsamen Golf BlueMotion ein, der im Normzyklus 3,8 Liter Diesel auf 100 Kilometer verbraucht. Später soll auch der neue Beetle, der im April das erste Mal gezeigt wurde, in die Miet-Flotte aufgenommen werden. Als Zielgruppe gibt VW den jungen Großstädter aus, dem ein eigenes Auto zu teuer ist. Auch Behörden und Unternehmen sollen angesprochen werden.

Unterschiedliche Berechnungsmodelle

Umweltschutz ist heute für viele Kunden nicht mehr das Hauptargument für das Carsharing, sondern der Geldbeutel. Bei jungen Leuten stehen beispielsweise Smartphones und Lifestyle höher im Kurs als ein eigenes Auto. Laut dem Bundesverband Carsharing (BCS) lohnt sich das Gemeinschafts-Auto für Kunden, die weniger als 12.000 Kilometer im Jahr fahren. Gerade auf kürzeren Strecken, wo es keine angemessene ÖPNV-Verbindung gibt, wird Carsharing attraktiv. Doch hier muss der Kunde auf die verschiedenen Berechnungsmodelle der einzelnen Anbieter achten, welches für ihn wirklich am günstigsten ist. TeilAuto beispielsweise verlangt für einen Kompaktwagen einen mit 2,40 Euro einen relativ niedrigen Stundenpreis (Standard-Tarif), die zusätzlichen Kosten pro gefahrenem Kilometer liegen aber über der Konkurrenz (0,28 Euro/km). Die Deutsche Bahn mit ihrem Carsharing-Angebot will für ein vergleichbares Auto eine Stundenpauschale von sechs Euro, jeder Kilometer kostet aber nur 18 Cent. Wer also mehr als 36 Kilometer in dieser Stunde fährt, kommt in diesem Beispiel bei DB Carsharing günstiger weg, sind es weniger, ist das Angebot von TeilAuto besser. Vergleichen lohnt sich also.

Daimler und BMW rechnen nur nach Zeit ab

Einen ganz anderen Weg geht Daimler bei seinem Projekt "car2go". 2008 startete der Pilotversuch in Ulm mit 200 speziell umgerüsteten Smart Fortwo, auch in den USA läuft eine Testphase. Seit Anfang April wird "car2go" mit 300 Fahrzeugen auch in Hamburg angeboten. Statt einer kombinierten Stunden- und Kilometerpauschale muss der Kunde nur einen Mietpreis von 0,24 Euro pro Minute bezahlen. Spontane, kurze Fahrten werden durch den Entfall des Fixpreises für eine ganze Stunde attraktiver. Den gleichen Weg geht auch BMW mit "DriveNow", das aus einer Kooperation mit dem Autovermieter Sixt hervorgegangen ist. In München und Berlin werden 800 Autos (Mini und BMW 1er) zu einem Preis von 29 Cent pro Minute bereitgestellt. Das ist zwar mehr als bei dem Smart-Projekt, dafür erhält man auch einen Viersitzer mit größerem Kofferraum. Benzin und Parkgebühren sind bei beiden Anbietern inklusive.

Kommentare zu " Carsharing: Vergleichen der Anbieter lohnt sich"

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  • Sehr interessanter Artikel. Ich habe mir mal die Anbieter für privates Carsharing wie Tamyca und Nachbarschaftsauto angesehen und verglichen: http://mobilitaet-und-carsharing.blogspot.com/p/vergleich-privates-carsharing.html. Gruss, Andreas

  • Sehr empfehlenswert ist auch http://www.rent-n-roll.de/ - es geht hier ebenfalls um privates Carsharing. Im Allgemeinen scheint der Trend zum Teilen von persönlichen Ressourcen zuzunehmen, siehe zum Beispiel "Collaborative Consumption" auf Wikipedia.

  • nur ein paar beispiele

    stadtmobil.de , cambio-carsharing.de , flinkster.de , teilauto.net

    tamyca.de - privates carsharing für alle

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