GM beteiligt sich an PSA
Der Peugopel kommt

Opel-Modelle können künftig auf der gleichen Plattform wie Peugeots gebaut werden. Die Opel-Mutter General Motors schmiedet eine Allianz mit dem angeschlagenen französischen Autobauer PSA Peugeot Citroën.
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ParisDie strauchelnden Autokonzerne General Motors und der französische Rivale PSA (Peugeot) suchen Halt in einer engen Allianz. Dazu steigt die amerikanische Opel-Mutter GM im Zuge einer Kapitalerhöhung mit sieben Prozent bei dem französischen Autobauer ein. Das teilten die beiden Unternehmen am Mittwochabend mit. Im Zusammenhang mit der Allianz werde PSA Peugeot Citroën über eine Kapitalerhöhung rund eine Milliarde Euro erlösen. Dabei erhielten die Aktionäre von PSA Peugeot Citroën bevorrechtigte Bezugsrechte.

Für GM bedeutet der Einstieg bei PSA eine strategische Kehrtwende. Denn der PSA-Konzern ist in Europa mit Marken wie Peugeot und Citroën stark präsent. Doch dort setzte das US-Unternehmen bislang auf die 100-prozentige Tochter Opel und deren Schwestermarke Vauxhall.

An der Wall Street reagierte der Handel auf die neue Allianz. Nach anfänglichen Gewinnen standen die Anteilsscheine von General Motors auf den Verkaufslisten der Börsianer. Die GM-Aktie ließ am Mittwoch 0,5 Prozent Federn.

„Diese Partnerschaft bedeutet enorme Möglichkeiten für beide Unternehmen“, sagte GM-Vorstandschef Dan Akerson. Die zu erwartenden Synergien aus der Kooperation würden langfristig das Europa-Geschäft des Unternehmens auf einen Pfad zu Profitabilität bringen. Nach fünf Jahren soll sich die jährliche Einsparung für die beteiligten Unternehmen auf zwei Milliarden Dollar (1,5 Milliarden Euro) belaufen.

Die Kooperation sehe vor, dass beide Konzerne weltweit auf gemeinsame Fahrzeugplattformen zugreifen können, hieß es in der Mitteilung. Dadurch sollten höhere Stückzahlen in der Produktion erreicht werden, wohl etwa durch den Einsatz gleicher Teile in Modellen beider Konzerne. Zu Beginn soll sich die Zusammenarbeit vor allem auf kleinere Fahrzeuge beschränken. Im Jahr 2016 soll das erste Auto auf einer gemeinsamen Plattform produziert werden.

Auch der Einkauf wird gebündelt werden, was die zweite Säule der Kooperation bildet. Nach eigenen Angaben kaufen beide Konzerne zusammen jährlich für 125 Milliarden Dollar (94 Milliarden Euro) Rohstoffe, Teile und Dienstleistungen ein.

„Diese Allianz ersetzt nicht unsere anhaltenden Bemühungen, unser Europageschäft profitabel zu machen“, sagte Akerson in einer Telefonkonferenz. GM-Strategiechef Stephen Girsky ergänzte, die Allianz sei ein „weiteres Werkzeug im Werkzeugkasten“. Das europäische Arbeitnehmerforum von GM sieht „Chancen und Risiken“ für Opel und Vauxhall. Opel-Betriebsratschef Wolfgang Schäfer-Klug erklärte, entscheidend sei, „welche Freiheitsgrade“ die beiden GM-Töchter bei der Ausgestaltung der weiteren Verträge mit PSA hätten.

Zu möglichen Werksschließungen oder einem Stellenabbau äußerten sich beide Firmen am Mittwoch nicht. Frankreichs Industrieminister Eric Besson erklärte aber, PSA habe zugesagt, das Vorhaben sei mit Blick auf Arbeitsplätze positiv. Die Allianz berühre nicht die Produktionsaktivitäten von GM und PSA.

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