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Sparsam und günstig: Kleinwagen-Offensive im Frühjahr

Der VW Up war nur der Anfang: In den kommenden Wochen rollt eine ganze Flotte neuer Kleinwagen und Stadtflitzer zu den Händlern. Auch Marktforscher versprechen dem Segment eine große Zukunft.

Bei den Klein- und Kleinstwagen tut sich was: VW will die Up-Modellreihe zu einer ganzen Kleinwagenfamilie ausbauen - inklusive einer Elektroversion. Quelle: PR
Bei den Klein- und Kleinstwagen tut sich was: VW will die Up-Modellreihe zu einer ganzen Kleinwagenfamilie ausbauen - inklusive einer Elektroversion. Quelle: PR

Wolfsburg/TurinEgal ob als günstige Alternative für Neueinsteiger oder preiswertes Zweitauto: Stadtflitzer, Minis und andere Kleinwagen stehen derzeit hoch im Kurs. Neben den bestehenden Modellen rollen zahlreiche Neuentwicklungen in die Showrooms, darunter auch solche, die trotz günstiger Preise von um 10.000 Euro offenbar keine rollenden Verzichtserklärung mehr darstellen. «Sie sind sparsam und so günstig, dass genügend Geld für teure Ausstattung bleibt», sagt zum Beispiel Nick Margetts vom Marktbeobachter Jato Dynamics in Limburg. «Und auch bei den sonst etwas teureren Marken sind Kleinwagen mittlerweile sehr beliebt.»

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Neuer VW-Kleinwagen Up Der Erbe des Lupo fährt vor

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Den Trend belegt VW mit dem neuen Up. Das 3,54 Meter kurze Einstiegsmodell aus Wolfsburg steht zu Preisen ab 9.850 Euro bei den Händlern - zunächst nur als Dreitürer. Bei den Motoren haben Kunden die Wahl zwischen zwei Varianten eines Dreizylinders. Aus einem Liter Hubraum schöpft er wahlweise 44 kW/60 PS oder 55 kW/75 PS.

Damit sind maximal 171 km/h möglich, bei einem Verbrauch von im besten Fall 4,2 Litern. Für die Zukunft plant VW eine ganze Up-Familie mit einer Elektro- und Gas-Version sowie wohl auch einem Fünftürer. Ferner könnte es einen Cross-Up, eine Sportvariante und vielleicht sogar den schon als Studie gezeigten Buggy geben.

Mii, Citigo & Up VW schickt drei Brüder in die Kleinstwagen-Schlacht

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Technisch mit dem Up identisch, nur im Design ein wenig modifiziert und vor allem günstiger gibt es den Up auch bei den VW-Schwestermarken: Bei Skoda heißt er Citigo und kommt spätestens Anfang Juni auf den Markt, bei Seat startet er als Mii am 19. Mai.

Alte Werte: Wie sein Vorgänger behält auch der neue Fiat Panda seine kastenförmige, hohe Bauform bei. Quelle: PR
Alte Werte: Wie sein Vorgänger behält auch der neue Fiat Panda seine kastenförmige, hohe Bauform bei. Quelle: PR

Wichtiger Gegner dieser Drillinge ist der Fiat Panda, der seit Jahren die europäischen Zulassungen in seinem Segment anführt. Aktuell steht die dritte Generation in den Startlöchern. Seine kastenförmige Grundform behält der Wagen bei, wenngleich er sich auf 3,65 Meter leicht streckt. Bei der Ausstattung indes wurde nachbessert. Und die drei Motoren, darunter ein Diesel, sind sparsamer geworden. Allen voran ist ein Zweizylinder mit TwinAir-Technologie zu nennen, der als Turbo 63 kW/85 PS leistet und in Verbindung mit einem automatisierten Schaltgetriebe auf einen Verbrauch von 4,1 Litern kommt (CO2-Ausstoß: 95 g/km).

Fiat Panda Tolle Kiste in dritter Generation

  • Fiat Panda: Tolle Kiste in dritter Generation
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  • Fiat Panda: Tolle Kiste in dritter Generation
  • Fiat Panda: Tolle Kiste in dritter Generation

Dabei soll der neue Panda zu ähnlichen Preisen wie der alte zu bekommen sein: «Auf allen wichtigen Märkten werden wir weiterhin unter 10.000 Euro starten», sagt Markenchef Olivier Francois. Alternativ bleibt bis auf Weiteres der alte Panda im Programm, er wird weitergebaut. Bestätigt ist auch die Neuauflage des Panda 4x4.

