Unfallhaftung
Kein Schmerzensgeld für überfahrenen Hund

Auch wenn der Hund als des Menschen bester Freund gilt, vor Gericht hat der treue Begleiter nicht das gleiche Ansehen.
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Für einen von einem Traktor überfahrenen Hund kann die Halterin kein Schmerzensgeld verlangen. Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs muss der Unfallverursacher lediglich die Hälfte der materiellen Kosten übernehmen.

Im konkreten Fall war eine junge Labradorhündin während eines Spazierganges unangeleint unterwegs und wurde von einem Traktor auf einem Feldweg überfahren. Die Halterin erlitt daraufhin einen Schock, der zu einer Depression führte.

Daher forderte sie neben den materiellen Kosten, die die Behandlung durch den Tierarzt, die Anschaffung eines neuen Hundes sowie das Honorar für ihren Anwalt umfassten, auch eine Entschädigung für ihren Schockschaden vom Traktorfahrer, was das aber Gericht verneinte.

Schmerzensgeld werde im Allgemeinen gewährt, wenn es sich um den Verlust eines Menschen handelt, erklärt ein Experte der Arag-Rechtsschutzversicherung. Die Tötung von Tieren, so schmerzlich sie unter Umständen für die Halter sei, solle nicht der Tötung von Angehörigen oder anderen dem Betroffenen nahestehenden Menschen gleichgestellt werden.

Kommentare zu " Unfallhaftung: Kein Schmerzensgeld für überfahrenen Hund"

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  • "Die Tötung von Tieren, so schmerzlich sie unter Umständen für die Halter sei, solle nicht der Tötung von Angehörigen oder anderen dem Betroffenen nahestehenden Menschen gleichgestellt werden."
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    Typische, widerliche, anthropozentrische Arroganz von Ahnungslosen! Nach Expertenmeinung (keine "Experten" einer Rechtsschutzversicherung, sondern erfahrene Psychologen, die sich mit dieser Thematik wirklich auskennen) ist der Verlust eines geliebten Hundes genauso schwerwiegend wie oder sogar schwerwiegender als der Verlust eines sehr nahestehenden Angehörigen (da spielen m.E. Aspekte eine Rolle, die bei zwischenmenschlichen Beziehungen nicht vorhanden sind)!
    Wer den Hund eines Menschen tötet, sollte regelmäßig und zwingend auch wegen schwerer Körperletzung an diesem angeklagt werden, denn das Trauma durch diesen Verlust ist nicht wegzuargumentieren und (ggf. monate- bis jahrelange) Depressionen bis hin zum Selbstmord sind durchaus möglich, abhängend von der Intensität des Bandes zwischen Mensch und Hund, der *keine* Sache ist, sondern ein Lebensgefährte.
    Aber dieses empörende Urteil des BGH ist ein typisches Beispiel für die Eiseskälte dieser Gesellschaft, die unter dem Strich mit dem intensiven Band zwischen Mensch und Hund (das immerhin fossil belegt seit *mindestens* 32000 Jahren existiert; Möglicherweise ist diese Gemeinschaft noch erheblich älter, 125.000 Jahre (m-DNS-Untersuchungen deuten darauf hin) bis zu 400.000 Jahre (vage paläontologische Hinweise)) nichts anfangen kann und dieses Band sogar noch *besteuert*, weil es angeblich Luxus ist.
    Für mich als jemand, der rund um die Uhr jahrein, jahraus mit Hunden *lebt*, hat dieses Urteil jedenfalls Skandalqualität!

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