Gebrauchtwagen-Check: Mercedes A-Klasse
Was nach dem Elchtest kam

Vor 18 Jahren sorgte die A-Klasse von Mercedes durch den misslungen Elchtest für Furore. Nicht zuletzt dank der Nachbesserungen im Gefolge des Fehlschlags ist die zweite Generation heute ein interessanter Gebrauchtwagen.
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Der hochbauende Vorgänger der aktuellen, sportlichen A-Klasse erinnert noch stark an die erste Generation des Kompakten-Mercedes. Die hatte vor 18 Jahren durch den misslungen Elchtest für Furore gesorgt und in der Folge die massenhafte Verbreitung des damals noch der Oberklasse vorbehaltenen Schleuderschutzes gesorgt. Die zweite Generation mit der internen Typenbezeichnung 169 wurde von 2004 bis 2012 gebaut und ist nicht nur wegen ihrer geringen Mängel ein interessanter Gebrauchtwagen.

Karosserie und Innenraum: Die zweite A-Klasse war gegenüber ihrem Vorgänger (Typ 168) um 31 Zentimeter gewachsen. Eine Version mit kürzerem Radstand wurde nicht mehr angeboten, dafür ist der Typ 169 nicht nur als Fünf- sondern auch als Dreitürer erhältlich.

Deutlich verbessert gegenüber dem Vorgänger wurden Materialqualität sowie das Platzangebot des 3,84 Meter langen Kompakten. Pluspunkte sammelte die A-Klasse mit ihrem variablen Innenraum, bei dem sich die Sitze leicht verstellen lassen. Durch die weitöffnende Heckklappe können auch sperrige Gegenstände verhältnismäßig leicht eingeladen werden.

Die Passagiere thronen aufgrund der hohen Sitzposition nicht nur über dem Verkehrsgeschehen sondern auch über der Technik. Denn die zweite A-Klasse ist ebenfalls in Sandwich-Bauweise konstruiert, bei der die Antriebseinheit teils im Fahrzeugboden untergebracht ist.

Durch diese Konstruktion sollte im Falle eines Unfalls, die auf einem Hilfsrahmen positionierte Antriebseinheit unter die Insassen gedrückt werden und nicht in die Fahrgastzelle eindringen. Was Sicherheit versprach, war jedoch mit hohen Montagekosten bei Reparaturen verbunden.

Motor: Mercedes hat das Angebot an Aggregaten über die Jahre stetig erweitert. Wird die A-Klasse von einem Benziner angetrieben, sollten Gebrauchtwagenkäufer darauf achten, nicht das Basisaggregat A 150 mit 70 kW/95 PS oder den etwas stärkeren A 170 mit 85 kW/116 PS zu wählen. Beide wirken lustlos und bringen den kleinsten Sternenträger nicht richtig in Schwung.

Besser ist da der A 200 mit 100 kW/136 PS, die oberste Leistungsspitze bei den Ottomotoren bildet mit 142 kW/193 PS der A 200 Turbo. Die Dieselmotoren bieten eine Leistung von 60 kW/82 PS bis 103 kW/140 PS. Das Fahrwerk ist hinreichend komfortabel und besser gefedert als beim Vormodell.

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Sandwich-Bauweise erhöht die Sicherheit

Kommentare zu " Gebrauchtwagen-Check: Mercedes A-Klasse: Was nach dem Elchtest kam"

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  • Was nach dem Elchtest kam?
    Alte Leute, lauter alte Leute.
    Deswegen sind A und B Klasse auch die schlimmsten fahrenden Hindernisse.

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