Urteil
Privates Abschleppen darf 220 Euro kosten

Wer sein Auto unerlaubt länger als eine Stunde auf dem Parkplatz eines Supermarktes abstellt, muss mit hohen Kosten rechnen. Das Berliner Kammergericht fällte dazu ein Urteil.
  • 1

BerlinDer Inhaber des Geschäfts darf rund 220 Euro verlangen, bevor eine von ihm beauftragte Abschleppfirma den Standort des Autos bekanntgibt. Das entschied das Berliner Kammergericht. Die Richter bestätigten damit ein Urteil des Landgerichts.

Die Fahrzeughalterin hatte gegen das Vorgehen geklagt, weil der geforderte Geldbetrag im Vergleich zu Abschleppkosten der Polizei ihrer Meinung nach deutlich überhöht und das Zurückhalten des Autos nicht gerechtfertigt sei. Die Richter folgten den Argumenten in beiden Instanzen nicht. Der Grundstücksbesitzer, in diesem Fall der Inhaber des Supermarktes, dürfe neben reinen Abschleppkosten auch die Suche nach einem Fahrer oder die Beweissicherung bei seinen Forderungen berücksichtigen.

Beide Urteile sind nicht rechtskräftig.

Kommentare zu " Urteil: Privates Abschleppen darf 220 Euro kosten"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Berliner-Richter erlauben neue Abzockermasche.
    Mit Recht hat dieses Urteil wahrlich wenig zu tun, es zeigt nur eins, die Justiz zeigt nur ihre Macht, oder andersausgedrückt, die Richter haben ihr wares Gesicht gezeigt und für ihre Lobby-Klientel im Namen des Volkes rechtgesprochen, Hahaha.
    Danke

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%