Ratgeber + Service

_

Neue Reisemobile: Flacher, leichter, trendiger

Wer den alten Führerschein Klasse 3 hat, kann fast jedes Reisemobil steuern. Mit dem neuen B-Führerschein hingegen ist bei 3,5 Tonnen Schluss. Das verlangt einen Spagat zwischen guter Ausstattung und geringem Gewicht.

Unabhängig und aktiv: So sieht die Zielgruppe der "jung gebliebenen Senioren" aus, die Bürstner mit seinem neuen Viseo ansprechen möchte. Quelle: dpa
Unabhängig und aktiv: So sieht die Zielgruppe der "jung gebliebenen Senioren" aus, die Bürstner mit seinem neuen Viseo ansprechen möchte. Quelle: dpa

StuttgartDie Reisemobilbranche entwickelt sich mehr und mehr zu einem Zweiklassenmarkt: Auf der einen Seite die finanziell eher unabhängige Kundschaft, die für ein rollendes Zuhause mit allen Annehmlichkeiten gerne mal einen bis zu sechsstelligen Betrag hinblättert. Auf der anderen Seite die junge Kundschaft, die sowohl gut und günstig als auch modern unterwegs sein möchte.

Anzeige

"Die Silver Ager werden weniger, daher muss die Branche jetzt Fahrzeuge für die nächste Generation anbieten - und da stellt sich ganz klar die Gewichtsfrage", sagt Martin Vogt vom Fachmagazin "Reisemobil International". Denn vom Gewicht hängt ab, ob der Nachwuchs das rollende Heim überhaupt fahren darf.

Vorschau auf die CMT in Stuttgart Die ersten Wohnmobil-Trends für 2013

  • Vorschau auf die CMT in Stuttgart: Die ersten Wohnmobil-Trends für 2013
  • Vorschau auf die CMT in Stuttgart: Die ersten Wohnmobil-Trends für 2013
  • Vorschau auf die CMT in Stuttgart: Die ersten Wohnmobil-Trends für 2013
  • Vorschau auf die CMT in Stuttgart: Die ersten Wohnmobil-Trends für 2013

Bis zu 3,5 Tonnen schwer darf ein Reisemobil sein, wenn der Fahrer mit dem neuen EU-Führerschein der Klasse B am Steuer sitzt. Mit der Erweiterung B96 erhöht sich das Gewichtslimit auf 4,25 Tonnen. Mit dem alten Führerschein 3 waren aber 7,5 Tonnen erlaubt. Das ist ein deutlicher Unterschied, zumal bei einem voll ausgestatteten Reisemobil mit Schlafplätzen, Küchenzeile und Nasszelle schnell ein paar Tonnen zusammenkommen.

Die Hersteller müssen daher in der Klasse der Kompakten und Teilintegrierten den Spagat zwischen guter Ausstattung und geringem Gesamtgewicht schaffen. "Gewichtsersparnis geht vor allem über zwei Parameter: Material und Größe", so Vogt. Weil leichtere Baustoffe wie Faserverbundstoffe aber in der Regel teuer sind, gehen die Hersteller dazu über, bei der Bauweise Gewicht einzusparen.

Caravans- und Wohnmobile

Carthago bringt mit dem C-tourer I 138 lightweight ein integriertes Reisemobil mit nur rund 2,84 Tonnen Gewicht an den Start. "Das geringe Gewicht erreichen wir beispielsweise beim Holz der Inneneinrichtung, durch ausgefräste Verblendungen", erklärt Sprecher Christof Folkerts. Daneben habe Carthago durch einen neuen Rahmen viel Gewicht einsparen können. Noch leichter mit nur 2,8 Tonnen ist das Modell C-Compactline (ab 67.990 Euro), bei dem die Fahrzeugbreite um 15 Zentimeter auf 2,12 Meter reduziert wurde.

Ebenfalls auf eine schlanke Taille achtet Bürstner beim neuen Viseo, dessen Breite auf 2,20 Meter reduziert wurde. Vor allem "jung gebliebene Senioren" will der Hersteller mit dem Modell ansprechen. Auf 6,90 Metern bietet er dafür unter anderem eine voll ausgestattete Küche, Einzelbetten und ein GfK-Dach serienmäßig. Die Preise für den Kompakten auf Fiat-Ducato-Basis beginnen bei 62.370 Euro.

  • Die aktuellen Top-Themen
VW-Markenabend in Bildern: Lautlose PS-Protze und eine Warnung von Winterkorn

Lautlose PS-Protze und eine Warnung von Winterkorn

Beim Schaulaufen der Marken des VW-Konzerns bleiben selbst die PS-Protze ganz ruhig. Die Wolfsburger zeigen in Paris die ersten Ausläufer ihrer Hybrid-Offensive  – und einen völlig lautlosen Lamborghini.

Umdenken bei VW: Großspurig fahren mit dem XL Sport

Großspurig fahren mit dem XL Sport

Eigentlich hat VW das Leichtbaumobil XL1 entwickelt, um Verbrauchsrekorde zu brechen. Nun soll eine Sportversion dies auch mit Rundenrekorden auf Rennstrecken tun – mit Technik von der Konzerntochter Ducati.

Dacia Dokker im Handelsblatt Autotest: Rette sich, wer will

Rette sich, wer will

Dacia bleibt seinem Konzept „mehr Raum für weniger Geld“ treu. Der Hochdachkombi Dokker auf Basis des Lodgy führt allerdings selbst Minimalisten an ihre Grenzen. Und nicht alles wirkt beim Raumwunder zu Ende gedacht.