Ratgeber Wohnmobil im Winter
Tipps für Camper, die Schnee lieben

Wer auch bei eisigen Temperaturen nicht aufs Campen verzichten kann, sollte sich und sein Wohnmobil auf entsprechend vorbereiten. Speziell im Winter gilt es besondere Verhaltensregeln zu beachten.
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Rund 55.000 Euro kostet ein Wohnmobil heutzutage durchschnittlich. Viel Geld, wenn man das Fahrzeug nur während der Sommermonate nutzt. Dabei können gerade Winterferien mit der rollenden Ferienwohnung Spaß machen, vorausgesetzt, man bereitet sich auf die Mobiltour entsprechend vor. Grundsätzlich ist jedes moderne Reisemobil für den Einsatz im Winter geeignet.

Wie jeder Autofahrer sollte auch der Wohnmobilpilot zunächst einmal sein Fahrzeug fit für den Wintereinsatz machen: Das Kühlwasser des Motors muss ausreichend Frostschutzmittel enthalten; das Motoröl sollte der Viskositätsklasse SAE 5W40 angehören.

Dieses Öl deckt die Temperaturspanne von plus 30 bis minus 30 Grad Celsius ab. Fahrzeugbatterie und Lichtmaschine müssen ihre volle Leistung bringen. Außerdem ist zu prüfen, ob der Tank der Scheibenwaschanlage mit ausreichend Reinigungs- und Frostschutzmittel versehen ist, fertige Mischungen gibt es an jeder Tankstelle.

Gute Winterreifen mit genügend Profil sind für die Urlaubsfahrt in der kalten Jahreszeit ebenso notwendig wie Schneeketten für die Antriebsräder. Das Aufziehen der Schneeketten sollte die Mobil-Crew vor Reiseantritt üben. Klappt es zu Hause nicht, kann man notfalls Fachleute um Rat fragen und riskiert nicht, hilflos auf verschneiter Bergstrecke steckenzubleiben.

Zur Winterausrüstung von Wohnmobilfahrern gehören Schaufel, Handfeger, Eiskratzer, Starthilfekabel, Unterlegkeile und Arbeitshandschuhe. Auch nicht vergessen: Holzbretter als Unterlage von Reifen und Stützen – so sinkt das Reisemobil bei Tauwetter nicht in den Boden ein.

Bei längerem Aufenthalt in kalten Regionen empfiehlt sich ein Wintervorzelt: Es schützt vor Wind, Kälte sowie Schnee und ist zudem ein praktischer Abstellraum für die Skiausrüstung.

Thermomatten für die Scheiben des Fahrerhauses schützen gegen Frost. Zwischen Fahrerkabine und Wohnbereich lassen sich zudem spezielle Wintervorhänge befestigen, die die Kälte aus der Fahrerkabine vom Wohnzimmer fernhalten.

Sollte eine Wasserleitung einfrieren, hilft ein einfacher Haarfön, der sie mit seiner Heißluft schnell wieder auftaut. Zur Vorbeugung ist es außerdem empfehlenswert, die Spindeln an den Kurbelstützen gut zu säubern und einzufetten, damit sie nicht vereisen.

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