Autoindustrie
Toyota kritisiert Allianz von GM und Peugeot

Der japanische Autobauer fürchtet, dass das Bündnis der GM-Tochter mit Peugeot Nachteile für den Wettbewerb mit sich bringen könnte. Darüber hinaus rechnet der Konzern in diesem Jahr mit schwierigen Geschäften.
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HamburgToyota hegt Bedenken gegen die erwartete Allianz zwischen der GM-Tochter Opel und dem französischen Rivalen Peugeot. „Ich finde das nicht so einfach“, sagte Toyota-Deutschland-Präsident Toshiaki Yasuda am Mittwoch in Hamburg. Wenn sich zwei Konzerne von der Größe wie GM und PSA Peugeot Citroen bei der Strategie abstimmten, habe dies in der Regel Auswirkungen auf den Wettbewerb, fügte er kritisch hinzu.

Yasuda widersprach zudem der Darstellung, Überkapazitäten seien das Hauptproblem der europäischen Automobilindustrie. Angesichts weltweit steigender Pkw-Nachfrage komme es darauf an, „woher und wohin“ man Autos liefere, sagte der Toyota-Manager. Die globale Steuerung werde immer wichtiger. So habe Toyota nach der Erdbebenkatastrophe in seiner Heimat vor fast einem Jahr den Anteil seiner Auslandsproduktion weiter erhöht, um unabhängiger von Währungseinflüssen und regionalen Störungen zu werden. Inzwischen produziert Toyota zwei Drittel seiner Fahrzeuge außerhalb Japans.

Die Beschränkung von Opel auf den europäischen Markt gilt als wichtiges Hindernis für die GM-Tochter, ihre Kapazitäten auszulasten, um wieder schwarze Zahlen zu schreiben. Wie Peugeot leidet der Rüsselsheimer Autobauer unter dem Absatzrückgang in Ländern Südeuropas, in denen die Regierungen drastische Sparprogramme aufgelegt haben, die den Konsum belasten. Als Folge halten sich viele Verbraucher beim Kauf langlebiger Konsumgüter zurück. Deshalb wird in Europa darüber nachgedacht, Produktion zu bündeln, um Fabriken zu schließen.

Yasuda machte dagegen deutlich, dass es darauf ankomme, wie man die Kapazitäten nutze. Der einstige Weltmarktführer liefert beispielsweise Fahrzeuge aus den USA nach Russland sowie von Großbritannien in seine Heimat Japan. In Europa produziert Toyota neben Großbritannien in der Türkei und Frankreich.

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