Ratgeber
Lackpflege zum Saisonabschluss

Die vermeintlich letzte Chance zur Lackpflege sollten Autofahrer jetzt ergreifen. Wenn es kälter wird, ist Lackpflege nämlich erst einmal tabu. Und so kann man Lack und Fahrzeug auf den Winter vorbereiten.
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LandauPünktlich vor der kalten Jahreszeit widmen sich achtsame Autofahrer nochmals der Außenhaut ihres Fahrzeugs. Um den Glanz zu erhalten, wird es jetzt höchste Zeit für die Lackpflege. Sobald die Temperaturen sich nämlich um die 10 Grad Celsius bewegen, werden entsprechende Pflegemittel zähflüssig - und lassen sich nur noch eingeschränkt nutzen.

Am Anfang steht ein Besuch in der Waschstraße an. Das Auto muss gründlich gereinigt werden. "Wenn Naturprodukte wie Vogeldreck oder Insekten nicht rechtzeitig entfernt werden, ätzen sie sich direkt in die Lackoberfläche und hinterlassen dort Krater mit feinen Rissen", erklärt Lackexperte Olaf Menzel von der Autopflegemarke Nigrin. Doch nicht nur die Hinterlassenschaften von Tieren setzen dem Lack zu: Kleinste Steinschläge, aber auch die Bürsten der Waschstraße können Kratzer entstehen lassen.

Mit einer Politur lassen sich solch oberflächliche Risse und Schrammen meist problemlos aus der Klarlack-Schicht herausarbeiten. Die schadhafte Region wird durch die Polierteilchen einfach abgetragen, Kot und Kratzer verschwinden. Das Pflegemittel wird mit weichen Schwämmen oder Microfasertüchern am besten mit kleinen kreisförmigen Bewegungen aufgetragen. Bei tiefer gehenden Schäden, die bereits den Basislack erreichen, sind dagegen schwerere Geschütze notwendig: Lackstifte im Original-Farbton oder sogar komplette Lack-Reparatur-Sets kaschieren den ehemaligen Schandfleck.

Um den Lack zu konservieren, wird nach der Politur eine neue Wachsschicht aufgetragen. Sie sorgt für Tiefenglanz und dient als Schutzpanzer vor erneuten Angriffen. Vogelkot und Insekten haften nicht mehr so schnell an, die Gefahr tiefgehender Schäden wird reduziert, was im Winter mit Eis und Streusalz besonders wichtig ist. Ein Tipp: Eine gute Lackpflege dauert selbst bei einem Kompaktfahrzeug rund zweieinhalb Stunden. Um nicht zu ermüden, sollte stückchenweise gearbeitet und die Oberfläche der Karosserie hierfür in Teilbereiche aufgeteilt werden.

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