Im Mai wird Seat den Verkauf des Mii starten. Der Kleinwagen ist technisch identisch mit dem VW Up, sieht aber etwas anders aus und wird günstiger. Quelle: PR
Im Mai wird Seat den Verkauf des Mii starten. Der Kleinwagen ist technisch identisch mit dem VW Up, sieht aber etwas anders aus und wird günstiger. Quelle: PR

Bei anderen Herstellern ist es vor allem die Modellpflege, die das Segment der Kleinen belebt. So frischen die Kooperationspartner Citroën, Peugeot und Toyota die technisch eng verwandten Drillinge C1, 107 und Aygo auf. Smart erweitert das Motorenprogramm des Fortwo um eine Elektrovariante, bei Toyota gibt es seit ein paar Wochen den neuen Yaris, der bald auch als Hybrid-Auto kommt, und Renault hat den Twingo überarbeitet.

Seit ein paar Wochen im Handel: die Neuauflage des Toyota Yaris. Im Frühjahr soll für weniger als 18.000 Euro eine Vollhybridversion folgen. Quelle: PR
Seit ein paar Wochen im Handel: die Neuauflage des Toyota Yaris. Im Frühjahr soll für weniger als 18.000 Euro eine Vollhybridversion folgen. Quelle: PR

Ganz neu in die Klasse will Opel vorstoßen: «Wir bauen einen Kleinwagen unterhalb des Corsa», sagt Firmenchef Karl-Friedrich Stracke. Er läuft unter dem Projektcode Junior und soll dem Vernehmen nach im Oktober auf dem Pariser Autosalon enthüllt werden. Dort trifft er auf weitere Vertreter wie die nächste Generation des Smart.

Kleinwagen im Vergleich

Die neuen Klein- und Kleinstwagenmodelle werden wohl auch zu einer Verschiebung von Marktanteilen führen. «Wir werden unsere Spitzenposition in Europa eisern verteidigen», gab sich Fiat-Chef Sergio Marchionne zwar bei der Vorstellung des neuen Panda betont kämpferisch.

Der C1 ist das Einstiegsmodell von Citroën. Die neue Generation des Kleinwagens bekommt eine neue Front mit verkürzter Motorhaube. Quelle: PR
Der C1 ist das Einstiegsmodell von Citroën. Die neue Generation des Kleinwagens bekommt eine neue Front mit verkürzter Motorhaube. Quelle: PR

Doch rechnen die Beobachter von Jato Dynamics vor allem durch den VW Up mit einer Umschichtung: «Die Wolfsburger werden das vertraute Bild mit den Kleinwagen von Volkswagen, Skoda und Seat ordentlich durcheinanderwirbeln», sagt Nick Margetts. Bislang wurde das Segment von Autos wie Fiat Panda und Fiat 500, Renault Twingo, Smart Fortwo, Ford Ka, den Drillingen Citroën C1, Toyota Aygo und Peugeot 107 sowie von Hyundai i10 und Kia Picanto dominiert.

Genügsamer Flitzer: Den Verbraucher des Peugeot 107 und seiner Geschwister geben die Hersteller mit 4,3 bis 4,4 Litern an. Quelle: PR
Genügsamer Flitzer: Den Verbraucher des Peugeot 107 und seiner Geschwister geben die Hersteller mit 4,3 bis 4,4 Litern an. Quelle: PR

Noch hat sich das neue Produktfeuerwerk nicht so recht in der Zulassungsstatistik des Kraftfahrt-Bundesamtes niedergeschlagen. Im Gegenteil: Während Geländewagen, Großraumlimousinen und Autos der Oberklasse 2011 um bis zu 30 Prozent zugelegt haben, meldet die Behörde in Flensburg für Kleinwagen ein Minus von mehr als zehn Prozent. Bleibt abzuwarten, ob sich dieses Bild nun umkehrt.

Die beliebtesten Autos der Deutschen 2011

  • Mini

    1. Smart Fortwo: 29.465 verkaufte Einheiten / 16,6 Prozent Marktanteil
    2. Renault Twingo: 21.897 verkaufte Einheiten / 12,3 Prozent Marktanteil
    3. Fiat 500: 16.929 verkaufte Einheiten / 9,5 Prozent Marktanteil

  • Kleinwagen

    1. VW Polo:  90.720 verkaufte Einheiten  /  15,5 Prozent Marktanteil
    2. Opel Corsa: 70.152 verkaufte Einheiten  /  12,0 Prozent Marktanteil
    3. Ford Fiesta:  53.940 verkaufte Einheiten  /  9,2 Prozent Marktanteil

