Haftungsfrage vor Gericht
Wenn der Drogenspürhund den Lack zerkratzt

Die Polizei muss nicht für Schäden haften, die bei der rechtmäßigen Durchsuchung eines Autos nach Drogen entstehen. Das hat das Landgericht Magdeburg kürzlich entschieden.
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MagdeburgDie Polizei muss nicht für Schäden haften, die bei der rechtmäßigen Durchsuchung eines Autos nach Drogen entstehen. Das hat das Landgericht Magdeburg kürzlich entschieden. Geklagt hatte eine Mutter, deren Sohn ihr Auto genutzt hatte, um Drogen einzukaufen. Als die Polizei das Auto mit einem Spürhund durchsuchte und Marihuana sowie einen geladenen Revolver fand, entstanden den Angaben der Frau zufolge Kratzer und Lackschäden in Höhe von rund 4.000 Euro. Die Polizei bestritt vor Gericht die Schadenshöhe und berief sich auf die Rechtmäßigkeit des Einsatzes. Dem folgten die Richter.

Die Mutter könne jedoch Ansprüche gegen ihren Sohn stellen, da sie vermutlich nicht damit einverstanden gewesen sei, dass dieser ihr Auto für Drogentransporte nutzte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Klägerin hat einen Monat Zeit, um Berufung beim Oberlandesgericht Naumburg einzulegen.

(Az.: 10 O 787/11).

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