Fahrtüchtigkeit
Wenn der Hustensaft zur Gefahr wird

Ältere Autofahrer nehmen im Durchschnitt mehr Medikamente ein als jüngere. Manche Arzneien mindern die Fahrtüchtigkeit erheblich, - und Betroffenen überschätzen oft ihre Fähigkeiten.
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Berlin.Die Erhöhung des Durchschnittsalters unserer Gesellschaft spiegelt sich auch bei den Autofahrern. Immer mehr ältere Menschen sind motorisiert unterwegs, viele von ihnen nach Einnahme diverser Medikamente, die sie regelmäßig benötigen. In der jetzigen Jahreszeit kommen Arzneimittel gegen Grippe und Erkältungen hinzu.
Die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) hat nun einmal untersucht, wie sich dieser Medikamentenkonsum älterer Menschen auf die Fahrtüchtigkeit auswirkt und erstellte eine Studie „Profile von Senioren mit Autounfällen“. Sie ergab, dass 11,1 Prozent der Studienteilnehmer Medikamente zu sich nahmen, die die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen können.

Die Probanten waren Seniorinnen und Senioren im Alter von über 65 Jahren, die in den vorangegangenen fünf Jahren an einem Unfall als Fahrer beteiligt waren. 50 Teilnehmer hatten an einer medizinisch-verkehrspsychologischen Untersuchung sowie einer Fahrverhaltensprobe teilgenommen. Dabei schätzten 80,9 Prozent der Testteilnehmer ihr Fahrverhaltensvermögen positiver ein, als das nach ihren gezeigten Leistungen der Fall war.

Die Deutsche Verkehrswacht rät deshalb allen, die an einer Grippe oder Erkältung leiden und Medikamente einnehmen, auf das Autofahren zu verzichten. Dieser Rat gilt für Ältere um so mehr, weil bei ihnen diese Mittel durch die ständige Einnahme anderer Medikamenten noch stärker wirken können.

Zu empfehlen ist das Beachten der Hinweise auf den Beipackzetteln, ratsam auch die Rücksprache mit dem Arzt oder dem Apotheker.
Auch an die Wirkung von Alkohol kann das Reaktionsvermögen dann noch mehr beeinträchtigt. In Verbindung mit Medikamenten wird seine Wirkung oft verstärkt. Deshalb sollten Alkohol und Medikamente zusammen absolut tabu sein.

 

Kommentare zu " Fahrtüchtigkeit: Wenn der Hustensaft zur Gefahr wird"

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  • Verdammt nochmal, liebes Handelsblatt, nun besorgt euch doch endlich einmal einen Abiturienten, der eure Artikel probe liest, bevor ihr sie freischaltet, das kann ja wohl nicht wahr sein!
    "Probanten" oder Sätze wie "Auch an die Wirkung von Alkohol kann das Reaktionsvermögen dann noch mehr beeinträchtigt." - jetzt gebt euch doch einmal Mühe!!!

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