Hintergrund zur KFZ-Versicherung
Was es mit Typ- und Regionalklassen auf sich hat

Zum 1. Oktober ist es wieder so weit. Dann werden von einem neutralen Treuhänder anhand der aktuellsten Statistiken die Regionalklassen festgelegt.
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DüsseldorfZum 1. Oktober ist es wieder so weit. Dann werden von einem neutralen Treuhänder anhand der aktuellsten Statistiken die Regionalklassen festgelegt. Er muss ebenfalls zwischen der Vollkasko, der Teilkasko und der KFZ-Haftpflichtversicherung unterscheiden. In sämtliche Versicherungen werden diese aktuellen Regionalklassen dann übernommen und an die Versicherungsnehmer weitergeleitet. Damit steht dann die Versicherungsprämie fürs kommende Jahr fest.

Innerhalb von Deutschland gibt es über 400 verschiedene Zulassungsbezirke. Dabei werden die verschiedenen Zulassungsbezirke in unterschiedliche Gefahrenklassen eingeteilt. Die Gefahrenklassen werden durch die jeweilige Unfallstatistik festgelegt. Aufgezeigt wird bei der Regionalklasse, wie hoch die Schwere beziehungsweise die Anzahl von den Unfällen in der Region ist. Auf die festzulegende Gefahrenklasse wirkt sich auch die Art und Zahl eines zugelassenen Fahrzeugs aus. Berücksichtigung finden auch noch ganz unterschiedliche Entscheidungsfaktoren. Bei der Regionalklasse wirkt sich dann die Gefahrenklasse bei der KFZ-Versicherung auf die Einstufung aus.


Für die Regionalklassen spielt es auch eine wichtige Rolle, ob es um viel Verkehrsaufkommen in einem Stadtbezirk oder um weniger Verkehrsaufkommen in einer ländlichen Gegend handelt. Dabei wird auch berücksichtigt, dass die Unfalldichte im Stadtbezirk deutlich höher ist. Verglichen zu dem Land ist die Gefahr gravierender Unfälle in der Stadt ebenfalls höher. 
Die Konstruktionsgruppen beziehungsweise Fahrzeugmodelle von Fahrzeugen sind in der Autoversicherung je nach dem Schadensverlauf in den Typklassen zusammengefasst. In der Kasko gibt es die 10 bis 40 und in der Autohaftpflicht gibt es die Typklassen 10 bis 25. Modelle mit einem weitestgehend gleichartigen Schadenverlauf sind in den einzelnen Typklassen zugeordnet.

Sehr wichtig bei der KFZ-Versicherung ist auch die Schadenfreiheitsklasse, denn diese teilt mit, wie viele Jahre bereits unfallfrei gefahren wurde. Bei der KFZ-Police berechnet sich damit auch maßgebend der Beitragssatz. Bei sämtlichen Autoversicherungen sind die Schadenfreiheitsklassen identisch, jedoch nicht die Prozente. Der jeweilige Versicherer legt fest, wie viel Prozent welcher Schadenfreiheitsklasse entspricht.


Das Unfallrisiko wird bei der gesetzlichen Unfallversicherung nach den Gefahrenklassen eingestuft, die für einen jeweiligen Gewerbebetreibenden maßgeblich sind. Die Berufsgenossenschaft für Fahrzeughalter (BGF) ist die wichtige Institution und dies besonders, wenn ein Fahrzeughalter mit dem Auto berufsmäßig fährt. Die Mitglieder werden von der BGF in 15 unterschiedliche Gefahrenklassen eingestuft.

In dem straßengebundenen Verkehr bestehen die Unterschiede darin, ob Personen oder Güter transportiert werden. Auch KFZ-Überführungen und Abschleppdienste erhalten eine Einstufung in spezielle Gefahrenklassen.


Es ist allerdings auch wichtig, sich bei der privaten Unfallversicherung um die Gefahrenklassen zu kümmern, denn innerhalb von Deutschland geschehen ungefähr siebzig Prozent der Unfälle im Freizeitbereich. An dieser Stelle gibt es eine einfachere Regelung für die Einstufung. Sämtliche Frauen und die nicht körperlich tätigen Personen kommen in die Gefahrenklasse A.

Männer mit einer handwerklich-körperlichen Tätigkeit befinden sich in der Gefahrenklasse B. Im Vergleich zu der Gefahrenklasse B sind die Versicherungsprämien in der Gefahrenklasse A wesentlich niedriger. Dies liegt darin, weil bei Männern mit einer handwerklichen Tätigkeit die Unfallhäufigkeit wesentlich höher ist.

Kommentare zu " Hintergrund zur KFZ-Versicherung: Was es mit Typ- und Regionalklassen auf sich hat"

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  • Die Aussage "Sämtliche Frauen . . kommen in die Gefahrenklasse A stimmt ab dem 21.12.2012 wegen der ab dann geltenden Unisex-Tarife nicht mehr.
    Sog. B-Tätigkeiten gelten dann u.a. für
    Bäuerin / Landwirtin, Bedienung / Kellnerin, Blumenbinderin, Bäckerin und Konditorin, Fitness-Trainerin,Dipl.-Ingenieurin*, Flugbegleiterin / Stewardess
    Garten- und Landschaftsbauerin, Hotel- und Gaststättenangestellte, Polizistin, Raumpflegerin / Reinigungsfachfrau, Reitlehrerin, Kantinenangestellte / Köchin, Kommunalbeamtin / -angestellte, Künstlerin,
    Laborantin, Schaufensterdekorateurin, Sportlehrerin
    Tierärztin / Tierarzthelferin, Werbegestalterin.
    Quelle der aufgeführten Berufe: Volkswohl Bund
    Bei Bedarf sollten Frauen also vor dem 21.12.2012 eine private Unfallversicherung abschließen.

    Fred Rupprecht Assekuranzmakler, 82049 Pullach

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