Sicher fahren im Herbst und Winter
Höchste Zeit für den Reifenwechsel

Die Temperaturen sinken, es ist höchste Zeit für wintertaugliche Reifen. Wer auf den ersten Schnee wartet, ist schlecht beraten. Denn auch bei Reifglätte am Morgen und überfrierender Nässe haben M+S-Pneus Vorteile.
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DüsseldorfDie Zeit für Sommerreifen ist spätestens mit der Zeitumstellung am vergangenen Wochenende für 2012 endgültig vorüber. Wenn die Tage kürzer werden und die Temperaturen sinken, wird es Zeit für wintertaugliche Reifen. Denn die mit dem "M+S"-Symbol gekennzeichneten Pneus bieten nicht nur im Schnee deutlich mehr Sicherheit, sondern haben auch bei typischem Herbstwetter wie überfrierender Nässe oder Reifglätte Vorteile. Sie sind aufgrund der aktuellen Temperaturen in den deutschen Höhenlagen schon jetzt den Sommerkollegen deutlich überlegen und bringen ein Plus an Sicherheit. Für ihren Einsatz sprechen vor allem deutlich kürzere Bremswege.

Bremstests zeigen, dass auf Schnee ein Fahrzeug mit Sommerreifen aus Tempo 80 über 40 Meter länger benötigt bis es zum Stehen kommt als ein Auto mit Winterreifen. Das entspricht der Länge von rund zehn Pkw oder zwei Lkw mit Anhängern. Während das Auto mit Winterpneus bereits steht, ist das Fahrzeug mit Sommerreifen noch mit 49 Stundenkilometern unterwegs. Für kurze Bremswege auf nassen, vereisten und verschneiten Straßen sind insbesondere die Gummimischungs- und Lamellentechnologie von Winterreifen entscheidend. Laufflächenmischungen, die auch bei niedrigen Temperaturen flexibel bleiben, sorgen für den Grip. Doch nur in Verbindung mit speziellen Lamellen kann die Mischung ihre volle Wirkung entfalten.

Wer trotzdem bei Schnee, Eis- und Reifglätte mit Sommerreifen unterwegs ist, riskiert ein Bußgeld von 40 Euro, werden andere Verkehrsteilnehmer behindert, drohen sogar 80 Euro Strafe und ein Punkt in Flensburg. Wer nun noch kurzfristig kaufen muss, braucht aber keine besonders hohen Preise zu fürchten.

Nach Ansicht von Christian Schmitz, Geschäftsführer bei Auto-Teile-Unger, werden in diesem Jahr die Pneus für die kalte Jahreszeit billiger. "Aktuell sehen wir deutlich niedrigere Preise als im Vorjahreszeitraum", sagte der Chef der Werkstattkette gegenüber der "Wirtschaftswoche". Dafür sorge der wachsende Wettbewerb im Internet und die damit verbundene Preistransparenz. Leere Regale beim Händler müsse der Kunden nicht fürchten, denn die Reifenindustrie habe die Produktion erhöht, so dass Engpässe in der Versorgung nicht zu erwarten seien. Zudem könnte aufgrund der schwächelnden Automarkts die Nachfrage zurückgehen.

Und was soll man auf die Felgen ziehen? Obwohl für Winterreifen die gleiche gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern gilt, ist der Autofahrer mit einem früheren Wechsel auf der sicheren Seite. Unter vier Millimetern Profiltiefe sind Winterreifen nur sehr bedingt sicher. Auch werden Pneus spröde, wenn sie älter als zehn Jahre sind. Bei den großen Winterreifen-Tests, deren Ergebnisse die einschlägigen Magazine und Autoclubs schon vor Wochen veröffentlicht haben, gehen die aktuellen Empfehlungen wieder eindeutig zur Markenware und zum individuellen Preisvergleich.

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Test-Ergebnisse von Auto Bild und ADAC

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  • Winterreifen haben bei winterlichen Bedingungen nicht immer den kürzeren Bremsweg, denn ABS verhindert genau das. Auf Schnee steht jeder Pkw mit Winterreifen ohne ABS schneller - hat also einen kürzeren Bremsweg und somit Anhalteweg - weil sich zwischen Reifen und Schneedecke ein Schneekeil bilden kann, der zusätzlich das Fahrzeug bremst. Bei ABS ist der Bremsweg um ca. 15% länger.

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