Oldtimer und Youngtimer
Krisensichere Geldanlage mit hohem Spaßfaktor

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Sorgfalt bei der Ankaufsuntersuchung ist Pflicht

Zu solchen Ausnahme-Erscheinungen zählen auch Raritäten wie der Porsche 550 Spider, dessen Wert sich in den letzten fünf Jahren auf rund eine Million Euro verdoppelt hat und auch der Ferrari 250 GT Berlinetta passo corto „SWB“, dessen Marktwert 2005 noch rund 1,2 Millionen Euro betrug und auf rund zwei Millionen Euro geklettert ist.

Ein noch extremeres Beispiel stellte der 1937er Bugatti 57 Atalante dar, der in den 1950er-Jahren ein weithin unbeachteter Gebrauchtwagen und allenfalls für einige Handvoll Pfund gehandelt wurde, wurde bei Bonhams im August 2008 aber für für 3,5 Millionen Euro versteigert wurde.

Das Gros allerdings machen die „normalen“ Klassiker aus. Sie unterliegen moderaten Wertzuwachsraten – vorausgesetzt, es handelt sich um qualitativ gute Exemplare und keine „Blender“ mit versteckten Mängeln. Zu ihnen zählen Klassiker wie der VW Karman-Ghia Typ 14: Vor zehn Jahren noch für durchschnittlich 12.400 Euro gehandelt, bringt er heute nach Erhebungen der Sachverständigen-Organisation Classic Data durchschnittlich 16.300 Euro. Oder ein MG B Mk III, heute für 15.000 Euro gehandelt, brachte im Jahr 2000 gerade 10.500 Euro.

Ein Mercedes-Benz SL aus der „Pagoden“-Ära erzielt heute gut und gerne 50.000 Euro – vor zehn Jahren waren es noch 35.000 Euro. Der ADAC nennt in seiner Wertanlagen-Story auch den Fiat Dino Spider, der innerhalb der letzten zehn Jahre seinen Wert auf 40.000 Euro verdoppelt hat.

Doch es gibt unter den Fahrzeugen, die als Klassiker gelten, auch "Garagenhüter". "Ein ganz schlimmer Fall sind die Jaguar-Modelle XJ6 und XJ40 von Mitte der 70er bis Mitte der 80er Jahre", sagt Johannes Hübner, Sprecher der Techno Classica. Herbe Wertverluste hätten auch die Besitzer von Opel Calibra oder VW Scirocco II in der Vergangenheit hinnehmen müssen.

Besser keine Kompromisse beim Kauf eingehen

Zu den Fahrzeugen mit überdurchschnittlich hohen Wertsteigerungen gehört - bei einem guten Zustand - hingegen der VW Bus in der Sonderausführung mit Panoramafenstern. Der sogenannte Samba-Bus aus den 60er Jahren habe in den vergangenen vier Jahren eine Wertsteigerung von 100 Prozent erfahren, erklärt Hübner. Ein anderes Beispiel ist die Ente: Der beliebte Citroën 2CV hat sich laut dem DOX in den vergangenen zwei Jahren im Preis auf rund 5.000 Euro verdoppelt.

Experten verschiedener Oldtimer-Zeitschriften raten Einsteigern generell dazu bevorzugt auf Coupe, Roadster- und Cabrio-Modelle zu setzen und ehemals unbeliebte Autos mit geringen Verkaufs- bzw. Zulassungszahlen bevorzugt zu analysieren.

Norbert Schröder, Chef der Gutachten-Organisation Kleofactum in Düsseldorf, rät: „Klassiker in perfektem Zustand, mit wenig Kilometern, belegter, lückenloser Service-Historie und üppiger Ausstattung haben das größte Preissteigerungs-Potenzial. Wer beim Kauf Kompromisse eingeht, muss mit Folgekosten für Reparaturen und Restaurierungen rechnen.“

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Frank G. Heide
Frank G. Heide
Handelsblatt / Redakteur Auto + Motor

Kommentare zu " Oldtimer und Youngtimer: Krisensichere Geldanlage mit hohem Spaßfaktor"

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  • reine spekulationsobjekte, aber richtig erkannt - krisensicher!

    imgegensatz zu den neuen supidupi mit elektronik vollgestopften karren laufen die auch noch mit einem holzvergaserauf dem hänger

    schönes wochenende - und meidet die radwege

    > http://commonman.de/wp/?page_id=2974

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