Pfingsten naht Der Benzinpreis steigt und steigt und steigt

Pünktlich zum langen Wochenende geht das altbekannte Spiel wieder los: Die Mineralölkonzerne greifen uns an der Tankstelle tief in die Tasche. Doch dieses Mal hat die Preiserhöhung auch andere Gründe.
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In der vergangenen Woche kostete ein Liter Super E10 im Schnitt rund 1,53 Euro. Quelle: dpa

In der vergangenen Woche kostete ein Liter Super E10 im Schnitt rund 1,53 Euro.

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DüsseldorfEin langes Wochenende und dazu noch der Beginn der Pfingstferien in Baden-Württemberg und Bayern, das klingt nach viel Ärger und Frust für den Autofahrer. Die Verkehrsclubs rechnen mit kilometerlangen Staus auf den Autobahnen Richtung Alpen sowie zu Nord- und Ostseeküste.

Doch Verkehrsbehinderungen dürften für viele das kleinere Ärgernis sein. Denn pünktlich zu den Feiertagen werden wohl wieder die Preise an der Tankstelle steigen. "Wir rechnen damit, dass die Ölkonzerne ab Freitag rund drei Cent auf den Benzinpreis draufpacken", sagte ADAC-Sprecher Andreas Hölzel gegenüber dem Portal rp-online.

Gescheiterte Opec-Konferenz ist ein Grund

Zu den nahezu schon üblichen Feiertagsaufschlägen kommt noch ein weiterer Faktor: der Ölpreis. Nach dem Rekordhoch von 126,62 Dollar pro Barrel Brent-Öl Mitte April hatte sich der Preis zwar etwas erholt. Doch diese Entwicklung hielt nicht lange an. Von 109,55 Dollar Mitte Mai ist der Preis inzwischen gestiegen. Im asiatischen Handel legte der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent mit Auslieferung im Juli leicht um 12 Cent zu auf 119,73 US-Dollar. Der Preis für ein Fass Rohöl der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) verbilligte sich hingegen leicht um 19 Cent auf 101,74 Dollar.

Händler nannten als Ursache für das hohe Niveau der Ölpreise unter anderem die gescheiterte Opec-Konferenz vom Mittwoch. Saudi-Arabien war mit dem Vorstoß gescheitert, die Förderquoten anzuheben. Damit sollten der Ölpreis gedrückt und Belastungen für die Weltwirtschaft verringert werden. Saudi-Arabien will nun seine Förderung forcieren. "Dies bedeutet aber, dass weniger Überschuss-Kapazitäten für unerwartete Ausfälle zur Verfügung stehen", betonte Rohstoff-Experte Tony Nunan von Mitsubishi Corp. Daher seien Käufe von spekulativ orientierten Investoren zu erwarten, die den Preis weiter nach oben trieben.

Auch eine anhaltend starke Nachfrage aus China hat den Preis für die Nordsee-Ölsorte Brent am Freitag zeitweise sogar auf ein Fünf-Wochen-Hoch von 120,07 Dollar je Barrel gehievt. Der weltweit zweitgrößte Verbraucher importierte den Angaben zufolge im Mai 20 Prozent mehr Rohöl als im Vorjahresmonat. Damit lagen die Einfuhren den fünften Monat in Folge bei mehr als fünf Millionen Barrel täglich.

Zuletzt war eine Entspannung bemerkbar
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10 Kommentare zu "Pfingsten naht: Der Benzinpreis steigt und steigt und steigt"

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  • Benzin ist bei uns nicht teuer weil es knapp ist sondern weil sich das Kartell aus Mineralölwirtschaft und Staat nach Ausschaltung des Wettbewerbs auf unverschämte Weise daran bereichern !

  • Langsam nervt das doch wirklich:

    Es sollte doch jedem bekannt sein dass das Öl endlich ist und irgendwann verbraucht sein wird, d. h. der Preis kann ja nur teurer werden.

    Zu Feiertagen (Urlaubszeit) fahren mehr Leute mit dem Auto in der Gegend rum, ist doch klar dass der Preis da steigen muss, das lernt man in der dritten Klasse mit Angebot und Nachfrage.

    Mit allen die pendeln und genauso mit öffentlichen (Zug, etc.) fahren könnten, habe ich keinerlei Mitleid und finde es nervig, wenn diejenigen sich über die steigenden Preise beschweren, deren Problem!!!

    Ich pendel seit über einem Jahr in Mittelfranken mit dem Zug und muss mittlerweile über die Leute lachen die sich morgens und abends durch den Stau quälen!

  • Wer nicht hören will muß zu Fuß gehen.

    http://www.bps-niedenstein.de/content/view/192/2/

  • Gerne lade ich Sie auf einen Tausch zur mir ein!
    30km einfacher Arbeitsweg. Zwischendurch ca 10km pro Tag wechseln zwischen verschiedenen Filialen. ÖPNV gibt es gar nicht in dieser Richtung. Der Weg zum Supermarkt ist mit rund 3km noch recht überschaubar. Bei 4 Personen müssten Sie aber öfters fahren um überhaupt alle Getränkekisten transportieren zu können...
    KiTa und Schule sind mit 3 bzw 4 km noch recht günstig gelegen. Leider konnte ich das meiner 3jährigen noch nicht klar machen das sie morgens mit mir direkt an der Bundesstraße in die KiTa läuft.
    Ich wohne im ländlichen Raum in der größten Stadt hier (ca 14000 Einwohner in Ostthüringen). Vorschläge wie Ihrer mögen gut gemeint sein, aber in meiner Heimat absolut unpraktisch -Denn nicht jeder wohnt in einer Großstadt mit U/S-Bahn...

  • Lieber Harry, wenn Sie täglich 75 km zur Arbeit fahren müssten, ohne die Möglichkeit zu haben öffentliche Verkehrsmittel nutzen zu können, würden Sie anders denken.

  • Ich sehe es genau so. Wenn jeder Chinese und Inder genau so viel Auto fahren würde, wie der Durchschnittseuropäer oder Amerikaner, läge der Preis bei 5 EUR pro Liter Treibstoff.

    Öfters mal laufen oder mit dem Rad fahren oder Fahrgemeinschaften bilden, auch wenn ich dann mal nicht ganz so flexibel bin.

  • Lieber Harry, wenn Sie 75 km zum Arbeitsplatz fahren müssten, würden anders denken.

  • Das müssen die Autofahrer langsame begreifen: Die Zeit der billigen Mobilität ist endgültig vorbei. Die endlichen Ressourcen haben ihren Preis und der wird aufgrund der steigenden Nachfrage sicherlich nicht sinken. Neue Konzepte sind gefragt und vor allem neues Verhalten. Ich radel täglich in die Arbeit und habe teilweise schon Mitleid mit meinen genervten Mitbürgern, die im Stau stehen und dafür noch viel Geld nach Arabien und Rußland überweisen. Umdenken !

  • Ich verstehe garnicht worüber sich die Deutschen aufregen. Schon vor mehr als 20 Jahren verlangten die so sehr geliebten "Grünen" 1 Liter Benzin soll 5 DM kosten!

  • wirklich ein fundierter Kommentar! Gratulation!

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