  • Kompaktwagen

    1. VW Golf: 258.059 verkaufte Einheiten  /  32,0 Prozent Marktanteil
    2. Opel Astra: 86.579 verkaufte Einheiten  /  10,8 Prozent Marktanteil
    3. Ford Focus: 61.157 verkaufte Einheiten  /  7,6 Prozent Marktanteil

  • Mittelklasse

    1. VW Passat:  103.507 verkaufte Einheiten  /  22,2 Prozent Marktanteil
    2. Mercedes C-Klasse: 79.820 verkaufte Einheiten  /  17,1 Prozent Marktanteil
    3. BMW 3er:  62.280 verkaufte Einheiten  /  13,4 Prozent Marktanteil

  • Obere Mittelklasse

    1. BMW 5er:  59.756 verkaufte Einheiten  /  36,5 Prozent Marktanteil
    2. Mercedes E-Klasse:  49,961 verkaufte Einheiten  /  30,5 Prozent Marktanteil
    3. Audi A6: 46.076 verkaufte Einheiten  /  28,1 Prozent Marktanteil

  • Oberklasse

    1. Mercedes CLS: 6.248 verkaufte Einheiten  /  21,0 Prozent Marktanteil
    2. BMW 7er:  5.062 verkaufte Einheiten  /  17,0 Prozent Marktanteil
    3. Mercedes S-Klasse:  4.730 verkaufte Einheiten  /  15,9 Prozent Marktanteil

  • Geländewagen

    1. VW Tiguan:  45.662 verkaufte Einheiten  /  12,7 Prozent Marktanteil
    2. BMW X1:  33.480 verkaufte Einheiten  /  9,3 Prozent Marktanteil
    3. Dacia Duster:  22.726 verkaufte Einheiten  /  6,3 Prozent Marktanteil

  • Sportwagen

    1. Mercedes E-Klasse Coupé:  11.410 verkaufte Einheiten  /  23,6 Prozent Marktanteil
    2. Mercedes SLK: 8.610 verkaufte Einheiten  /  17,9 Prozent Marktanteil
    3. Porsche 911: 6.373 verkaufte Einheiten  /  13,2 Prozent Marktanteil

  • Mini-Vans

    1. Opel Meriva:  41.097 verkaufte Einheiten  /  19,0 Prozent Marktanteil
    2. Nissan Qashqai:  32,651 verkaufte Einheiten  /  15,1 Prozent Marktanteil
    3. Mercedes B-Klasse:  30.053 verkaufte Einheiten  /  13,9 Prozent Marktanteil

  • Großraumlimousinen

    1. VW Touran:  55.416 verkaufte Einheiten  /  34,2 Prozent Marktanteil
    2. VW Sharan:  22.055 verkaufte Einheiten  /  13,6 Prozent Marktanteil
    3. Opel Zafira:  19.66 verkaufte Einheiten  /  12,1 Prozent Marktanteil

    Quelle: KBA (Kraftfahrt-Bundesamt)

Quelle: dpa
  • 01.02.2012, 22:34 Uhrfnk

    @Mollemopp
    mensch, Sie verstehen das nicht! Sie sollen das glauben, nicht nachrechnen. Sie müssen doch zugeben, dass der Lupo vor 13 Jahren noch 2,99L verbraucht hat.

  • 01.02.2012, 12:54 UhrAnonymer Benutzer: Mollemopp

    "Sie sind sparsam und so günstig, dass genügend Geld für teure Ausstattung bleibt"

    Das können auch nur Menschen behaupten, die für ihr Geld nicht arbeiten müssen. Ein VW Up habe ich am Konfigurator schon auf über 16.000 Euro bekommen. Für so eine Gehhilfe eine absolute Frechheit. Der Kleinwagen Toyota Yaris wird hier als Vollhybrid für "unter" 18.000 Euro auch noch als günstig hingestellt. Dafür kann ich aber einen dieser lächerlichen Kleinwagen mit normalen Motor ganzschön oft volltanken. Und sparsam sind diese Motoren auch nur beim theoretischen Wert. In der Realität muss man bei diesen durchzugsschwachen Motoren das Gaspedal überdurchschnittlich oft tiefer treten, als ein hubraumstärkeres Fahrzeug dies verlangt hätte. Also wer sich von so einem Artikel hier erzählen lassen will, was teuer und was günstig ist, der soll das mit sich machen lassen. Wer aber noch ein wenig Resthirn übrig hat, sollte schnell feststellen, dass ein Miniauto in Minimalausstattung mit hinterher dazugekaufter Sonderausstattung kein Schnäppchen mehr ist.

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